Einziger Sohn des Markgrafen
Hermanns VI. von Baden und der Gertrud
von Österreich, Tochter von Herzog Heinrich
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 954
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Friedrich von Baden-Österreich
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* 1249, + 29. Oktober 1268
Neapel
Eltern: Markgraf Hermann VI. von Baden und Gertrud, Tochter des österreichischen Herzogs Heinrich "des Gottlosen".
Zusammen mit Konradin, von dessen künftiger Königswürde er die Überwindung Ottokars von Böhmen erwartete, der ihm die mütterlichen Erbansprüche auf Österreich und Steiermark streitig machte, wurde er von Karl von Anjou nach der Schlacht bei Tagliacozzo gefangengenommen und hingerichtet.
Literatur:
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F. Geldner, Konradin. Das Opfer eines großen Traumes,
1970 - P. Herde, Karl von Anjou, 1979, 53, 62-65.
Herde Peter: Seite 61-65
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"Karl I. von Anjou"
Der Römer Johann Frangipani nahm Konradin
und seine Begleiter am 8. September bei Astura südlich von Anzio gefangen,
als sie mit dem Schiff nach Sizilien übersetzen wollten und lieferte
sie an Karl von Anjou aus. Der STAUFER
und seine Begleiter wurden in entwürdigender Weise nach Neapel gebracht
und im Castell dell 'Ovo eingekerkert. Zum Tode verurteilt, bekundeten
Konradin
und Friedrich von Baden vor dem Connetable
Jean Britaud de Nangis ihre testamentarischen Verfügungen. Friedrich
von Baden vermachte seinen gesamten Besitz in Österreich
(den er beanspruchte, aber nicht innehatte) ebenfalls den beiden Bayern-Herzögen,
Steiermark seiner Mutter; den beiden Herzögen empfahl er Gattin und
Schwester zum Schutz. Nach Beichte und Requiem in der Kapelle des Kastells
wurden
Konradin und Friedrich
von Baden am gleichen Tag, den 29. Oktober, vor einer
großen Menschenmenge auf der Pizza del Marcato in Neapel enthauptet.
Die Leichen wurden zunächst in der Nähe des
Judenfriedhofs im Sand der Küste verscharrt. Wohl auf Veranlassung
von Konradins Mutter Elisabeth
wurden die Gebeine in der unter Karls
Sohn und Nachfolger,
Karl II. von Anjou,
über ein Jahrzehnt später errichteten Karmeliterkirche an der
Pizza del Mercato beigesetzt.
Lechner Karl: Seite 304,306
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"Die Babenberger"
Am 4. Oktober 1250 war nämlich Herzog-Markgraf
Hermann von Baden plötzlich gestorben. Aus der Ehe mit Gertrud
waren
zwei Kinder hervorgegangen: Friedrich,
der sich später "Herzog von Österreich und Steier" nannte
und als Markgraf von Verona in Neapel 1268 hingerichtet wurde,
und Agnes,
die später Herzog Ulrich III. von Kärnten und Krain heiratete.
Gertrud
erhielt einige Orte in der West- und oberen Steiermark zu ihrem Unterhalt,
wobei sie besonders Judenburg und Voitsberg bevorzugte.Aber noch weiter
nannte sie sich ducissa Austrie et Stirie, wie ihr Sohn
Friedrich dux Austrie et Stirie.
Sie hielt also an ihren Ansprüchen auf die babenbergischen Länder
für sich und die Kinder fset.
Literatur:
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Herde Peter: Karl I. von Anjou Verlag W. Kohlhammer
Stuttgart Berlin Köln Mainz 1979 Seite 53,62-65 - Lechner Karl:
Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976-1246,Böhlau
Verlag Wien-Köln-Weimar 1992, Seite 304, 306,414 AQ 45 -