Einziger Sohn des Grafen
Nikolaus I. von Tecklenburg und der Helene von Oldenburg-Wildeshausen-Alt-Bruchhausen,
Tochter von Graf Otto
Otto VI. folgte 1360/67 dem Vater
als Graf von Tecklenburg-Lingen-Ibbenbüren und ab 1376 als
Pfandbesitzer von Iburg. Er war ein ganz übler Fehdetyp, brutal und
rücksichtslos. Er förderte die Verwaltung und machte unter anderem
Bevergern zur Stadt. Er gewann die Herrschaft Rheda, die Vogteien Klarholz,
Marienfeld und Herzebrock von Lippe, führte darum jahrelange, erbitterte
Erbkriege und behauptete sich letztlich, verschuldete aber sehr. Er gewann
damit auch etliche Freigerichte, wie Wesenfort, Warendorf und Freckenhorst,
war 1372-1379 Verwalter des Bistums Osnabrück für Bischof Melchior,
den er auf Rente setzte, um die Macht an sich zu reißen. Es war der
letzte große Machthöhepunkt von Tecklenburg. Er wurde 1379 in
Rheda belagert, wurde zur Aufgabe gezwungen und hinterließ ein völlig
ruiniertes Bistum.
oo Adelheid von Lippe, Tochter des Edelherrn Bernhard V.
- um 1380
Erbin von Rheda und Wiedenbrück
Kinder:
Nikolaus II.
- 1426
Hedwig
- nach 1417
oo Gisbert X. von Bronckhorst, Herr zu Borculo
- 1409