Älteste Tochter des Kaisers
Theodor
I. Laskaris von Nikäa aus seiner 1. Ehe mit der
Anna
von Byzanz, Tochter von Kaiser
Alexios
III.
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1720
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Laskaris
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Mit Theodoros Laskaris,
der um 1200 Anna, die Tochter
Alexios III. Angelos (1195-1203) heiratete
und zum Despotes ernannt wurde, und seinem Bruder Konstantinos,
der am 12./13. April 1204 zum Kaiser ausgerufen wurde, stieg die
Familie zu den höchsten Würden auf. Konstantin
starb wahrscheinlich schon 1205, während Theodoros
im selben Jahr zum Kaiser ausgerufen und im Frühjahr 1208 in
Nikaia gekrönt wurde. Ihm folgte 1222 der seit 1212 mit Theodoros‘
Tochter
Eirene
verheiratete
Johannes
Dukas Vatatzes auf den Thron, der Theodoros‘
I. Brüder, die
Sebastokraten Alexios und
Isaak, 1224 bei Poimanenon besiegte und blenden ließ.
IRENE
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† 1239
Irene Laskaris stürzte 1222 vom Pferd und war seitdem unfruchtbar.
1212
oo JOHANNES
III. DUKAS-BATATZES, 1222 Kaiser von Nikaia
† 1254
Theodor I. Laskaris
war ein fähiger Herrscher gewesen, der mehr geleistet hat, als man
1205 für möglich gehalten hätte. Er hinterließ keine
Söhne, und die Wahl Johannes Vatatzes',
des Mannes seiner älteren Tochter Irene,
zum Nachfolger schien eine reine Formalität.
1244 konnte er sie noch weiter ausbauen. Kaiserin
Irene, seine erste Frau und Tochter seines Vorgängers
Theodor I. Laskaris, war gestorben.
VATATZES
ging mit gutem Beispiel voran, indem er ein Landgut gewinnträchtig
bewirtschaften ließ. Zum Beweis dafür, was eine bedachte und
effiziente Haushaltführung leisten kann, wurde vom Erlös aus
dem Verkauf von Eiern die sogenannte "Eierkrone" - erworben, ein juwelengeschmücktes
Diadem, das Kaiserin
Irene, Johannes' erster
Frau, in aller Öffentlichkeit überreicht wurde. Dieses Diadem
hatte sich Irene
redlich verdient, denn sie war ihrem Ehemann durchaus ebenbürtig.
Gemeinsam ließen die beiden zahlreiche Krankenasyle, Waisenhäuser
und andere karikative Einrichtungen bauen, sie beschenkten Kirchen und
Klöster und setzten sich unermüdlich für die Armen ein.
Sie förderten auch Kunst und die Literatur und legten damit den Grundstein
für die aufsehenerregende kulturelle Erneuerung während der Regierungszeit
ihres Sohnes Theodor, als Nikäa
eine Generation lang das Zentrum byzantinischer Kultur war wie Konstantinopel
in den vergangenen Jahrhunderten. In der Folge verehrte und liebte das
Volk sein Kaiserpaar aufrichtig.
1212
oo 1. Johannes III. Dukas Batatzes Kaiser
von Nikäa
1193 † 3.11.1254
Kinder:
Theodor II.
1222 † 24.12.1258
Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des
oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München
1993 Band III Seite 218-248 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 207 -