Konrad I.                                                  Herr von Württemberg 1083
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    - vor 12.5.1110
 

Sohn des edelfreien Herrn NN von Beutelsbach
 

Paul Friedrich Stälin: Seite 370-372
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"Geschichte Württembergs"

Nicht minder dunkel ist der Ursprung des Hauses WÜRTTEMBERG selbst, und die ältesten Nachrichten über Glieder desselben, insbesondere soweit sie auf dem Schenkungsbuche des Klosters Hirsau beruhen und Beziehungen zu dem Hause BEUTELSBACH enthalten, sind Gegenstand vielfacher Erörterungen und verschiedener Auffassungen geworden. Doch dürfte bei Zusammenfassung jener Hirsauer Nachrichten und der wenigen Urkunden, welche über die Anfänge des Geschlechts berichten, das wahrscheinlichste das Folgende sein. Aus der Familie der edelfreien Herren von Beutelsbach erbaute Konrad, Bruder des Hirsauer Abtes Bruno von Beutelsbach (1105-1120) und Gemahl einer nicht näher bekannten Werntrud ums Jahr 1083 die Burg Württemberg, welche er nunmehr zu seinem Wohnsitze machte und nach welcher er auch seinen Namen änderte. Unter seinem neuen Namen, auch jetzt nicht als Graf bezeichnet, erscheint dieser Konrad ohne Zeitangabe, ohne Zweifel aber in den Jahren 1089-1092, als Zeuge bei dem sogenannten Bempflinger Vertrage der Grafen Kuno und Liutold von Achalm mit ihrem Neffen Graf Wernher von Grüningen, sodann den 2. Mai 1092 in Ulm wiederum als Zeuge bei seiner Übergabe von Gütern an das Kloster Allerheiligen zu Schaffhausen in der Umgebung der Herzoge Berchtold und Welf [Bis jetzt die erste Nennung des Namens in einer vollständigen Urkunde, freilich nicht eigentlich Originalurkunde.]. Er kommt somit in beiden Fällen in engem Verbande mit Anhängern der, Kaiser HEINRICH IV. feindlichen Partei vor und mit dieser seiner politischen Stellung steht auch die Herbeiziehung des Wormser Bischofs zur Einweihung der Burgkapelle statt des Konstanzer, in dessen Sprengel diese Kapelle lag, im Einklang, denn der erstere war derselben Sache ergeben, der letztere dagegen vom Papste gebannt. - Schon früher, vielleicht in den Jahren 1080 bis 1087, hatte Konrad dem Hirsauer Schenkungsbuch zufolge bei einer Vergabung seines Bruders Bruno von Hirsau mitgewirkt und er sowohl als seine Gattin bezeugten sich dem Kloster auch ihrerseits wohlwollend. Er wird in diesem Buche als "mächtiger Mann unter den Schwaben" bezeichnet.
 
 
 
 
 
  oo Werntrud
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Literatur:
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Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter, Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite 225,241-243,245-250 -