Sohn des N.N.
Thiele, Andreas: Tafel 458
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen
Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und
Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"
WILHELM I.
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Wilhelm I. ist quellenmäßig
kaum greifbar, kam wohl schon 888 mit König
WIDO VON SPOLETO-ITALIEN ins Land, stammte wie dieser aus
dem fränkischen Reichsadel und unterstützte
WIDOS
Kaisertum. Er faßte in N-Italien Fuß und erschien noch 924
als Stütze König
Rudolfs II. von Hoch-Burgund.
CLXXV. WILHELM
Der berühmte Markgraf
Aledram bezeichnet sich in einer Urkunde aus dem August 961 als
Sohn eines Grafen Wilhelm.
Da die Urkunden aus dem nordwestlichen Oberitalien, dem
Gebiet, wo in späterer Zeit hauptsächlich der ALEDRAMIDEN-Besitz
nachweisbar ist und wo somit auch Wilhelm
sich vornehmlich aufgehalten haben dürfte, aus der Zeit vor 950 nur
äußerst spärlich sind, läßt sich kaum etwas
Näheres über ihn in Erfahrung bringen. Da aber überhaupt
kein Anhaltspunkt für die Existenz mehrerer Grafen mit Namen Wilhelm
in der 1. Hälfte des 10. Jahrhunderts zu finden ist [Vgl. H. Bresslau,
Jahrbücher Konrads II., Band 1 - Exkurs IV, Seite 408.], wird man
unseren Grafen mit jenem Vuillemus illustris
comes identifizieren dürfen, der mit dem Grafen Giselbert
von Bergamo und dem als Besitzer der Hl. Lanze bekannten Grafen Samson
924 im Gefolge König Rudolfs II.
nachzuweisen ist und mit diesen Magnaten vom Burgunder-König die Übergabe
eines Stückes des Stadtmauer von Pavia an den Bischof Wido von Piacenza
und seine Kirche erwirkt [Nur Graf
Suppo IV. spricht in einer Urkunde vom 26. Dezember 942 von einem
(verstorbenen) Bruder Wilhelm, bezeichnet diesen aber nicht ausdrücklich
mit dem Garfentitel, während er das für sich und seinen Vater
(A)radi(ng)us tut und auch seinen Onkel Arding als Bischof kennzeichnet.
- Der Wilielmus comes, dessen Land in Torenciano und in Pisina bei
Vercelli in einer Urkunde vom 18. April 969 (B S S S 70 Seite 13, nr. 14)
erwähnt wird, ist identisch mit dem 992 bereits verstorbenen Bruder
des Bischofs Odelrich von Cremona (CdL Seite 1523, nr. 865) und somit eine
Sohn des 961 erwähnten Grafen Nantelm von Seprio (CdL Seite 1108,
nr. 644.)]; und vielleicht haben wir in ihm auch jenen Wilelmus
vor uns, der König WIDO
zum Kampf gegen BERENGAR
im Jahre 888 mit 300 Gefährten aus Frankreich gefolgt war.
Daß Graf Wilhelm
ein Franke war, braucht nicht nur aus der herangezogenen Meldung der Gesta
Berengarii über sein (?) Einrücken in Italien mit WIDO
(888) gefolgert zu werden, es wird auch durch die klare Aussage der Urkunde
seines Sohnes und dessen Familie
(viventes lege salica -) erwiesen.
Kinder:
Aledram I.
- wohl
um 969
Literatur:
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Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern
und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen
Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau
1960 Seite 84,117,119,187,291- Pauler Roland: Das Regnum Italiae
in ottonischer Zeit. Max Niemeyer Verlag Tübingen 1982 Seite 8,38,55,170
- Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur
europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-,
Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 458 -