Maurikios                                       Kaiser von Byzanz (582-602)
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539 23.11.602 ermordet
Arabissus
 

Sohn des Kappadokiers N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VI Spalte 411
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Maurikios, byzantinscher Kaiser
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* 539, 27. November 602 hingerichtet
Arabissos (Kappadokien)

War nach juristischer Ausbildung (notarius) in der Hofverwaltung und im diplomatischen Dienst tätig. Unter Justin II. comes der Gardetruppen, übernahm Maurikios 577 ein Feldherrnkommando im Persischen Krieg (bis Sommer 582). Am 5. August 582 wurde er zum Cäsar ausgerufen, am 13. August zum Kaiser. Zirka Mitte September 583 heiratete er Constantina, die Tochter seines Vorgängers, die ihm sechs Söhne und fünf Töchter gebar. Er wurde durch Phokas abgesetzt und mit den Söhnen hingerichtet. In seine dank Theophylaktos Simokates und andere Quellen gut dokumentierte Regierungszeit fiel das massive Vordringen der Avaren und Slaven in die Balkanhalbinsel und nach Griechenland, während der Krieg an der Ostgrenze durch den Frieden mit Chosroes II. 591 beendet wurde. Er errichtete die Exarchate Ravenna und Kartghago und ist wahrscheinlich Verfasser eines Kriegshandbuches.



Thiele, Andreas: Tafel 492
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

MAURIKIOS
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    602 ermrodet

Maurikios wurde am 13.8.582 Caesar und Erbe und kurz darauf Nachfolger von Tiberius II. Er wurde als Mann ernsthafter Vorsätze geschildert, pflichtbewußt, aber ohne große Ausstrahlung. Er war vor 582 Patricius, Magister militum und Befehlshaber der kaiserlichen Leibgarde des Tiberius. Als Comes foederatum und Magister militum hatte er ab 577 den Oberbefehl gegen die Perser, den er erfolgreich gestaltete. Seine Generale, unter anderem der Schwager Germanus, setzten 582 den Krieg mit wechselnden Erfolgen fort, er konnte aber letztlich die innere persische Zerrissenheit ausnützen und 591 Frieden schließen, in dem er Armenien völlig zurückgewann. Die letzten Besitzungen in Spanien gingen an die Westgoten verloren. Er besaß in Italien nur noch geringe kaiserliche Autorität, faßte die römisch-byzantinischen Restbesitzungen zum Exarchat von Ravenna zusammen, die in Afrika zum Exarchat Karthago. Er geriet hart gegen Papst Gregor I. den Großen, der 593 die Langobarden-Herrschaft in Italien notgedrungen anerkennen mußte. Er verlor auf dem Balkan die byzantinische Hegemonie gegenüber den Slawen an die Awaren, die immer stärker wurden. Die Besiedlung des Balkans durch die Slawen begann. Seine durch die Staatsfinanzen erzwungene Sparsamkeit wurde ihm als Geiz ausgelegt und trug zu seinem Sturz bei. Es kam zu etlichen Meutereien wegen des knappen Soldes und ungeschickter militärischer Führung. Es war eine Zeit zunehmenden Einflusses des Senates als Reaktion auf die Schwäche des Kaisertums und den vorangegangenen Absolutismus. Er wurde mit der Familie Opfer der Revolte des Phokas.

 582
  oo KONSTANZE VON BYZANZ
            

Tochter des Kaisers Tiberius II.

Konstanze mußte 602 Nonne werden und wurde 605 ermordet.



13.8.582
   oo Constantia von Byzanz, Tochter des Kaisers Tiberios
              605 ermordet
 
 
 
 

9 Kinder:

  Petrus Prinz
        23.11.602 ermordet

  Tiberios Prinz
       23.11.602

  Prinz
       23.11.602

  Prinz
       23.11.602

  Theodosius (III.)
  585-23.11.602 ermordet

  3 Töchter wurden 605 ermordet.
 
 
 
 

Literatur:
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Browning Robert: Byzanz. Roms goldene Töchter. Die Geschichte des Byzantinischen Weltreiches. Gustav Lübbe Verlag GmbH Bergisch Gladbach 1982 Seite 21,29,47 - Ewig Eugen: Die Merowinger und das Frankenreich. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1988 Seite 46,49 - Gregor von Tours: Fränkische Geschichte. Phaidon Verlag, Essen und Stuttgart 1988 Buch VI Kapitel 30,42,43; Buch VIII Kapitel 18; Buch IX Kapitel 25; Buch X Kapitel 1-4 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band I Seite 323-333 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 388 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 492 - Thiess Frank: Die griechischen Kaiser. Die Geburt Europas. Paul ZsolnayVerlag Gesellschaft mbH Hamburg/Wien 1959 Seite 51,65,69,99,121,144,148,153,155,163, 172,175,182,189,214,232,258,261,263,271,282,298,302,363,367,403,406,418,429,452,513 -