Sohn des Magister militum Armatus
(Harmatios); Neffe der Kaiserin
Verina
und des
Gegen-Kaisers
Basiliskos
I. von Byzanz
Thiele, Andreas: Tafel 490
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband"
BASILISKOS II.
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Sohn des Magister militum Armatus
Basiliskos II. wurde
von Zenon adoptiert und 477
zum Caesar erhoben. Er wurde abgesetzt und zum Bischof von Kyzikos
bestimmt.
Zenons früheres
Mißtrauen konzentrierte sich nun auf Harmatios, dessen Arroganz
und Narzißmus ein Ausmaß erreicht hatten, dass man um seinen
Verstand fürchten mußte. Um selbst Prätorianer-Präfekt
zu werden und seinen Sohn zum Cäsar zu machen, hatte er skrupellos
seinen Onkel Basiliskos und seine Geliebte
hintergangen. Warum sollte er also seinem Kaiser gegenüber loyal sein,
vor allem nachdem der junge Cäsar erwachsen geworden war? Die Chronisten
betonen einhellig, daß Zenon
mit seinem Gewissen rang, doch stand die Entscheidung bereits fest: Harmatios
mußte weg. Es war nicht schwer, unter dessen vielen Feinden einen
Mörder zu dingen, und die war rasch ausgeführt. Dem Sohn des
Toten gegenüber, der den Namen seines Großonkels Basiliskos
trug, war der Kaiser nachsichtiger: Er wurde bloß seines Ranges und
Titels entkleidet und gezwungen, in den Kirchendienst einzutreten. Ein
paar Jahre später taucht er als Lector in der Kapelle des kaiserlichen
Blachernenpalastes auf, und er beschloß sein Leben als Bischof
von Kyzikos. Kann sein, daß ihm die Entlastung von kaiserlicher
Verantwortung durchaus gelegen kam; falls dies zutrifft, kann man es ihm
nicht verübeln.
Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des
oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München
1993 Band I Seite 201 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 490 -