Agnes von Baden                                      Herzogin von Kärnten
----------------------                                    Gräfin von Heunburg
1249-2.1.1295
 

Einzige Tochter des Markgrafen Hermanns VI. von Baden und der Gertrud von Österreich, Tochter von Herzog Heinrich dem Gottlosen
 

Agnes von Baden war die letzte BABENBERGERIN.

Lechner Karl: Seite 307
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"Die Babenberger"

Gertruds Tochter Agnes hatte sich nach 1263 mit dem SPANHEIMER Herzog Ulrich III. von Kärnten verheiratet. Herzog Ulrich III. war der letzte regierende Kärntner Herzog aus dem Hause SPANHEIM und starb 1269. Im Jahr darauf heiratete Agnes den Kärntner Grafen Ulrich von Heunburg. Sie erhoben gemeinsame Erbansprüche auf babenbergische Hinterlassenschaften, auf die sie erst 1279 gegen Ablöse in Geld verzichteten. Mit Agnes, der Gräfin von Heunburg, die 1295 starb, verschied der letzte Sproß aus babenbergischen Hause in den österreichischen Ländern.

Franzl Johann: Seite 194
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"Rudolf I."

1279 lebte noch eine BABENBERGERIN, Agnes, eine Großnichte Friedrichs des Streitbaren und Tochter jener Gertrud, die einst zu Verona sich mit Kaiser FRIEDRICH II. hätte vermählen sollen. Agnes hat offenbar den Trotzkopf ihrer Mutter geerbt. Starrsinnig machte sie ihre Rechte geltend auf den BABENBERGER-Besitz, der ja nach allgemeiner Ansicht ein "Weiberlehen" ist. Auch dem König Ottokar von Böhmen war sie einst mit ihren Forderungen in den Ohren gelegen, doch der löste dieses lästige Problem auf seine Weise, zwang Agnes, die Fürstin, zu einer nicht standesgemäßen Ehe mit dem Grafen von Heunburg und dann das junge Paar zum Verzicht auf dessen vermeintliche oder wirkliche Rechte. Nun, da der Böhmen-König tot ist, erheben der Heunburger und seine Frau neuerlich Ansprüche auf Teile des babenbergische Erbes. Persönlich erscheinen sie in Judenberg und wollen vor König RUDOLF ihr Anliegen vortragen. Der HABSBURGER kann die lästigen Bittsteller nicht so leicht abschmettern wie einst Ottokar, wo er doch selber auf das feierlichste erklärt hat, dass alles, was unter dem Böhmen-König durch Zwang geschehen, null und nichtig sei. Vorerst versucht er, seine hartnäckig auf ihr Recht pochenden Kontrahenten hinzuhalten. Der Verzicht, so dekretierten die königlichen Amtleute, sei rechtens, doch kann RUDOLF aus Rücksicht auf die mächtigen Freunde, die Ulrich von Heunburg unter den steirischen Adeligen hat, diese für ihn so vorteilhafte Rechtsmeinung nicht durchsetzen. Er hat sich in den Fußangeln verheddert, die er selbst ausgelegt. Zähneknirschend entschließt er sich zu einem Kompromiß. Er wird der BABENERGERIN ihre Rechte ablösen. Die geschäftstüchtige Dame verlangt 6.000 Mark, kein Pappenstiel angesichts der Tatsache, dass ihre Ansprüche Fiktion sind und sie kaum Chancen hat, sie durchzusetzen, wenn es hart auf hart geht. Der HABSBURGER aber hat aus Ottokars trübem Beispiel gelernt, er wird sich dieser eher läppischen Causa wegen den steirischen Adel nicht zum Feind machen und sich schon gar nicht dem Verdacht aussetzen, auch er beuge das Recht und trete alte Rechte mit Füßen. Die verlangten 6.000 Mark freilich trägt er nicht bei sich im Geldbeutel herum, er, der schon viel geringere Summen nicht aufzubringen vermag, was er auch freimütig zugibt: "Quia fiscusregalis paratam ad manus pecuniam non habet", greift er zum altbewährten Mittel der Verpfändung und überschreibt dem Ehepaar Einkünfte und Besitzungen in der S-Steiermark.
 
 
 
 

    1263
  1. oo Ulrich III. Herzog von Kärnten
          1220-27.10.1269

  1270/71
  2. oo Ulrich III. Graf von Heunburg
                 - um 1308
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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