EUROPÄISCHE STAMMTAFELN NEUE FOLGE BAND XII Tafel 108
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 1874
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Lenzburg, Grafen von
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Als 1. sicher nachweisbares Mitglied des Familie gilt Ulrich (+ vor 1050), vermutlich ein Nachkomme von Arnold (um 972/76), Reichsvogt von Zürich und Vogt des Klosters Schänis. Ulrich hatte auch die Vogtei über das Stift Beromünster und die Grafschaft Aargau inne. Konrad, einer seiner Söhne, war vermutlich Bischof von Genf (+ 1031). Arnold, ein anderes Familienmitglied, war 1036/64 Graf im Frick- und Aargau. Sein Bruder oder Sohn Ulrich erhielt 1077 für seine Parteinahme für HEINRICH IV. die Grafschaft im Zürichgau verliehen. Die Söhne Ulrichs, Arnold (+ vor 1130) und Rudolf (1086/1133), teilten ihr Erbe in eine Badener und eine Lenzenburger Linie. Arnolds Söhne Kuno (+ 1168/69) und Werner (+ vor 1167) erhielten die Grafschaften Blenio und Levantina von den STAUFERN verliehen. Ihr Erbe fiel an ihren Bruder Arnold (+ 1172), mit dem der Badener Familienzweig erlosch. Durch dessen Tochter Richenza gelangte das Erbe an Graf Hartmann III. von Kiburg. Der Lenzenburger Zweig der Familie erlosch mit Ulrich (+ 1173), dem Sohn Rudolfs. Dieser vermachte sein Erbe Kaiser FRIEDRICH I., der die Reichslehen unter die KIBURGER und HABSBURGER; die auch den Lenzenburger Besitz im Oberaargau und in der Innerschweiz übernahmen, aufteilte. Die Grafschaft im Aargau mit der Burg Lenzenburg übergab FRIEDRICH I. seinem Sohn Otto, der sich 1188 als Graf von Lenzburg bezeichnete. Nach dessen Tod fiel die Grafschaft an PHILIPP von Schwaben, der sie den HABSBURGERN weiterverlieh, während die Vogteien an die KIBURGER gelangten.
Literatur:
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HBLS, s. v. L., Gf.en v. - E. Attenhofer, Die Gf.en v. L., L.er Neujahrsvll.,
1943, 5 ff. - J.-J. Siegrist, L. im MA und im 16. Jh., Argovia 67, 1955,
26ff. - H. Kläui, Das Aussterben der Gf.en v. L. und die Gründung
der Stadt Winterthur, Winterthurer Jb., 1973, 39ff.
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