Jüngerer Sohn des Grafen
Simon von Tecklenburg und der Oda von Berg-Altena, Tochter
von Graf Eberhard I.
Otto I. folgte 1202 als Graf von
Tecklenburg unter der Vormundschaft seiner Mutter und verschaffte seinem
Bruder Adolf
das Bistum Osnabrück. Er machte 1214 die Schlacht bei Bouvines
gegen Frankreich mit, wurde gefangen und mußte sich Kaiser
FRIEDRICH II. unterwerfen. Er war 1217-1219 in Ägypten
und machte die Schlacht bei Damiette mit. Er gab dem Mörder des Erzbischofs
Engelbert von Köln Asyl, wurde 1225/26 geächtet und gebannt,
verlor Iburg und die Vogtei Osnabrück und verhinderte geschickt die
geplante Zerschlagung seiner Herrschaft durch die Erzbischöfe von
Köln und die Bischöfe von Osnabrück. Er provozierte mit
wilden Fehden gegen diese, die Bischöfe von Münster und Grafen
von Ravensberg erste westfälische Städtebündnissse, trat
andererseits 1225 dem Rheinischen Städtebund bei. Er war trotz seiner
Fehdelust ein bedeutender Verwalter und Organisator und sicherte das Land
mit Burgenbauten. Er arrondierte durch Kauf und Tausch das Kerngebiet Tecklenburg,
erwarb Zoll- und Münzrechte und verpfändete die Vogtei von Malgarten
an dieses Kloster, ein weiterer wichtiger Verlust. Erstmals 1246 tauchte
in den Quellen "Dominium de Tekeneburch" auf als Ausdruck weitgehend vollzogener
Territorialisierung seiner Herrschaft. 1231 mußte er die Erwerbungen
des Vaters weitgehend zurückgeben und stützte sich besonders
auf Oldenburg und Rietberg. Er siegte 1246 erneut über Ravensberg
und den Bischof von Münster, die beunruhigt waren über die weitere
Machterweiterung durch den Erwerb von Vechta und Vlotho und gewann alles
zurück. Er war ab 1248 kaum noch aktiv, wohl innerlich gebrochen durch
den Tod seines Sohnes.
oo Mechthild von Holstein-Schauenburg, Tochter des Grafen Adolf
III.
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8 Kinder:
Oda Äbtissin von St. Aegidii/Tecklenburg
- um 1265
Elisabeth
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oo Heinrich IV. Graf von Oldenburg-Wideshausen
- 1270
Heinrich III.
- 1248
Eilika
- 1286
oo Berthold I. Graf von Ziegenhain
- 1257
Heilwig
- um 1264
oo Otto II. Graf von Bentheim-Tecklenburg
- um 1279
Literatur:
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Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche
Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 39,467,475,476 - Winkelmann, Eduard:
Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto
IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873,
Seite 374,450,507 -