Egelolf von Urslingen                                 Podesta von Piacenza
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ca. 1136-   ca. 1190
 

Jüngerer Sohn des Swigger von Urslingen und seiner unbekannten Gemahlin
 

Klaus Schubring: Seite 24,34
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"Die Herzoge von Urslingen"

Kaiser FRIEDRICH I. gewährt den Pisanern am 6. April 1162 in Pavia ausgedehnte Rechte und schließt dann mit ihnen ein Bündnis zu gemeinsamer Kriegsführung in N-Italien und gegen das Königreich Sizilien. Unter den Zeugen steht Egelolf von Urslingen zwischen den Hochfreien Arnold von Biberbach und Burkhard von Hasenburg/Asoel. Damit wird auch die alte Vermutung Fickers zu weitgehender Gewißheit erhoben, dass nämlich der nach Acerbus Morena vom Kaiser im selben Jahr (nach dem 11. Mai) als Podesta von Piacenza eingesetzte Aginulf eben Egenolf von Urslingen gewesen ist. Im August werden Richter Egenolfs in Piacenza erwähnt. Am 27. September amtiert aber bereits Arnold von Dorstadt als Podesta. Von 1163 an ist Egenolf dagegen in Deutschland nachgewiesen. Elsässischer Interessen halber wird er im September 1162 seine Stellung in Piacenza aufgegeben haben.
Egenolf gilt als Stammvater der jüngeren RAPPOLTSTEINER. Wie eng Egenolf von Urslingen mit den Geschicken des Elsaß verflochten gewesen ist, hatte an Hand der Quellen bereits Albrecht hervorgehoben: Egenolf erscheint urkundlich an vielen Orten des Elsaß, er schlägt nahe Colmar ein schweres Gefecht gegen Kuno von Horbach, er ist Zeuge für die Bischöfe von Basel und Straßburg. Jetzt darf schließlich noch auf das gesicherte früheste Auftreten im südlichen Elsaß verwiesen werden. (Unter Umständen hatte Egenolf also schon vor 1162 Rappoltstein inne). All diese Momente erlauben es, über die bisher geltende "allgemeine Annahme" hinauszugehen und es als nachweisbare Tatsache zu bezeichnen, dass die jüngeren RAPPOLTSTEINER ein Zweig der URSLINGER sind. Außerdem möchte man Egenolf am ehesten als einen jüngeren Sohn ansprechen, da an die RAPPOLTSTEINER wohl keine schwäbischen Erbgüter gekommen sind und da die Herren von Rappoltstein nie den Herzogstitel geführt haben.
Kaiser FRIEDRICH I. nennt Egenolf von Urslingen 1180: dominus. Genau so nennt ihn Bischof Heinrich von Straßburg 1185. Derselbe Bischof sagt 1187 in einer mit Zustimmung Herzog Bertholds V. von Zähringen ausgestellten Urkunde: nobilis quidam de Urselingen Egelolfus. Nebenbei bemerkt ist es äußerst auffällig, dass Egenolf in allen Zähringer Privilegien, in denen er vorkommt, als 1. der Weltlichen rangiert.
Die Erwerbung der dynastischen Herrschaft Rappoltstein am Anfang der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts kann als Indiz für die Edelfreiheit des Erwerbers gewertet werden. Die vermutliche Ehe mit Emma von Rappoltstein wäre, stünde sie fest, ein wichtiger Beleg für die hochadelige Herkunft des Gatten. Denn Vormund und Verwandtschaft haben eine altadlige Erbtochter bestimmt sorgsam gehütet.

Paul Friedrich Stälin: Seite 434
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"Geschichte Württembergs"

Zuerst tritt Egelolf von Urslingen auf, welcher wahrscheinlich im Jahre 1162 von Kaiser FRIEDRICH I. als Podesta zu Piacenza eingesetzt wurde, vom nächsten Jahr an jedoch am Hoflager dieses Kaisers und seines Sohnes HEINRICHS VI., in den 1180-er Jahren in Verbindung mit seinem Sohne Ulrich, erscheint.
Zufolge ziemlich gleichzeitigen Straßburger Annalen war der oben genannte Egelolf von Urslingen 1177 bei Logelheim unweit Kolmar in einen heftigen Kampf mit Kuno von Horburg verwickelt; nach allgemeiner Annahme erwarb er die Herrschaft Rappoltstein (mit der Stadt Rappoltsweiler) als  bischöflich baselisches Lehen und wurde der Stammvater der im Jahre 1673 ausgestorbenen Herren von Rappoltstein.
 
 
 
 

ca. 1156
  oo Emma von Rappoltstein, Tochter des Grafen Adalbert
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Kinder:

  Ulrich
  ca. 1162- nach 1193

  Heinrich I.
  ca. 1170- nach 1185

  Tochter
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  oo Anselm Vogt von Straßburg
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