Ältester Sohn des Vogtes
Erkenbert I. von Weida und der
Jordana von Gleissberg, Tochter von
Erkenbert II. hatte seinen Sitz auf dem Veitsberg/Weida.
Hans Patze/Walter Schlesinger: Seite 165
************************
"Geschichte Thüringens"
Außer
Heinrich, der ein Lehen zu Thiemburgk von Gertrud und ihrem Sohn
Heinrich dem Löwen besitzt, erscheint 1143 in der Urkunde, als Zeuge,
dessen Bruder Erkenbert II.
Wir verlassen nun die Heimat der WEIDAER
an der oberen Unstrut und wenden uns dem namensgleichen Ort und seinem
Bereich an der oberen Weißen Elster und dem "Vogtland" zu. Der genealogische
Zusammenhang zwischen den WEIDAERN
von der Unstrut und den WEIDAERN an
der Elster wird dadurch erwiesen, dass 1224/38 Vogt Heinrich von Weida
[an der Elster] dem Kloster Volkenroda die Rietmühle (zwischen Körner
und Graba) übertrug, in deren Nähe die 1143 genannten Besitzungen
der Weidaer liegen. Altes Hausgut ist also der Beweis für Zusammenhang.
Das Land an der Unstrut hat als 1. der Ministeriale Erkenbert
von Weida verlassen, welcher in der Stiftungsurkunde der Kirche
in Plauen von 1122 vorkommt. Es ist zweifellos Heinrichs
I. Bruder Erkenbert II.
Erkenberts II. Sohn dürfte
Heinrich I. von Weida (an der Elster) sein, der 1143 die Stiftungsurkunde
König KONRADS für das Kloster
Chemnitz mit bezeugte, und er ist es wohl auch, der 1172 bei BARBAROSSA
in Altenburg weilte. Erkenbert II. von
Weida (an der Elster) hatte seinen Sitz auf dem Veitsberg bei Weida. In
der wohl im 10. Jahrhundert begründeten, mehrfach zerstörten
Kirche, hatten die älteren Vögte ihre Grablege. Die Burg auf
dem Veitsberg wurde vermutlich am Ende des 12. Jahrhunderts aufgegeben.
Dann wechselten die Vögte in die neue Burg in der Altstadt von Weida
über.
Karl Bosl: Seite 532
********
"Die Reichsministerilität der Salier und Staufer"
Berthold Schmidt hat nun den nur 1143 urkundlich bezeugten Erkenbert,
Bruder Heinrichs
von Weida, mit dem bei Arnold genannten dominus Eckenbertus comes
gleichgesetzt, von dem es heißt: "sepius terram visitativ negocia
imperatoris agens", wobei der letzte Zusatz ganz verführerisch jeden
lockt, der eine frühe reichsministeriale Tätigkeit des Geschlechts
in diesem Gebiet erweisen möchte. Schmidt identifiziert ihn also mit
dem Grafen Eckenbert von Osterode, den Arnold als Gemahl der Grafentochter
Jordana bezeichnet und dem er den Wiederaufbau der zerstörten
Kirche in Veitsberg (beachte das Vitus-Patrizonium sowie die Errichtung
von Stadt und Burg Weida zuschreibt; er soll auch eine Zeitlang
die Herrschaft Osterode am Südhang des Harzes besessen haben. In ihm
sieht er den Ahnherrn der Vögte
von Weida und
des Fürstenhauses REUSS.
oo Jordana Pfalzgräfin von Sachsen
-