Leon II.                                         Kaiser von Byzanz (473-474)
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467 Ende November 474
 

Ältester Sohn des späteren Kaisers Zenon von Byzanz aus seiner 2. Ehe mit der Ariadne, Tochter von Kaiser Leon I.
 

Veh Otto: Seite 77
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"Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr."

Leo II.

Oströmischer Kaiser 474
Der minderjährige Enkel Leos I. und Sohn Zenos unterstand während seiner kaum einjährigen Regierung der väterlichen Vormundschaft.

RE XII 1947, KP III 562.



Thiele, Andreas: Tafel 490
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

LEON II.
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Seit 473 Mit-Kaiser.



Leon II. folgte seinem gleichnamigen Großvater auf dem Thron und wurde von seinem Vater beseitigt.

Norwich John Julius: Band I Seite 192
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Fünf Monate vor seinem Tod bestimmte Leon I. nicht Zenon, den Mann seiner Tochter Ariadne, sondern dessen Sohn Leon zum Nachfolger. Ariadne hatte ihren Sohn angewiesen, seinen Vater auf der Stelle zum Mit-Kaiser zu krönen, wenn er ihm im Hippodrom huldige. Gut, dass sie dafür gesorgt hatte, denn neun Monate später war der junge Leon tot.

Grant, Michael: Seite 393,409
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"Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik."

Im Oktober 473 ließ Leo I. seinen gleichnamigen Enkel, den damals noch sehr jungen Sohn des Zenon und der Aelia Ariadne, als Leo II. zum Augustus ausrufen.
Leo gab Zenon, der zuvor mit Arcadia verheiratet war, seine ältere Tochter Aelia Ariadne zur Frau und ernannte ihn für den Zeitraum 467-468 zum Heermeister in Thrakien.
Als Leo I. am 18. Januar 474 starb, wurde der Knabe dem Titel nach oströmischer Kaiser. Am 9. Februar 474 wurde ihm sein Vater als Vormund und Mitherrscher zur Seite gestellt. Die Initiative ging vom Senat und von Leos Witwe Aelia Verina aus. Die Münzen, die in Konstantinopel erschienen, zeigen das übliche Brustbild mit Helm und Panzer und die Inschrift "Unsre Herren Leo [II]. und Zenon, Augusti für immer". Das Brustbild ist das eines erwachsenen Mannes und wird als die eine Abbildung Zenons gedeutet. Auf der Rückseite sieht man, umgeben von der Inschrift "Das Heil des Staates" [SALVUS REIPVBLICAE] die beiden Herrscher nebeneinandersitzen, und zwar Leo II., obwohl von winziger Gestalt, rechts neben Zenon, um zum Ausdruck zu bringen, daß er der ranghöhere der beiden Augusti ist. Doch noch vor Jahresende war Leo II. tot, und es lief das Gerücht um, daß sein Vater ihn getötet habe.

Offergeld Thilo: Seite 59
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"Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter."

Die kurze Kindkaiserherrschaft des knapp siebenjährigen Leo II. (474) hinterließ keine tieferen Spuren [36 Leo, durch seine Mutter Ariadne ein Enkel Kaiser Leos I., war gewissermaßen anstelle seines mächtigen, aber unpopulären und dynastisch weniger legitimierten Vaters Zeno zum Kaiser erhoben worden. Nachdem der Sohn als Augustus installiert war, konnte Zeno seine Stellung ebenfalls mit höchster Legitimität versehen und seine Ernennung zum Mit-Kaiser erwirken; vgl. Eckard Wirbelauer, Leo I., in: Clauss, Kaiser, Seite 406-411, hier 411, Demandt, Spätantike Seite 188. Damit dürfte Leo der einzige minderjährige Herrscher überhaupt gewesen sein, der seinen eigenen Vater zum Mitregenten erhob.], die langen Regierungszeiten eines Zeno (474-491) und Anastasius (491-518) bildeten im ganzen doch stabile Brücke zu der unter Justin und Justinian folgenden Neukondolisierung der oströmischen Monarchie.
 
 
 
 

Literatur:
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Ensslin Wilhelm: Theoderich der Große. F. Bruckmann KG München 1959 Seite 40 - Grant, Michael: Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik. Bechtermünz Verlag Augsburg 1977 Seite 383,391,393,410,413 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band I Seite 192 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 59 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 490 - Veh Otto: Lexikon der römischen Kaiser. Von Augustus bis Iustinianus I. 27 v. Chr. bis 565 n. Chr. Artemis & Winkler Verlag Düsseldorf/Zürich 1998 Seite 77 -