Jüngerer Sohn des Königs Seleukos
II. Kallinikos von Syrien aus dem Hause der SELEUKIDEN
und der Laodike
III., Tochter von Prinz
Andromachos
von Syrien
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 45
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Antiochos III., der Große
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* um 242 v. Chr.
2. Sohn des Seleukos II.
Bestieg 223 v. Chr. den Thron. 220 v. Chr. revoltierte
Antiochos
Feldherr
Achaios, der das bei
Pergamon verlorene
seleukidische Gebiet
in Kleinasien zurückerobert hatte. In diesem Jahr mußte
Antiochos
III. sich auch gegen Molon, den Statthalter von Medien,
wenden, der sich 222 v. Chr. unabhängig erklärt hatte. Antiochos
III. der Große schlug ihn, und Molon beging Selbstmord.
Dann griff Antiochos das
ptolemäische Reich an (4. Syrischer Krieg 219-216 v. Chr.).
Nach anfänglichen Erfolgen verlor
Antiochos
III. die Entscheidungsschlacht bei Raphia (217 v. Chr.) und
mußte Ptolemaios IV. um Frieden
bitten, behielt aber Seleukia in Pieria. Dann wandte er sich gegen Achaios,
dessen eigene Leute ihn 213 v. Chr. verrieten. Dann begann er den berühmten
Feldzug nach Osten (212-206). Er besetzte Armenien, und die Herrscher von
Baktrien und Parthien anerkannten seine Oberhoheit. Er kam bis nach Indien
und Arabien. Bei seiner Rückkehr wurde Antiochos
III. als der Große anerkannt. 203-202 v. Chr.
schloß er mit Philipp V. einen
Scheinvertrag gegen den Kind-König Ptolemaios
V. Im 5. Syrischen Krieg (um 202-198 v. Chr.) eroberte Antiochos
III. der Große Phönizien und Palästina; die
Entscheidungsschlacht war bei Paneion.
Sein Ehrgeiz trieb ihn auch nach Westen; er überquerte
den Hellespont, um Thrakien zu besetzen (196 v. Chr.). Rom entschied, einzugreifen
und nach langwierigen Verhandlungen brach Krieg aus. Antiochos
III. eroberte 192 v. Chr. Griechenland. Nach einer Niederlage
bei den Thermopylen (191) zog er sich nach Kleinasien zurück. 189
v. Chr. verlor er eine entscheidende Schlacht bei Magnesia und beugte sich
den römischen Bedingungen (Friede von Apameia, 188 v. Chr.). Er verlor
sein ganzes Gebiet in Kleinasien westlich von Tauros. 187 v. Chr. wurde
er erschlagen, weil er versuchte, einen Tempel auszurauben, um Reparationen
an Rom bezahlen zu können.
Literatur:
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H. Schmidt, Untersuchungen zur Geschichte Antiochos des
Großen, 1964.
Er versuchte durch einen Zug bis an die Grenzen Indiens
den Abfall der iranischen Satrapien zu verhindern. Bei der Einmischung
in die griechischen Angelegenheiten wurde er bei den Thermopylen und bei
Magnesia von den Römern besiegt und mußte im Frieden von Apameia
(188) das kleinasiatische Gebiet westlich des Tauros zugunsten des Pergamenischen
Reiches abtreten. Hohe Kontributionen schwächten das Reich entscheidend.
Sohn von Seleukos II.
