Theophilos                                      Kaiser von Byzanz (829-842)
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804 20.1.842
 

Sohn des Kaiser Michael II. der Stammler von Byzanz aus der amoritischen Dynastie aus seiner 1. Ehe mit der Thekla
 

Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 664
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Theophilos, byzantinischer Kaiser 829-842
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* 812/13, 20. Januar 842

Sohn Kaiser Michaels II. und seiner 1. Frau Thekla

Im Frühjahr 812 zum Mit-Kaiser gekrönt. Im Juni 830 Heirat mit Theodora II., nachdem er bei einer zuvor erfolgten Brautschau die Dichterin Kassia abgelehnt hatte. Theophilos war Schüler von Johannes Grammatikos, den er 838 zum Patriarchen von Konstantinopel bestellte. Obgleich ein großer Bewunderer der arabischen Welt, war Theophilos gezwungen, gegen diese vielfältige Kriege zu führen; er mußte zum Beispiel 831 den Verlust Palermos und 838 nach der Niederlage bei Dazimon die Einnahme Amorions (Stammsitz seiner Dynastie) hinnehmen. Theophilos suchte mit Gesandtschaften zu den Franken, anch Venedig und Cordoba Unterstützung gegen das Kalifat zu finden; zur besseren Verteidigung des Reiches erreichtete er die neuen Themen Paphlagonia und Chaldia sowie die kleineren Militäreinheiten Charsianon, Kappadokeia und Seleukia. Religiös und selbst Hymnenschreiber, war er nach dem Vorbild seines Paten, Kaiser Leons V., und im Einverständnis mit Johannes VII. und Leon Mathematikos Anhänger des Ikonoklasmus, der unter ihm seine letzte Blüte erlebte.



Thiele, Andreas: Tafel 195
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

THEOPHILOS "DER ARABERFREUND"
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    842

Theophilos der Araberfreund war seit 821 Mit-Kaiser und folgte 829 seinem Vater als Kaiser von Byzanz. Im Gegensatz zu seinem Vater war er ein bedeutender Gelehrter, großer Freund der islamischen Kultur, die während seiner Regierung in Byzanz ihren Höhepunkt erreichte. Er war deshalb auch letzter radikaler Ikonoklast. Er behauptete das westliche Sizilien (Messina und Syrakus), während Palermo 831 an die Araber verloren ging. Theophilos führte ständig Grenzkriege gegen die Kalifen und verlor 838 nach der Schlacht bei Dazimon weitgehend Armenien an sie. Das Herzogtum Venedig, dem schon um 674 Papst Adeodatus II. das Recht der Dogenwahl zugestanden hatte, machte sich weitgehend von Byzanz unabhängig.

 830
  oo THEODORA, Tochter eines Marinos
             867

Die Schwester des Regenten Bardas; will ihn 858 ermorden und muß deshalb den Schleier nehemen; war seit 842 Mitregentin für ihren Sohn



