Sohn des Grafen Udalrich
Karl Schmid: Seite 190
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"Gebetsgedenken" 1983
Ulrichs Söhne
Rodbert und Ulrich,
die Neffen der Königin Hidegard,
tauchen wie ihr Vater und ein älterer Rodbert (Hildegards
Onkel) häufig im Zusammenhang mit dem Linz- und Argengau
auf. Indessen brechen die Nennungen plötzlich ab. Dafür erscheint
zunächst Ruachar, dann die WELFEN Konrad und Welf. Obwohl man glaubt,
die Bindung der UDALRICHINGER gerade
zu diesen Landschaften nördlich des Bodensees sei besonders eng gewesen,
scheint sie 40 Jahre lang unterbrochen zu sein. So spricht die Forschung
von der Ablösung der UDALRICHINGER
durch die WELFEN und bringt diesen Vorgang in Zusammenhang mit der Heirat
LUDWIGS DES FROMMEN und Judiths.
Ja, man ist sogar bereit die Ausschaltung der UDALRICHINGER
in Alemannien anzunehmen. Dies mag für Ulrich
und Rodbert
in bezug auf den Linz- und Argengau zutreffen. Doch sind wir berechtigt,
diesen Sachverhalt auf die sogenannten UDALRICHINGER
zu beziehen? Da ist gerade seit 821, etwa dem Zeitpunkt des Verschwindens
der beiden Genannten, ein Graf
Gerold sehr häufig im Thurgau genannt. Es ist zudem möglich,
dass Gerold,
der auch im Elsaß auftritt, der im Jahre 831/32 als missus nach Rom
geschickt wurde und schon 820 in Quierzy geweilt hatte, mit jenem Gerold
etwas zu tun hat, der zu jener Zeit in Bayern maßgeblich handelte.
Literatur:
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Karl Schmid: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im Mittelalter.
Ausgewählte Beiträge, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1983,
Seite 190,495 -