Jüngerer Sohn des Swigger
von Urslingen und seiner unbekannten Gemahlin
Klaus Schubring: Seite 24,34
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"Die Herzoge von Urslingen"
Kaiser FRIEDRICH I. gewährt
den Pisanern am 6. April 1162 in Pavia ausgedehnte Rechte und schließt
dann mit ihnen ein Bündnis zu gemeinsamer Kriegsführung in N-Italien
und gegen das Königreich Sizilien. Unter den Zeugen steht Egelolf
von Urslingen zwischen den Hochfreien Arnold von Biberbach und
Burkhard von Hasenburg/Asoel. Damit wird auch die alte Vermutung Fickers
zu weitgehender Gewißheit erhoben, dass nämlich der nach Acerbus
Morena vom Kaiser im selben Jahr (nach dem 11. Mai) als Podesta von Piacenza
eingesetzte Aginulf eben Egenolf
von Urslingen gewesen ist. Im August werden Richter Egenolfs
in Piacenza erwähnt. Am 27. September amtiert aber bereits
Arnold von Dorstadt als Podesta. Von 1163 an ist Egenolf
dagegen in Deutschland nachgewiesen. Elsässischer Interessen
halber wird er im September 1162 seine Stellung in Piacenza aufgegeben
haben.
Egenolf gilt als Stammvater
der jüngeren RAPPOLTSTEINER. Wie
eng Egenolf von Urslingen mit den Geschicken
des Elsaß verflochten gewesen ist, hatte an Hand der Quellen bereits
Albrecht hervorgehoben: Egenolf erscheint
urkundlich an vielen Orten des Elsaß, er schlägt nahe Colmar
ein schweres Gefecht gegen Kuno von Horbach, er ist Zeuge für die
Bischöfe von Basel und Straßburg. Jetzt darf schließlich
noch auf das gesicherte früheste Auftreten im südlichen Elsaß
verwiesen werden. (Unter Umständen hatte Egenolf
also schon vor 1162 Rappoltstein inne). All diese Momente erlauben es,
über die bisher geltende "allgemeine Annahme" hinauszugehen und es
als nachweisbare Tatsache zu bezeichnen, dass die jüngeren RAPPOLTSTEINER
ein Zweig der URSLINGER sind. Außerdem
möchte man Egenolf am ehesten
als einen jüngeren Sohn ansprechen, da an die RAPPOLTSTEINER
wohl keine schwäbischen Erbgüter gekommen sind und da die Herren
von Rappoltstein nie den Herzogstitel geführt haben.
Kaiser FRIEDRICH I. nennt Egenolf
von Urslingen 1180: dominus. Genau so nennt ihn Bischof Heinrich
von Straßburg 1185. Derselbe Bischof sagt 1187 in einer mit Zustimmung
Herzog Bertholds V. von Zähringen ausgestellten Urkunde: nobilis quidam
de Urselingen Egelolfus. Nebenbei bemerkt
ist es äußerst auffällig, dass
Egenolf in allen Zähringer Privilegien, in denen er vorkommt,
als 1. der Weltlichen rangiert.
Die Erwerbung der dynastischen Herrschaft Rappoltstein am Anfang der
2. Hälfte des 12. Jahrhunderts kann als Indiz für die Edelfreiheit
des Erwerbers gewertet werden. Die vermutliche Ehe mit Emma von Rappoltstein
wäre, stünde sie fest, ein wichtiger Beleg für die hochadelige
Herkunft des Gatten. Denn Vormund und Verwandtschaft haben eine altadlige
Erbtochter bestimmt sorgsam gehütet.
Paul Friedrich Stälin: Seite 434
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"Geschichte Württembergs"
Zuerst tritt Egelolf von Urslingen
auf, welcher wahrscheinlich im Jahre 1162 von Kaiser
FRIEDRICH I. als Podesta zu Piacenza eingesetzt wurde, vom nächsten
Jahr an jedoch am Hoflager dieses Kaisers und seines Sohnes HEINRICHS
VI., in den 1180-er Jahren in Verbindung mit seinem Sohne Ulrich,
erscheint.
Zufolge ziemlich gleichzeitigen Straßburger Annalen war der oben
genannte Egelolf von Urslingen 1177
bei Logelheim unweit Kolmar in einen heftigen Kampf mit Kuno von Horburg
verwickelt; nach allgemeiner Annahme erwarb er die Herrschaft Rappoltstein
(mit der Stadt Rappoltsweiler) als bischöflich baselisches Lehen
und wurde der Stammvater der im Jahre 1673 ausgestorbenen Herren
von Rappoltstein.
ca. 1156
oo Emma von Rappoltstein, Tochter des Grafen Adalbert
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Kinder:
Ulrich
ca. 1162- nach 1193
Heinrich I.
ca. 1170- nach 1185
Tochter
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oo Anselm Vogt von Straßburg
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