Norwich John Julius: Band II Seite 59-72
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Am Pfingstsonntag 821 wurde der 17-jährige Theophilos von seinem Vater zum Mit-Kaiser gekrönt. Mehr als alles andere benötigte das Reich jetzt Stabilität. Theophilos' Krönung stellte den ersten Schritt in diese Richtung dar. Aber auch Theophilos brauchte einen Sohn und Erben, und diesem Ziel diente der zweite Schritt, den er kurz darauf unternahm, vermutlich noch am selben Tag. Theophilos wurde mit Theodora, einer Paphlagonierin von edler Abstammung und Würde, verheiratet.
Als sein Vater starb, war Theophilos bereits acht Jahre lang Mit-Kaiser gewesen, doch während dieser Zeit von den Chronisten kaum erwähnt. Nur einmal, im Jahr 821, ganz zu Beginn ihrer gemeinsamen Regierung, erhaschen wir einen kurzen, verheißungsvollen Blick auf den damals 17-jährigen Prinzen: in einer feierlichen Prozession trägt er die wertvollsten Reliquien des Reiches, die Fragmente des Kreuzes Christi und das heilige Gewand der Gottesmutter, die Landmauern entlang, während unten das Heer Thomas' des Slawen lagert. Alles deutet darauf hin, dass es ihm genügte, im Schatten seines Vaters zu stehen, je nach Bedarf verschiedene zeremonielle Funktionen zu erfüllen und im übrigen das Rampenlicht zu meiden. Nun aber, da im Alter von 25 Jahren die eigentliche Macht in seine Hände gelangte, trat er aus dem Dunkel und zeigte endlich, wie hervorragend er dafür qualifiziert war, die Verantwortung für das Reich zu übernehmen.
Im krassen Gegensatz zu Michael II., der kaum hatte lesen können, war Theophilos ein Intellektueller mit der typisch byzantinischen Leidenschaft für theologische Fragen und hatte darüber hinaus eine gründliche militärische Ausbildung genossen. Als einen geborenen Feldherrn könnte man ihn zwar keinesfalls bezeichnen, aber er war zumindest kompetent. Schließlich war er ein Ästhet und Förderer der Künste, mit einer Vorliebe und besonderem Verständnis für die Kultur der islamischen Welt - obwohl er während seiner gesamten Regierungszeit beinahe ununterbrochen Krieg gegen das Kalifat führte. weit mehr als jeden anderen christlichen Kaiser diente ihm ein ABBASIDEN-Kalif als Vorbild: der große Harun al-Raschid, der 809 gestorben war, als Theophilos fünf Jahre alt gewesen war. Wie Harun nahm er schon früh die Gewohnheit an, sich als Armer zu verkleiden und unerkannt durch die Straßen und über die Märkte Konstantinopels zu gehen, den Sorgen und dem Murren der Leute zuzuhören und sich immer wieder nach Preisen zu erkundigen, vor allem für Lebensmittel. Außerdem ritt er einmal in der Woche vom Großen Palast zur Blachernenkirche - ein Weg, der ihn quer vom einen Ende der Stadt zu anderen führte und in dessen Verlauf er seine Untertanen ermutigte, ihm Klagen über ungerechte Behandlung vorzutragen.
Aber neben aller Gerechtigkeitsliebe und vergleichsweisen Aufgeschlossenheit hatte Theophilos auch feste Vorstellungen von seinem Reich. Um einen byzantinischen Kaiser zu finden, der seine Vorliebe für Üppigkeit und Prunk teilte, müssen wir noch weiter in der Vergangenheit zurückgehen, in der Tat bis zu Justinian. Bereits im Jahre 830, als er erst wenige Monate auf dem Thron war, hatte Theophilos eine diplomatische Gesandtschaft nach Bagdad entsandt, angeblich mit dem Ziel, den Kalifen Mamun offiziell über seine Nachfolge zu informieren. Es scheint ihm jedoch in erster Linie darum gegangen zu sein, das arabische Nachbarvolk mit seinem Reichtum und seiner Großzügigkeit zu beeindrucken.
