Thekla                                              Prinzessin von Byzanz
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um 830 um 870
 

Tochter des Kaisers Theophilos von Byzanz und der Theodora, Tochter von Turmarch Marinus; Schwester des Kaisers Michael III.
 

Norwich John Julius: Band II Seite 108
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Drittens, und dies ist in mancher Hinsicht besonders merkwürdig: Hätte Eudokia mit Basileios als dessen Frau zusammengelebt, hätte der Kaiser sich doch kaum die Mühe gemacht, seinem Favoriten eine Bettgenossin zuzuführen, und wohl schon gar nicht seine Schwester Thekla, die kurz zuvor aus ihrer klösterlichen Abgeschiedenheit befreit worden war, weil sie sich offensichtlich nicht dafür geeignet hatte, und die nun diese unwahrscheinliche Menage aquatre komplettieren sollte. Basileios' Liaison mit ihr war aber doch vielleicht nicht mehr als eine Zwischenstation. Thekla ging ihrerseits schon bald ein Verhältnis mit einem adligen Höfling Johannes Neatokomites ein, dem aber leider kein Glück beschieden war. Basileios kam dahinter und ließ die beiden schwer züchtigen. Johannes erhielt die Tonsur und verschwand in einem Kloster, während Theklas gesamtes Eigentum außer ihrem Haus in Blachernae konfisziert wurde. Sie starb dort ein paar Jahre später.
 
 
 

Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band II Seite 108 -