Stellte die Herrschaft in Kleinasien (Aufstand seines Schwagers Achaios) und 220 in Medien (Aufstand des Statthalters Molon) wieder her; verlor aber im 4. Syrischen Krieg (217 Niederlage bei Raphia) Syrien bis zum 5. Syrischen Krieg (202/201-195) an Ägypten. Sein großer Feldzug nach Osten (212-205) führte zu Verträgen mit Parthern, baktrischen Dynasten und selbst indischen Fürsten, erreichte aber nirgends vollständige Unterordnung. Nach seiner Rückkehr scheiterte ein Bündnis mit Philipp V. von Makedonien (203) zur Teilung des ägyptischen Reiches an römischer Intervention. Seine Eroberungen in Kleinasien und Thrakien im 5. Syrischen krieg führten zum Konflikt mit Rom. Nach dem Sieg der Römer über Philipp im 2. Makedonischen Krieg wurde Antiochos III. vom Ätolischen Bund nach Griechenlad gerufen und kämpfte dort gegen Rom (beraten und begleitet von Hannibal, der bei ihm im Exil lebte), trat nach seiner Niederlage den Rückzug nach Kleinasien an und wurde dort trotz erfolgreicher Seegefechte 190 zu Lande bei Magnesia am Sipylos besiegt. Im Frieden von Apameia 188 hatte er (neben anderen Bedingungen) Kleinasien westlich des Taurus aufzugeben. Damit wurde der Niedergang des SELEUKIDEN-Reiches eingeleitet.
Literatur:
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Badian, E.:Rom u. A.d.Gr. In: Die Welt als Gesch. 20
(1960), S. 203 - Schmitt, Hatto H.: Unterss. zur Gesch. A.d.Gr. u. seiner
Zeit. Wsb. 1964 - Errington, R.M.: Rom, A.d.Gr. u. die Asylie v. Teos.
In: Zs. f. Papyrologie u. Epigraphik 39 (1980), S.279.
Urenkel von Antiochos I. Soter
König seit 223 v.u.Z.
Setzte den Krieg gegen Ägypten fort und versuchte,
seine Macht nach Osten und Westen zu erweitern. Während er im Osten
über Medien (209) und Baktrien bis nach Indien (206) vordringen konnte,
scheiterte seine Expansion im Westen (196) am Widerstand der Römer,
die ihn nach dem Zusammenbruch der makedonischen Herrschaft bei den Thermopylen
(191) und Magnesium (190) vernichtend schlugen. Antiochos
III. mußte auf seine Ansprüche diesseits des Taurusgebirges
verzichten und hohe Kriegstribute zahlen (188 Friede von Apameia).
ANTIOCHOS III. "DER GROSSE"
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* 243/42 v.u.Z. 183 v.u.Z.
Sohn des Königs Seleukos II. von Babylon
Antiochos III. der Große folgte 223 v.u.Z. seinem ermordeten Bruder Seleukos III., unterwarf 220 v.u.Z. nach der Schlacht bei Apolloniates den Vizekönig Molon von Persis und nach erbitterten Thronkriegen 213 v.u.Z. den Cousin, Gegen-König Achaios von Sardes. Er besetzte Koilesyrien und verlor im 4. "Syrischen Krieg" 221 v.u.Z.-217 v.u.Z. nach der Schlacht bei Raphia (22.6.217 v.u.Z.) gegen Ägypten Koilesyrien und Kilikien. In den folgenden Jahren bekriegte er die "oberen Satrapien" und unterwarf sie nach und nach: Armenien, Persis, Parthien, Medien und Baktrien. Antiochos III. nahm daraufhin 206 v.u.Z. den persischen Titel "Großkönig" an und stellte damit formal weitgehend das alte Perser-Reich wieder her. Er führte bedeutsame Reformen durch, verbündete sich mit dem Karthager Hannibal und Makedonien mit dem Ziel, das PTOLEMÄER-Reich aufzuteilen. Er gewann im Jahre 200 v.u. Z. während des 5. "Syrischen Krieges" (201 v.u.Z.-195 v.u.Z.) die Schlacht am Panion und letztlich Koilesyrien und Kilikien. Er unterwarf auch Palästina und konnte viele griechische Städte Kleinasiens für sich gewinnen, die die zunehmende römische Macht ablehnten. Antiochos III. wurde auch oberster Stratege der Aitoler. Mit diesem Übergreifen nach Europa und dem Festhalten an Hannibal geriet er schroff gegen Rom, das sich mit Rhodos und Pergamon verbündete. Er besetzte 192 v.u.Z. Thessalien und Thrakien und provozierte damit auch Makedonien. Nach Niederlagen an den Thermopylen (191 v.u.Z.), in der Seeschlacht bei Chios (190 v.u.Z.) und in der Entscheidungsschlacht bei Magnesia (189 v.u.Z.) gegen Marcus Porcius Cato mußte er im Frieden von Apameia alle europäische Ansprüche aufgeben, alle kleinasiatischen Provinzen bis zum Taurus (fiel zum größten Teil an Pergamon) aufgeben und verlor auch seine Flotte, was das Ende der seleukidischenGroßmacht bedeutete. Antiochos III. mußte Hannibal ausliefern, der nach Paphlagonien floh und dort 182 v.u.Z. Selbstmord beging. Antiochos III. fiel mit seinem Gefolge beim Versuch, den Tempelschatz der Elemais zu plündern, mit dem er seine Finanzen sanieren wollte. Verstärkt durch Erbteilungen, begann das Reich völlig auseinanderzufallen.