Woher all dieser Reichtum kam, bleibt allerdings ein Rätsel. In der Regierungszeit Michaels II. hatten sich die kaiserlichen Truhen bedenklich geleert, forderten doch Thomas' Aufstand und die dauernden, wenn auch größtenteils erfolglosen Feldzüge gegen sarazenische Eindringlinge auf Kreta und Sizilien ihren Preis. Zugegeben, Michael gab höchst ungern Geld aus und übte stets strengste Sparsamkeit. Er hätte jedoch nicht ein Viertel dessen sparen können, was sein Sohn mit solcher Freizügigkeit ausgab. Theophilos lebte nicht etwa über seine Verhältnisse, geschweige denn machte er Schulden. Im Gegenteil, er hinterließ die Schatzkammern sogar um einiges voller, als er sie vorgefunden hatte. Also muß das Reich irgendwann gegen Ende von Michaels Regierungszeit Zugang zu einer neuen, offenbar unerschöpflichen Quelle des Reichtums gefunden haben. Eine Studie aus jüngster Zeit führt dies auf die Öffnung oder Wiedereröffnung von Goldminen, vermutlich in Armenien, zurück, mit dem zusätzlichen Argument, es gebe Beweise dafür, dass die Wirtschaft jener zeit einen heftigen Inflationsschub erlebte. Der neue Basileus jedenfalls hatte Glück. Er besaß sowohl eine Schwäche für kostbare Dinge als auch die Mittel, sie sich leisten zu können. Er leitete umgehend ein ausgedehntes Bauprogramm für die Hauptstadt in die Wege, das sich zur Hauptsache auf den Großen Palast konzentrierte.
Es war eine bedauernswerte Laune des Schicksals - und niemand mag dies stärker empfunden haben als Theophilos selbst -, dass dieser von Natur aus araberfreundlichste aller byzantinischen Herrscher fast während seiner gesamten Regierungszeit mit islamischen Truppen im Krieg lag. 16 Jahre war es an der Ostfront ruhig gewesen. Zwar gab es kein formelles Friedensabkommen, doch hatte das Kalifat mit einem ausgedehnten Aufstand der hurramitischen Sekte zu kämpfen und die bis zu diesem Zeitpunkt üblichen jährlichen Einfälle unterbrechen müssen. Dann flammten im Jahre 829 die Feindseligkeiten erneut auf. Bis zu einem gewissen Grad scheint dies auf einen Fehler von Theophilos zurückzuführen sein. Es wäre ihm zwar unendlich lieb gewesen, freundschaftliche Beziehungen zu seinen arabischen Nachbarvölkern aufrechtzuerhalten, denn dies hätte auch einen kulturellen und intellektuellen Austausch erlaubt. Als aber kurz nach seiner Thronbesteigung ein hurramitisches Heer auf Reichsgebiet vorstieß und sich unter dem kaiserlichen Banner anwerben lassen wollte, vermochte er dem so verlockenden Angebot nicht zu widerstehen. Er siedelte die neuen Soldaten im neugeschaffenen Themen Chaldia an der Nordostgrenze an. Dies konnte Kalif Mamun nicht anders denn als Akt der Feindseligkeit deuten, und es verwundert nicht, dass sich ein sarazenisches Heer innerhalb einiger Monate wieder auf dem Kriegspfad befand.
In den ersten Feldzügen lachte das Glück Theophilos. 830 führte er eine siegreiche Expedition auf feindliches Gebiet an, wo er mit seinen Truppen die Stadt Zapetra plünderte. Im Jahr darauf fiel er in das moslemisch besetzte Kilikien ein. Dabei erzielte er so zufriedenstellende Resultate, dass er sich bei der Rückkehr mit seinem siegreichen Heer selbst mit einem Triumphzug belohnte. Die Feierlichkeiten waren so eindrucksvoll, dass uns die Chronisten eine detaillierte Beschreibung hinterlassen haben.
Im Herbst desselben Jahre erlitt die kaiserliche Armee eine schwere Niederlage. Theophilos sah sich gezwungen, Mamun zwei Briefe zu schreiben - der erste war zurückgewiesen worden, weil er mit dem eigenen Namen begonnen hatte und nicht mit dem des Adressaten. Gegen die Rückgabe mehrerer Festungen und die Einwilligung in einen fünfjährigen Frieden bot er dem Kalifen 100.000 Golddinar und 7.000 Gefangene an. Aber auch in der respektvollen Neufassung wurde der Brief mit dem Angebot abgelehnt. Und einem dritten Antrag zu Beginn des folgenden Jahres war ebenfalls nicht mehr Erfolg beschieden. Kurz zuvor war der wichtige Stützpunkt Lulon, der im Norden den Zugang nach Kilikien gesichert hatte, in sarazenische Hände gefallen. Der Kalif machte deutlich, dass er keinem Frieden zustimme, solange nicht sowohl der Kaiser als auch das gesamte Reich dem Christentum abschwören und zum Islam übertreten würden. Bis Mamuns Bruder und Nachfolger Mutasim nach dessen Tod im August 833 die üblichen Anfangsschwierigkeiten überwunden und seine Autorität gefestigt hatte, gab es für Byzanz eine Atempause. 