Antiochos IV. Epiphanes ("der Hervorleuchtende")    Seleukiden-König (175-164 v.u.Z.)
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206 v.u.Z. Ende 164 v.u.Z.
                    Tabai
 

3. Sohn des Königs Antiochos III. dem Großen von Syrien aus dem Hause der SELEUKIDEN aus seiner 1. Ehe mit der Laodike von Pontos, Tochter von König Mithridates III.
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 46
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Antiochos IV. Epiphanes
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* um 215 v. Chr.

3. Sohn des Antiochos III.

War seit 188 v. Chr. Geisel in Rom. Antiochos IV. Epiphanes bestieg den seleukidischen Thron nach der Ermordung seines Bruders Seleukos IV. Im 6. Syrischen Krieg (170-168 v. Chr.) besetzte Antiochos IV. Ägypten, doch zwang ihn Rom, es wieder zu räumen. Nach seiner Rückkehr aus Ägypten gründete er eine griechische Stadt in Jerusalem und versuchte, die Juden zu hellenisieren - das führte dann gemeinsam mit der Unterdrückung des Jahwekults zum Aufstand des Judas Makkabäus. Antiochos IV. starb 164 v. Chr. bei einer Rundreise durch die östlichen Provinzen seines Reichs.



Lexikon Alte Kulturen: Band I Seite 133
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Antiochos IV. Epiphanes [= Antiochos der Erscheinende], König des SELEUKIDEN-Reiches seit 175
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     164 v. u.Z.
      in der Persis

Sohn von Antiochos III.

Seit 189 als Geisel in Rom; wurde mit Zustimmung Roms Nachfolger SeleukosIV., eroberte im 6. Syrischen Krieg (170-168) Ägypten, wo er sich zum Pharao machte, wurde jedoch 168 durch ein römisches Ultimatum zur Räumung gezwungen. Als fanatischer Verfechter hellenistischer Kultur, die er durch viele Städtegründungen zu verbreiten trachtet, suchte er griechische Kulte in Jerusalem einzuführen und verursachte durch sein rigoroses Vorgehen gegen die jüdische Gottesverehrung 166 den Aufstand der MAKKABÄER. Gegen Ende seines Lebens scheint er einen neuen Ostfeldzug geplant zu haben nach dem Vorbild seines Vaters, starb aber in der Persis nach dem Versuch, Armenien zu unterwerfen.



Lexikon der Antike: Seite 46
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Antiochos IV. Epiphanes („der Hervorleuchtende“)
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* 175 v.u.Z. 164 v.u.Z.

3. Sohn von Antiochos III. dem Großen

175-164 v.u.Z. König, kam nach der Schlacht bei Magnesia (190) für 14 Jahre als Geisel nach Rom. Als Verehrer des Griechentums „hellenisierte“ er nach seiner Rückkehr die Juden seines Landes mit Gewalt. Das gab Anlaß zum jüdischen Unabhängigkeitskampf (Judas Makkabäus).



Thiele, Andreas: Tafel 251
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ANTIOCHOS IV. "EPIPHANES"
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   † 164 v.u.Z.

Antiochos IV. Epiphanes war Feldherr seines Vaters, weilte von 189 v.u.Z.-175 v.u.Z. als Geisel in Rom und wurde von seinem Bruder Seleukos IV. gegen dessen Sohn Demetrios I. getauscht. Wenig später ermordete er seinen Bruder und wurde König. Er führte eine kräftige Regierung und stützte sich auf Pergamon. Im 6. "Syrischen Krieg" 170 v.u.Z.-168 v.u.Z. eroberte Antiochos IV. Nieder-Ägypten und machte sich zum König von Ägypten. Er verdrängte seine zerstrittenen Neffen Ptolemaios VIII. Euergetes II. und Ptolemaios VI. Philometer, Söhne seiner Schwester Kleopatra I., nach der Schlacht bei Pelusion, mußte durch Roms Intervention wieder abziehen und achtete seitdem auf gute Beziehungen zu Rom, das jetzt endgültig im Orient dominierte. Er mußte auch Zypern aufgeben, verstärkte die Hellenisierung des Reiches, geriet schroff gegen die Juden, verbot 167 v.u.Z. den Jahwe-Kult und provozierte damit den großen Aufstand des Judas Makkabäus. Antiochos IV. eroberte 165 v.u.Z. Jerusalem, eroberte auch Medien und Armenien zurück und wurde schon zu Lebzeiten konsekriert.

  oo LAODIKE IV. VON SYRIEN
              162 v.u.Z.

Schwester und Mit-Königin des Bruders



Antiochos IV. Epiphanes folgte seinem Bruder Seleukos IV. auf dem Thron, nachdem er 14 Jahre (190 v.u.Z.-176 v.u.Z.) als Geisel in Rom gelebt hatte. Wie beim Regierungsantritt seines Vaters glaubte man, der neue König werde die Macht seiner Dynastie im Mittelmeerraum wiederherstellen. Im Bunde mit der einheimischen Aristokratie versuchte er, Palästina gegen den Widerstand einer mächtigen Volksbewegung zu hellenisieren. Antiochos IV. verzichtete auf die sich erhebenden östlichen Satrapien. Während des 6. Syrischen Krieges durchzog er Palästina und die Sinaiwüste und belagerte mit seiner Armee Alexandria, wo sich Ptolemaios VI. eingeschlossen hatte. Ägypten lief Gefahr, dem syrischen Reich einverleibt zu werden; er mußte sich aber zurückziehen, als Rom zugunsten der PTOLEMÄER eingriff. Im Jahre 167 v.u.Z. eroberte er Jerusalem, schaffte den Jahwekult ab und führte den Herrscherkult im Jahwetempel ein. Im folgenden Jahr erhoben sich die Juden unter Führung des Judas Makkabäus, dem 164 v.u.Z. die Befreiung Jerusalems gelang. Antiochos starb auf einem Feldzug gegen die Parther.
 
 
 
 

 175 v.u.Z.
  oo 3. Laodike IV. seine Schwester
                 162 v.u.Z. ermordet
 
 
 
 

Kinder:

  Antiochos V. Eupator
  172 v.u.Z. Herbst 162 v.u.Z.

  Laodike
       115 v.u.Z. ermordet

   oo Mithridates V. König von Pontos
          120 v.u.Z.
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 42, 209,254 - Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 16 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 197,250,254,256, 261,276,278,286 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984 Seite 24,57,63,66,85,88,90,110,115,159 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 300,322,325,329,333,375 - Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite 129-134,167 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 15,62,82, 90,212,238,242,251,291,301,406,472-475,484,488,496,501,508,542,624,640,683,716,767,803-805 - Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 145,162,171,179, 200 - Prause Gerhard: Herodes der Große. Die Korrektur einer Legende. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1990 Seite 48,51 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 251 -