oo LAODIKE III VON PONTOS
Tochter des Königs Mithridates,
Cousine, Mit-Königin
222 v.u.Z.
1. oo Laodike von Pontos, Tochter des Königs
Mithridates III.
um 245/40 v.u.Z.
nach 192 v.u.Z.
seine Cousine
192 v.u.Z.
2. oo Euböa, Tochter des Kleoptolemos von
Chalkis
Kinder:
1. Ehe
Antiochos seit 27.3.210 Mitregent
220 v.u.Z. 193 v.u.Z.
Seleukos IV. Philopator
219 v.u.Z. 3.9.175 v.u.Z.
Antiochos IV. Epiphanes
206 v.u.Z. 164 v.u.Z.
Laodike IV.
162 v.u.Z.
ermordet
Antiochis
um 203 v.u.Z.
oo Ariarathes IV. König von Kappadokien
163
v.u.Z.
Kleopatra I. Syra
205 v.u.Z. 176 v.u.Z.
193 v.u.Z.
oo Ptolemaios V. König von Ägypten
210 v.u.Z.
180
v.u.Z.
Ardys
Er wurde 197 v.u.Z. als Heerführer genannt.
Mithridates
Er wurde 197 v.u.Z. als Heerführer genannt.
Literatur
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Bamm Peter: Alexander der Große. Ein königliches
Leben. Droemersche Verlagsanstalt AG Zürich 1968 Seite 266 - Bengtson
Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München
1975 Seite 185-211 - Brambach Joachim: Kleopatra. Herrscherin und
Geliebte. Eugen Diederichs Verlag München 1995 Seite 30 - Droysen
Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III
Seite 44, 47,48,54,76,232,241,301,310,380,386,387,389,391,408,411,418 -
Errington
Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite
178,184,186 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und
der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei
KG, Frankfurt am Main 1965 Seite161,245,256,277,296 - Fox Robin
Lane: Die Suche nach Alexander. Georg Westermann Verlag GmbH Braunschweig
1990 Seite 311,312 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra.
Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984
Seite 22,24,57,67,69,735,80,81,82,84,90,92,98,105,110,115,122,132,200,221,225,
263 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen
um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite
278,286,290,293,299,312,318,320,325,340,342, 352,374 - Hölbl
Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie
und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen
Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite
112-116,120-128 - KLEINES LEXIKON DES HELLENISMUS. Harrassowitz
Verlag Wiesbaden 1993 Seite 20,61,82,94,99,103,115,119,237,251,268,273,275,280,285,288,291,297,335,
369,418,422,424,434,472-475,477,483,492,494,496,498,501,535,537,542,596,603,610,623,678,682,
697,711,714,720,771,799,803,813,815,825 - Kreißig
Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 97,120-122,145,148,159-163,165,168-170,179,185,196
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs-
und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994
Tafel 251 -