837 flammten die Feindseligkeiten jedooch erneut auf. Einmal mehr sah es zu Beginn gut aus für Theophilos, der in der Zwischenzeit viel unternommen hatte, um seine Armee zu stärken. Feldzüge nach Mesopotamien und in den Westen von Armenien verliefen so erfolgreich, dass sie, zumindest in seinen Augen, einen weiteren Triumphzug rechtfertigten. Bei den nachfolgenden Spielen nahm er sogar persönlich an den Wettkämpfen teil. In der Kleidung der Blauen lenkte er einen weißen Wagen und - wie hätte es anders sein können - gewann mit großem Abstand, während ihm die Menge zujubelte: "Willkommen, Unvergleichlicher Sieger!"
Doch wieder hatte Theophilos zu früh gefeiert. Im April 838 ritt Mutasim an der Spitze eines Heeres aus seinem Palst in Samarra; eine unserer verläßlichsten Quellen schätzte es auf 50.000 Mann, ebenso viele Kamele und 20.000 Maultiere. Auf seinem Banner stand als einziges Wort Amorion: die Heimat der kaiserlichen Familie und mittlerweile zweitwichtigste Stadt des Byzantinischen Reiches. Er hatte offensichtlich vor, sie in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. Ein, zwei Wochen später - vermutlich sobald er vom Ausrücken des Kalifen mit dem Heer erfahren hatte - brach Theophilos in Konstantinopel auf, entschlossen, ihm den Weg abzuschneiden. In Dazimon (heute Toktat) traf sein Heer auf eine Abteilung der sarazenischen Streitmacht. Zuerst sah allea gut aus, dann aber verdunkelte sich der Himmel, und es begann in Strömen zu regnen. Da bemerkte der Kaiser, dass der Heeresflügel auf der anderen Seite sich in Schwierigkeiten befand. Unverzüglich führte er 2.000 Soldaten hinter dem Mittelfeld herum, um den anderen zu Hilfe zu eilen, vergaß aber zu seinem Unglück, seinen Unterbefehlshabern zu signalisieren, was er vorhatte. Kaum war er verschwunden, hieß es sogleich, er sei gefallen. Eine Panik brach aus, worauf alle Mann - wie fast immer in solchen Fällen - die Flucht ergriffen. Als der Regen aufhörte und es wieder hell wurde, erkannte Theophilos, dass er und seine Soldaten umzingelt waren. Es gelang ihnen, alerdings unter schweren Verlusten, sich freizukämpfen, hauptsächlich, weil der Regen die Bogensehnen unbrauchbar gemacht und damit die feindlichen Schützen außer Gefecht gesetzt hatte. Die Schlacht war verloren, die überlebenden Soldaten waren in alle Winde zerstreut, und der Kalif marschierte bereits auf Ankyra, das sich wenige Tage später kampflos ergab.
Als Mutasim aber sein siegreiches Heer vor Amorion zusammenzog, machte es dennoch ganz den Anschein, als ob die Eroberung dieser großen und stark befestigten Stadt kein leichtes Unterfangen würde. Dem wäre auch zweifellos nicht so gewesen, hätte er in dieser Bastion nicht eine Schwachstelle gegeben, die trotz des ausdrücklichen Befehls des Kaisers, sie angemessen zu verstärken, nur rasch mit Kies gefüllt und oberflächlich zugepflastert worden war. Von dieser empfindlichen Stelle erfuhren die Belagerer durch einen zum Islam übergetretenen Einheimischen. Sofort ließ der Kalif alle verfügbaren Belagerungsmaschinen darauf richten, und innerhalb weniger Tage war eine Bresche geschlagen. Doch auch danach setzten die Reichstruppen den Kampf fort. Schließlich entsandte der Befehlshaber drei Offiziere und den örtlichen Bischof mit dem Angebot zu Mutasim, man werde die Stadt gegen freies Geleit für alle, die gehen wollten, ausliefern. Mutasim lehnte das Angebot ab und bestand auf einer bedingungslosen Kapitulation. Darauf nahm einer der Offiziere, ein gewisser Boiditzes, einen arabischen Feldherrn beiseite und sagte ihm Kolloboration zu. Was er genau unternahm, ist nicht überliefert. Vielleicht löste er in dem Augenblick seine Truppen auf oder befahl ihnen, erst zu feuern, wenn er den Befehl dazu erteilte. Jedenfalls konnten die Sarazenen danach ungehindert in die Stadt einmarschieren. Amorion war gefallen.
