Adelheid von Rheinfelden                          Gräfin von Stade
---------------------------                        Markgräfin der Nordmark
995/1000-7.12. nach 1057
 

Tochter des Pfalzgrafen Kuno von Rheinfelden und der Liutgard
 

Richard Hucke:
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"Die Grafen von Stade"

Lampert wußte natürlich, - und damit kommen wir auf die Beziehungen, die 1056 noch nicht bestanden -, dass die SALIER mit dem Königshaus durch Luder-Udos Gemahlin Adelheid, liiert waren.
Adelheid ist die Tante RUDOLFS von Rheinfelden. Dessen Gemahlin ist bekanntlich Mathilde, die Schwester HEINRICHS IV.: Der Schwager des Königs (RUDOLF) war also zu Lamperts Zeit ein Neffe der Gattin Luder-Udos. Nach heutigen Begriffen ist das keine sehr nahe Verwandtschaft! Trotzdem rühmen aber die Zeitgenossen des Markgrafen die "Erlesenheit eines solchen Geschlechts". Der deutsche König (HEINRICH IV.) hätte wohl kaum die Witwe eines Markgrafen von Stade, die russische Fürstentochter Eupraxia-Adelheid geheiratet, wenn die UDONEN nicht eine besondere Stellung eingenommen hätten. (Näheres weiter unten)!
Neben den Beziehungen zum Königshaus ist die Familie Adelheids  von Rheinfelden noch in anderer Hinsicht zu untersuchen. Kann man bereits über die Familien der CATLENBURGER und BILLUNGER eine Verwandtschaft der UDONEN zu Heinrich dem Löwen nachweisen, so liegt bei Adelheid der Ansatzpunkt für eine weitere Verbindung, dieses Mal von der väterlichen Seite des Herzogs her. Ita von Öhningen, die Gemahlin Rudolfs II. aus dem Hause der WELFEN war die Mutterschwester Adelheids. Für Rudolf von Stade (+ 1144) und Heinrich dem Löwen ist der Vater Itas von Öhningen ein gemeinsamer Ahnherr. Der Löwe lebte in der 7., Rudolf II. von Stade nur in der 5. Generation vom süddeutschen Grafen aus!
Eine Verwandtschaft zwischen WELFEN und Stadern ist dem Verfasser der süddeutschen "Hisoria Welforum" bekannt gewesen. Er setzt jedoch Ekbert (Verwechslung mit dem Sohne Idas von Elsdorf?), den Sohn Cunos von Öhningen, als Stader Markgrafen. Das kann nicht richtig sein. Sicher ist aber, dass Ekberts Schwager, ein namentlich nicht bekannter Graf von Rheinfelden, durch seine Tochter, das heißt Adelheid, der Schwiegervater des 1. stadischen Markgrafen wurde.
Adelheid erbaute ihrem Gemahl eine Grabkapelle in Harsefeld. Sie ist also erst nach 1057 verstorben. Die Rosenfelder Chronik nennt ihre letzte Ruhestätte zu "Mallesleve". Das ist vermutlich  ein Schreibfehler für "in Allesleve", Alsleben an der Saale. Ihr Todestag ist der 7. Dezember.
 
 
 
 
 
  oo Lothar-Udo I. Graf von Stade
       nach 994-7.11.1057
 
 
 
 

Kinder:

  Lothar-Udo II.
         -4.3./4.5.1082