Herakleios                                       Mit-Kaiser von Byzanz
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um 650 681 ermordet
 

Sohn des Kaisers Constans II. von Byzanz
 

Thiele, Andreas: Tafel 193
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

HERAKLIOS II.
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    681 ermordet

Heraklios II. war seit 659 Mit-Kaiser und wurde von seinem Bruder verstümmelt, was seinen Tod zur Folge hatte.



Thiess Frank: Seite 616,627,656
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"Die griechischen Kaiser. Die Geburt Europas."

Als er nach Syracus übersiedelte, hatte er Konstantin und seine beiden im Jahre 659 zu Mitregenten ernannten Brüder Herakleios und Tiberios vergeblich nach Sizilien gerufen. Er mußte es hinnehmen, daß die Bevölkerung Konstantinopels wie auch der Kämmerer Andreas und ein Patrikios Theodoros die Abreise der Prinzen nicht zuließen. In der Hauptstadt galt sein Wort nichts mehr, und in Syracus stand es nicht besser um ihn.
Im Jahre 669 hatte das armenische Korps eine Abordnung nach  Konstantinopel geschickt und verlangt, daß neben Konstantin auch seine beiden Brüder Herakleios und Tiberios, die den Cäsaren-Titel trugen, als Mitregenten gekrönt würden. Daß die Armee sich in dynastische Fragen einmischte, war nichts Neues mehr.
Konstantin entzog seinen Brüder die Cäsaren-Titel. Ein Schlag, der klar erkennen ließ, daß er mit dieser vorbeugenden Maßnahme entschlossen war, auch die eigene Familie nicht zu schonen, falls sie gegen seine Alleinregierung murrte. Die Brüder waren noch halbe Kinder, sie werden nicht gegen ihn opponiert haben.
Wie lange aber diese Bestrebungen nach der Niederschlagung des Pronunciamento der armenischen Feldarmee nachwirkten, ergibt sich aus der erst 681 erfolgten Verstümmelung seiner Brüder. Offenbar haben die Kreise, deren Sinn auf ein religiöses Triumvirat gerichtet war, keine Ruhe gegeben, und Konstantin hat nach der Ernennung seines Sohnes zum Mitregenten, die 681 erfolgte [4 Dölger, Regesten, lt. Angabe unter Titelüberschrift Konstantinos IV. sollen Herakleios und Tiberios bis 681 Mitregenten gewesen sein, was nur denkbar wäre, wenn man den Putsch ins Jahr 681 verlegt. Laut Theophanes, 352, 10, erfolgte das Pronunciamento aber schon im Jahre 669, und es kann kein Zweifel darüber möglich sein, daß Konstantin seinen Brüdern schon im Zusammenhange mit diesem Putschversuch die Cäsaren-Titel entzog. Vgl. dazu Ostrogorsky, Geschichte, 84, Anm. 3.], die Exekution vorgenommen.
Aus den byzantinischen Historikern läßt sich nicht entnehmen, wie weit schon im Jahre 680 die Dinge gediehen waren oder wann der Kaiser von geheimen Verhandlungen zugunsten seiner Brüder erfahren hatte. Jedenfalls ließ im nächsten Jahr Herakleios und Tiberios die Nasen abschneiden, um ihre Herrschaftsansprüche damit ein für allemal ungültig zu machen.
 
 
 
 

Literatur:
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Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 193 - Thiess Frank: Die griechischen Kaiser. Die Geburt Europas. Paul ZsolnayVerlag Gesellschaft mbH Hamburg/Wien 1959 Seite 616,627,656 -