Egifred                                            Graf
----------
    -
 

Sohn des Grafen Adalgisius I. von Parma aus dem Hause der SUPPONIDEN
 

Hlawitschka, Eduard: Seite 173-174
*****************
"Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962)"

LIX.                                   EGIFREDUS
 

kämpfte 872 im Auftrag Kaiser LUDWIGS II. gegen die Sarazenen in Unteritalien. Zusammen mit den Grafen Unruoch und Boso sowie einer auserlesenen Schar von Franken, Langobarden und Leuten "aus anderen Nationen" gelang es ihm, das sarazenische Aufgebot bei S. Martino in der Nähe Capuas am Volturno zu schlagen.
Seine Machtbasis lag im oberitalienischen Raum, denn zusammen mit anderen in Oberitalien nachweisbaren Grafen erhielt er (im Oktober) 879 von Papst Johann VIII. die Bitte übermittelt, den Schutz der Güter der 875 verwitweten Kaiserin Angilberga zu übernehmen [2 MG Epist. VII Seite 210, nr. 239: Egifredo, Supponi, Eripaldo, Berardo, Bonifatii filio et Cotefredo glriosis comitibus. - S. Pivano, Il testamento e la famiglia dell imperatrice Angelberga Seite 294 bezeichnet Egifred als "conte di Brescia". Quellenbelege für eine solche Aussage sind nicht bekannt.]. Für diese Aufgabe schien er ja besonders geeignet, da er bereits im März 877 das Testament der Angilberga, in welchem auch über die Güter Bestimmungen getroffen wurden, als ein zustimmender Verwandter unterzeichnet hatte.
Egifreds politische Stellung und Bedeutung in Oberitalien ist durch diese Verwandtschaft mit dem Kaiserhaus gewiß mitgeformt worden. Als Verwandter der Kaiserin und Bruder des Grafen Suppo II. ist seine fränkische Herkunft offensichtlich.



Literatur:
-----------
Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 57,68,128,135,162,167,173-174,189,198,276,303,306-308 -