Sohn des edelfreien Herrn NN von Beutelsbach (eventuell Sohn
des dominus Cuono aus dem
Hause der SALIER)
Dieter Mertens: Seite 240-244
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"Vom Rhein zur Rems"
Hier bietet sich Beutelsbach an, genauer gesagt die um jenen Konrad,
der sich zunächst nach Beutelbach, dann nach der Burg Wirtemberg
benannte, gruppierten Personen, das sind Konrads
Geschwister Bruno und Liutgart,
seine Ehefrau Werndrut und sein Schwestersohn Konrad.
Hier kann in der Tat eine bestimmte Verwandtengruppe namhaft gemacht
werden, und zwar aufgrund ihrer Personennamen, Wirkungsorte, ihres Besitzes,
Ansehens und Adelsranges. Die sich wechselseitig stützenden Indizien
erlauben es, Verbindungslinien der gesuchten Art zu ziehen und Verwandtschaft
wahrscheinlich zu machen. Es handelt sich um die Brüder Konrad
und Bruno, die um 1080 im 'Codex
Hirsaugiensis' als der mit einer Werndrut verheiratete Konrad
von Beutelsbach und als der Geistliche
Bruno - zuerst Domkanoniker in Speyer, dann Mönch, später
Abt in Hirsau - begegnen, und um ihre Schwester Liutgart.
Ein weiteres Indiz bietet die Lage des Ortes Beutelsbach, nach dem
Konrad
um 1080 im 'Codex Hirsaugiensis' zubenannt wird. Er liegt wie Beinstein,
und zwar diesem zunächst, im Remmstal zwischen Waiblingen und Winterbach.
Waiblingen und Winterbach sind beide durch zweifellos in das frühere
Mittelalter zu datierende Pfarrkirchen mit Michaels-Patrozinium und ursprünglich
weit ausgedehnten Pfarrsprengel ausgezeichnet. 1080 war Beinstein in die
Schenkung Waiblingens nicht einbegriffen, denn Beinstein bildete 1086 den
Gegenstand einer gesonderten Stiftung und befand sich am Beginn des 12.
Jahrhunderts im Unterschied zu Waiblingen und Winterbach noch in Speyerer
Besitz. Beutelsbach gehörte um 1080 ebenfalls nicht mehr zu Waiblingen,
denn es fungierte zu dieser Zeit als der namengebende Sitz des Konrad
von Beutelsbach, der sich gerade damals dem Kloster Hirsau, also
den Gegnern HEINRICHS IV., zuwandte.
Es genügt vielmehr, den Prozeß der Herauslösung Beinsteins
und Beutelbachs aus einer älteren Einheit zu erkennen , um die Vorstellung
zu gewinnen, dass die in den 1080er Jahren erkennbaren Besitzverhältnisse
dieser beiden Güter Verwandtschaftsbeziehungen im Sinne einer Zuordnung
des Konrad
von Beutelsbach und seiner Geschwister Bruno
und Liutgart
zu den nichtköniglichen SALIER-Verwandten
und damit also des weiteren zu den SALIERN
widerspiegeln können. Diese Möglichkeit wird zur Wahrscheinlichkeit,
wenn man dazu die eben vorgetragenen Beobachtungen zu den Personennamen
in Rechnung stellt. Stützend kommt hinzu, dass Bruno
- seit Beginn der 1080-er Jahre Mönch in Hirsau - zuvor bepfründeter
Domkanoniker des Speyerer Domes an den Gräbern KONRADS
II., der Gisela und HEINRICHS
III. gewesen ist. Hier war sein geistlicher Wirkungsbereich
der salischen Königslinie ebenso
eng verbunden wie der weltliche seines Bruders Konrad
von Beutelsbach im salisch
beherrschten Remstal.
Um 1080 konnte Bruno, als er Mönch
in Hirsau wurde, zugunsten Hirsaus über Grundbesitz verfügen,
der in Berghausen und in Söllingen lag - als ein Nachfahre des Konrads
und der Mathilde dürfte er zu diesen Besitzungen gelangt sein.