Einziger Sohn des Grafen
Heinrich I. von Tecklenburg und der Eilika von Oldenburg,
Tochter von Graf Egilmar II. im Lerigau
Simon folgte seinem Vater, erwarb
unter anderem Ibbenbüren und war ein berühmter Kriegsheld
seiner Zeit. Er war jahrelang treue STAUFER-Stütze,
war 1174 mit in Italien und verzichtete 1173 auf die bedeutende Stiftsvogtei
Münster, bekam dafür 1182 die Stiftsvogtei Osnabrück. Er
gründete das Hauskloster Essen, wurde dort Vogt und auch Vogt von
Metelen und Malgarten. Er kämpfte als kurkölnischer Hauptmann
in Sachsen, Holstein, Italien und Palästina (3. Kreuzzug) mit und
markierte den Höhepunkt seines Hauses. Er stand gegen Heinrich den
Löwen von Sachsen-Bayern wegen dessen brutalen Herrschaftsbestrebungen
und stützte treu Erzbischof Philipp von Köln, dessen Vasall er
wurde. Er wurde am 1. August 1179 in der Schlacht bei Halerfeld gefangen
und mußte sich Heinrich dem Löwen unterwerfen. Er mußte
zeitweise Tecklenburg dem
Erzbischof von Köln verpfänden und wurde 1196 Erbschenk des Erzbischofs
von Mainz. Es war eine Zeit verheerender Fehden gegen die Bischöfe
von Osnabrück und Münster und die Grafen von Ravensburg. Er verzichtete
unter anderem auf Iburg an Osnabrück und schuf schon die Grundlagen
einer ordentlichen Verwaltung, erste tecklenburgische
"Notarii" tauchten unter ihm auf. Er stand gegen
Kaiser HEINRICHS VI. Erbreichpläne, unterstützte 1198
OTTO IV. im Thronkrieg und wurde 1201
dessen Hofkanzler. Daran entzündete sich eine große Fehde gegen
die staufischen Grafen von Ravensberg,
gegen die er siegreich fiel. Er gewann die Ravensburger Lehen der Erzbischöfe
von Köln und Bremen und die der Bischöfe von Paderborn.
Karl Jordan: Seite 200,207
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"Heinrich der Löwe"
Inzwischen waren nach dem Magdeburger Reichstag (24. Juni 1179) die
Kämpfe in Westfalen und im östlichen Sachsen wieder mit aller
Schärfe entbrannt. Während Philipp von Köln sich noch beim
Kaiser in O-Sachsen befand, sandte Heinrich der Löwe ein Heer, das
vornehmlich aus den Aufgeboten der 3 nordelbingischen Grafen von Schwerin,
Holstein und Ratzeburg, aber auch aus Mannschaften anderer Grafen bestand,
gegen die Anhänger des Kölner Erzbischofs, die unter der Führung
des Grafen Simon von Tecklenburg welfisches
Gebiet bei Osnabrück besetzt hatten. Am 1. August kam es auf dem Halerfeld
nordwestlich von Osnabrück zum Kampf, aus dem das Heer des Herzogs
als Sieger hervorging. Die Verluste der Kölner Partei an Gefangenen
und Toten waren nicht gering. Graf Simon von Tecklenburg
wurde in strenge Haft genommen und erst wieder freigelassen, nachdem er
dem Herzog Treue geschworen hatte.
In den ersten Julitagen des Jahres 1181 überschritt
FRIEDRICH I. hier die Elbe und wandte sich zunächst gegen
Lübeck, in dem Heinrich eine starke Besatzung unter der Führung
des Grafen Simon von Tecklenburg zurückgelassen
hatte.
oo Oda von Berg-Altena, Tochter des Grafen Eberhard I.
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Kinder:
Adolf Bischof von Osnabrück (1216-1224)
- 1224
Heinrich II. 1202 Mitregent
- vor 1226
Otto I.
- 1263
Oda
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oo Hermann II. Herr zur Lippe
- 1229
Literatur:
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Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp
von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 1. Buch Verlag von Duncker &
Humblot Leipzig 1873, Seite 85,141,151,210,244,247 -