Die Nachricht von der Zerstörung Amorions - Mutasim hatte Wort gehalten - wurde in Konstantinopel mit Entsetzen aufgenommen. Man betrachtete die Katastrophe nicht nur als schweren Schlag gegen das Zentrum des Reichs, sondern auch als persönliche Beleidigung des Kaisers und seiner Dynastie. Theophilos, den die zunehmende Macht des Islam ernsthaft beunruhigte, sandte sogleich einen leidenschaftlichen Hilferuf an Kaiser LUDWIG und schlug ihm eine gemeinsame Offensive vor. Soweit verifizierbar ist, bestand seine ursprüngliche Idee darin, dass das Ostreich zu einem Großangriff auf Kreta ansetzen sollte, während gleichzeitig der Westen gegen Sizilien und Süd-Italien vorging. Möglich ist aber auch, dass es einen noch viel ehrgeizigeren Plan gab: einen kombinierten Angriff auf das sarazenische Nord-Afrika und sogar Ägypten. Zusätzlich kam man überein, die Verbindung der beiden Reiche durch die Ehe zwischen einer von Theophilos' Töchtern und LUDWIGS Enkel, dem zukünftigen LUDWIG II., zu besiegeln.
Im Juni 839 wurdeden byzantinischen Gesandten am kaiserlichen Hof in Ingelheim ein herzlicher Empfang bereitet, und die damals begonnenen Gespräche dauerten in unregemäßigen Abständen über vier Jahre hinweg an, obwohl in dieser Zeit beide Kaiser starben. Hätten die Verhandlungen Früchte getragen, wäre der Zeitpunkt für den Anfang der Kreuzzüge wohl 250 Jahre früher eingetreten. Sie führten jedoch zu nichts. Der Kalif unternahm im übrigen nicht sogleich den Versuch, seinen Siegeszug fortzusetzen. Erst 842 segelte eine riesige Flotte aus syrischen Häfen gegen Konstantinopel. Sie fiel einem plötzlichen Sturm zum Opfer; von siebn abgesehen zerschellten sämtliche 400 Dromond. Mutasim erfuhr jedoch von dem Unglück nie. Er war bereits am 5. Januar in Samarra gestorben.
Angesichts seiner Bewunderung für die arabbische Kunst und Kultur überrascht es kaum, dass Theophilos die ikonoklstische Haltung seiner unmittelbaren Vorgänger teilte.
Als Kaiser Theophilos am 20. Januar 842 im Alter von 38 Jahren an Dysenterie starb, endete das Zeitalter des Ikonoklasmus mit ihm.
Nach fünf Töchtern hatte Theodora einen Sohn zur Welt gebracht, der den Namen Konstantin erhielt, doch dieser starb noch als Säugling. Theophilos bestimmte deshalb seinen Schwiegersohn Alexios zum Nachfolger. Dieser Cäsar blieb solange potentieller Erbe, bis Theodora 840 nach 20 Jahren Ehe zu aller Überraschung dem künftigen Michael III. das Leben schenkte.
 
 
 
 

 821
  oo Theodora, Tochter des Turmarchen Marinuus
       um 805 11.2.867
 
 
 
 

Kinder:

  Michael III. der Trunkenbold
  838 23.9.867

  Maria
      

 838
  oo Alexios Musele Cäsar
           

  Pulcheria
      

  Konstantin
      

  Thekla
    

  Anna
     

  Anastasia
      
 
 
 
 

Literatur:
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Boshof Egon: Ludwig der Fromme. Primus Verlag Darmstadt 1996 Seite 163 - Browning Robert: Byzanz. Roms goldene Töchter. Die Geschichte des Byzantinischen Weltreiches. Gustav Lübbe Verlag GmbH Bergisch Gladbach 1982 Seite 60,71 - Ferdinandy Michael de: Der heilige Kaiser. Otto III. und seine Ahnen. Rainer Wunderlich Verlag Tübingen 1969 Seite 285 - Kashdan A.P.: Byzanz und seine Kultur. Akademie-Verlag Berlin 1968 Seite 28 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band II Seite 59-72 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 195 -