Ältester Sohn des Pfalzgrafen
Rudolf II. von Tübingen und der N.N. von Ronsberg,
Tochter von Markgraf Heinrich
Hugo IV. wurde zum Stammvater
der Grafen von Horb und Herrenberg.
Dr. L. Schmid: Seite 163-175 1853
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"Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen"
Hugo führte als der ältere
unter den Söhnen Rudolfs,
den Titel Pfalzgraf, und ist in der Reihe der Tübinger Pfalzgrafen,
welche den Namen Hugo hatten, der 4. Er kommt als Pfalzgraf schon bei Lebzeiten
seines Vaters vor, der ihm, als einem ohne Zweifel in vollem Mannesalter
stehenden Sohne, die Schirmvogtei des Klosters Blaubeuren, vielleicht auch
eigenen Sitz in Horb übertrug. Hugo
hatte, obgleich Pfalzgraf, auch später höchstwahrscheinlich meist
seinen Sitz in Horb, das er zur Stadt erhob. Er und seine Söhne
scheinen eine besondere Vorliebe für diesen Ort gehabt zu haben. -
Tübingen behielten die beiden Brüder gemeinschaftlich. - Hugo
IV. spielt in der Geschichte seines Hauses keine große
Rolle; er kommt auch verhältnismäßig wenig und allermeist
in Angelegenheiten von Klöstern vor, die in seiner Grafschaft lagen,
oder in deren Gegend Besitzungen hatte.
Von der Teilnahme des Pfalzgrafen Hugos IV.
an den politischen Begebenheiten seiner Zeit wissen wir wenig. Wie aus
obiger Urkunde des Papstes Innocenz IV. hervorgeht, hatte er mit seinem
Vater die hohenstaufische Sache verlassen,
um sich auf die Seite des genannten Papstes gestellt.
Um das Jahr 1250 (das Todesjahr des Kaisers
FRIEDRICH II.), waren die meisten schwäbischen Großen
von dem hohenstaufischen Hause abgefallen,
während die schwäbischen Städte, Ulm, Eßlingen und
Reutlingen ihre Treue bewahrten. Es kam sogar zwischen
König KONRAD und den schwäbischen Großen zum
Kampf und ersterer wurde geschlagen. Auch unser Pfalzgraf
Hugo IV. war, wie bereits erwähnt, unter denen, die zuerst
abfielen; eine hervorragende Rolle scheint er indes nicht gespielt, auch
sich diese Zeitverhältnisse nicht zu Nutzen gemacht zu haben. - Jetzt
hätte unter anderen Verhältnissen das Haus
TÜBINGEN sich an die Spitze Schwabens stellen können.
Es hatte aber bis zu der Periode, in der wir nun angekommen sind, 3
Klöster gestiftet und reich ausgestattet, viele einzelne Schenkungen,
die es selbst gemacht oder von seinen Dienstleuten aus Lehen hatte machen
lassen, nicht zu gedenken, und sich noch dazu durch Teilungen geschwächt.
Inzwischen aber war durch die Stiftung von Marchthal und Bebenhausen, durch
den montfortischen Zweig, durch Erbabteilungen
der Söhne und Enkel Rudolfs
I., wovon jeder wieder durch Schenkungen den Besitzstand schwächte,
vieles verloren gegangen. - Indessen wäre einem entschlossenen Manne,
was Hugo IV. nicht gewesen zu sein
scheint, immer noch eine bedeutende Macht zu Gebot gestanden, um, gestützt
auf dieselbe, bei der Bestimmung der Zeitfragen ein gewichtiges Wort mitzureden.
Gestützt auf die genannten Urkunden, sowie auf die unten folgenden
zu den Jahren 1282,1287 geben wir Hugo IV.
4 Söhne, Rudolf, Hugo, Otto und Ludwig und 1 Tochter Luitgard, die
wir abermals an einen Grafen Burkhardt von Hohenberg verheiratet sehen
werden.
1. oo N.N. von Dillingen, Tochter des Grafen Hartmann IV.
-
2. oo 1. Beatrix von Eberstein, Tochter des Grafen Otto
-
Beatrix war in 2. Ehe mit Konrad II. Graf von Flügelau (+
1301) verheiratet.
Kinder:
1. Ehe
Rudolf III. Pfalzgraf von Tübingen
-
Rudolf Canonicus zu Sindelfingen
-7.9.1272
2. Ehe
Hugo IV. Graf von Tübingen
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Otto Graf von Tübingen
-9.7.1289
Ludwig Graf von Tübingen
-
Kunigunde Nonne zu Kirchberg
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Liutgard
-13.11.1309
oo Burchard IV. Graf von Hohenberg
-24.7.1318