Einziger Sohn des Diadochen Lysimachos
aus seiner 2. Ehe mit der Amastris
von Herakleia, Tochter von Fürst Oxathres
Thiele, Andreas: Tafel 238
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
ALEXANDER
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†
Alexander entkam 283
v.u.Z. mit seiner Schwägerin Lysandra
nach Babylon und regte den Feldzug des Seleukos
gegen seinen Vater an.
Nach der Ermordung seines Bruders Agathokles flüchtete er mit dessen Witwe Lysandra und Ptolemaios Keraunos zu Seleukos I. und bat ihn gegen seinen Vater um Hilfe. Einen Heeresteil des Seleukos hat Alexander, der Sohn des Lysimachos geführt. Ihm gelang es die Stadt Kotyaion in Phrygien mit List einzunehmen. Alexander führte die nördliche Heeresabteilung über Ankara nach Sardes auf das Schlachtfeld bei Kurupedion gegen seinen Vater.
Droysen Johann Gustav: Band II Seite 422-424
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"Geschichte des Hellenismus."
Aber der Ausgang des Agathokles
hatte nah und fern tiefen Eindruck gemacht. Des Ermordeten Bruder Alexandros,
seine Witwe mit den Kindern flüchteten nach Asien zu Seleukos;
laut sprach sich der allgemeine Unwille über die gräßliche
Tat aus.
Auch Lysandra und
Alexandros
lagen dem Seleukos an, den Krieg gegen
Lysimachos zu beginnen; von Kleinasien
aus mochten viele Bitten gleicher Art kommen.
Lysimachos‘ Leichnam
blieb auf dem Schlachtfeld liegen; es war sein Sohn Alexandros,
der endlich um die Erlaubnis bat, ihn zu bestatten; man suchte ihn lange
vergeblich; der Hund des Königs, der bei der Leiche geblieben und
Vögel und Raubtiere ferngehalten, ließ die schon verwesende
Königsleiche erkennen; Alexandros
brachte die Gebeine des Vaters nach Lysimacheia, bestattete sie dort im
Lysimacheion.
Die Königin war mit ihren Kindern entflohen; wenn
berichtet wird, dass sich Alexandros von
Agathokles‘
Witwe den Leichnam erbat, so muß sie durch Seleukos
gewisse Befugnisse erhalten haben, die keine anderen gewesen sein können,
als dass sie die Vormundschaft für ihre und Agathokles‘
Kinder übernahm, welche die rechtmäßigen Erben des Reiches
waren; es scheint nicht unglaubhaft, dass Seleukos
ihnen die Länder, die Lysimachos ursprünglich
besessen, zu lassen beabsichtigte; Kleinasien dagegen wird er seinem großen
Reiche einverleibt haben.
Was aus der Witwe, dem Bruder, den Kindern des Agathokles
geworden, wird nicht berichtet.
Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus.
Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 57 -
Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus.
Primus Verlag 1998 Band II Seite 422-424 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 238 -