Alexander                                       Prinz von Thrakien
-------------
um 300 v.u.Z. 275 v.u.Z. ermordet
 

Einziger Sohn des Diadochen Lysimachos aus seiner 2. Ehe mit der Amastris von Herakleia, Tochter von Fürst Oxathres
 

Thiele, Andreas: Tafel 238
**************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ALEXANDER
-------------------
  

Alexander entkam 283 v.u.Z. mit seiner Schwägerin Lysandra nach Babylon und regte den Feldzug des Seleukos gegen seinen Vater an.



Bengtson Hermann: Seite 57
****************
"Herrschergestalten des Hellenismus."

Nach der Ermordung seines Bruders Agathokles flüchtete er mit dessen Witwe Lysandra und Ptolemaios Keraunos zu Seleukos I. und bat ihn gegen seinen Vater um Hilfe. Einen Heeresteil des Seleukos hat Alexander, der Sohn des Lysimachos geführt. Ihm gelang es die Stadt Kotyaion in Phrygien mit List einzunehmen. Alexander führte die nördliche Heeresabteilung über Ankara nach Sardes auf das Schlachtfeld bei Kurupedion gegen seinen Vater.

Droysen Johann Gustav: Band II Seite 422-424
********************
"Geschichte des Hellenismus."

Aber der Ausgang des Agathokles hatte nah und fern tiefen Eindruck gemacht. Des Ermordeten Bruder Alexandros, seine Witwe mit den Kindern flüchteten nach Asien zu Seleukos; laut sprach sich der allgemeine Unwille über die gräßliche Tat aus.
Auch Lysandra und Alexandros lagen dem Seleukos an, den Krieg gegen Lysimachos zu beginnen; von Kleinasien aus mochten viele Bitten gleicher Art kommen.
Lysimachos Leichnam blieb auf dem Schlachtfeld liegen; es war sein Sohn Alexandros, der endlich um die Erlaubnis bat, ihn zu bestatten; man suchte ihn lange vergeblich; der Hund des Königs, der bei der Leiche geblieben und Vögel und Raubtiere ferngehalten, ließ die schon verwesende Königsleiche erkennen; Alexandros brachte die Gebeine des Vaters nach Lysimacheia, bestattete sie dort im Lysimacheion.
Die Königin war mit ihren Kindern entflohen; wenn berichtet wird, dass sich Alexandros von Agathokles Witwe den Leichnam erbat, so muß sie durch Seleukos gewisse Befugnisse erhalten haben, die keine anderen gewesen sein können, als dass sie die Vormundschaft für ihre und Agathokles Kinder übernahm, welche die rechtmäßigen Erben des Reiches waren; es scheint nicht unglaubhaft, dass Seleukos ihnen die Länder, die Lysimachos ursprünglich besessen, zu lassen beabsichtigte; Kleinasien dagegen wird er seinem großen Reiche einverleibt haben.
Was aus der Witwe, dem Bruder, den Kindern des Agathokles geworden, wird nicht berichtet.
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 57 -
Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band II Seite 422-424 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 238 -