Einziger Sohn des Grafen
Otto VI. von Tecklenburg und der Adelheid von Lippe, Tochter
von Edelherr Bernhard V.
Nikolaus II. war ein ähnlich
wilder Fehdehahn wie der Vater, den er zeitweise gefangen setzte und dem
er 1388 als Graf von Tecklenburg folgte. Er behauptete nach weiteren wüsten
Fehden Rheda-Wiedenbrück gegen Lippe und trat besetzte lippische Gebiete
wieder ab. Er stand 1400 einer erdrückenden Koalition, angeführt
von den Bischöfen von Osnabrück und Münster gegenüber
und verlor das ganze sogenannte Nordland mit Cloppenburg, Vechta und
Friesoythe an den Bischof Otto von Münster, ebenso ging die Herrschaft
Bevergen verloren. Seitdem war Tecklenburg
von beiden Bistümern völlig eingekreist und auf die alten
Stammgebiete von Tecklenburg-Lingen mit Ibbenbüren, Iburg, Lienen,
Ladbergen und anderen Orten beschränkt, ein Machtverlust, der auf
Dauer das Grafenhaus zurückwarf. Er stritt weiter mit den Bischöfen
und den Grafen von Hoya und unterstützte seinen erzbischöflichen
Cousin Nikolaus von Bremen gegen Ostfriesland (1426 verlorene Schlacht
bei Detern).
oo Elisabeth von Moers, Tochter des Grafen Friedrich III.
- 1430
Kinder:
Otto VII.
- 1450
Adelheid
-
oo Wilhelm von Berg, Graf von Ravensberg
- 1428