Rotlinda                                           Gräfin von Pavia
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930- nach 14.10.1001
 

Illegitime Tochter des Königs Hugo von Italien aus seiner Verbindung mit der Rotruda
 

Brandenburg Erich: Tafel 4 Seite 8
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

VII. 22 h. ROTLINDE
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Gemahl:
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a) vor 945 29. III.
Graf Elisiard
        + vor 948 IX.

b) Bernhard Graf von Pavia

Anmerkungen: Seite 121
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VII. 22. Rotlinde
Liudprand 4,14. Gemahl: Elisiard, Urkunde von 945 29. III., Schiaparelli n. 79; tot 948 IX., Hist. patr. mon. 13, 982; Bernhard, M. I. Ö. G. 17, 45f. [VIIe 30]



Thiele, Andreas: Tafel 390
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

ROTLINDE (unehelich)
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    +

  oo BERNHARD GRAF VON PAVIA
                + um 990



Hlawitschka, Eduard: Seite 118,175
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"Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962)"

Im März 945 intervenierte Aledram in Pavia bei Hugo und Lothar für die Schenkung einiger in der Grafschaft Tortona gelegener Besitzungen an den Grafen Elisiard und dessen Gemahlin Rotlind mit ihrer Mutter Rotrud.
Mit einer Urkunde vom 29. März schenken Hugo und Lothar der Rotruda comitissa, que Roza vocatur, et Elisiardo comiti atque Rotlinde, uxori sue et filie nostre, Besitzungen aus Königsgut in Garbangigo, Petra Nigra und Besemuntio in comitatu Terdonensi sowie drei Mühlen bei Pavia. Elisiard hatte also die illegitime Tochter König Hugos mit Rotruda (der Tochter des Königsrichters Walpert und Witwe des Pfalzgrafen Giselbert I.) zur Frau genommen.

Brunhofer, Ursula: Seite 54,58,87,370-373
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"Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters."

Zwar scheint es auf den ersten Blick bemerkenswert, daß - bis auf die Rehabilitierung des Grafen Bernhard von Pavia [64 DO II 130. Bernhard und seine Frau Rotlinda werden comites genannt. Bernhard, der Sohn des Grafen Manfred von Parma, hatte wohl an Adalberts letztem Aufstand teilgenommen und war deshalb von OTTO I. seiner Ämter und Besitzungen enthoben worden, vgl. BSSS 46,2. Bei einem Placitum OTTOS I. in Ravenna 967 (DOI 340) ist er mit seinen Brüdern Wido und Hugo anwesend, keiner der Brüder führt jedoch den Grafentitel. Sie sind also zu dem damaligen Zeitpunkt als abgesetzt zu betrachten. Vgl. Pauler, Regnum Italiae, Seite 46,112 und 120.] und einer Besitzbestätigung für die Söhne des Grafen Raimbald von Treviso - alle kaiserlichen Diplome dieser Zeit für geistliche Empfänger ausgestellt sind.
Giselbert II. [84 Zu diesem Hlawitschka, Franken, Seite 188.] hatte sich 962 sofort  auf die Seite OTTOS DES GROSSEN gestellt und 965 Güter des mit ihm verschwägerten [85 Bernhard war mit Rotlinda, einer Halbschwester von Giselberts Vater Lanfrank verheiratet. Die an die GISELBERTINER gelangten Besitzungen Bernhards könnten von Rotrud (Geliebte König Hugos und Mutter Rotlindas) herstammen, die sie ihrer Tochter Rotlinda übergeben haben konnte,. Giselbert II. hätte dann Güter erhalten, die sich einst im Besitz seiner Großmutter befunden hatten.], der Rebellion bezichtigen Grafen Bernhard von Pavia erhalten.
Da bald nach diesem Ereignis der giselbetinische Pfalzgraf Arduin I. und Graf Bernhard II. von Pavia [50 Als Bernhards Mutter, Gräfin Rotlinda, im Jahre 1001 Ansprüchen auf das Kloster S. Salvator della Regina di Pavia entsagen mußte, wurde sie nur von ihrem Sohn Hubert diaconus begleitet, ihr Sohn Bernhard ist nicht erwähnt.] ihrer Ämter enthoben wurden liegt es nahe, in diesen Ardicins Fluchthelfer zu sehen.
Zu erwägen ist der Weg über Rotruda-Rozza, deren mutmaßliche Enkelin Berta f.q.Bernardi comitis, wie unten dazulegen sein wird, in die Familie der GANDULFINGER eingeheiratet hat [148 Hierfür könnte etwa sprechen, daß Vigalone, welches unter den zum Erbe Liutfreds von Tortona zählenden Gütern genannt ist, Pertinenz von Zenevredo war, das wiederum zum umstrittenen Besitz zwischen Boso und Berta f.q. Bernardi gehörte. Ebenso, daß bei einem Placitum im Oktober 1001 die sehr betagte Gräfin Rotlinda, Rotruda-Rozas Tochter, gemeinsam mit ihrem Sohn, dem Diakon Hubert, allen Rechten über das Kloster S. Felice und S. Salvatore della Regina, dem das Liutfred-Erbe übergeben worden war, abschwören mußte. MP, Nr. 266 (Pavia 14.10.1001.].
Rotruda-Roza hatte aus einer Verbindung mit König Hugo eine Tochter Rotlinda, die in erster Ehe mit einem Grafen Elisard [151CdL 575 (23.3.945): Graf Lanfrank von Bergamo interveniert bei Hugo und Lothar für die Gräfin Rotrud, den Grafen Elisardus und dessen Frau Rotlinda, die Tochter Hugos.], in zweiter Ehe mit dem Grafen Bernhard von Pavia verheiratet war [152 Vgl. Pauler, Regnum Italiae Seite 112f., 120 und 136: Bernhard war der Sohn des Grafen Manfred von Parma. Bernhard war wegen einer angeblichen Verschwörung in Ungnade gefallen, er wurde seines Amtes enthoben, seine Güter eingezogen. Spätestens am 30. Juni 976 war er jedoch wieder rehabilitiert. Vgl. DO II 130: Rückgabe der Güter seiner Frau Rotlinda. CAP I, Nr. 85 (Pavia 17.11.996): Bernhards Witwe Rotlinda f.b.m. Hugonis regis, verfügt über castrum Corviaco.]. Als Tochter des Grafen Bernhard I. - und somit, da keine zweite Ehe Bernhards bekannt ist, auch als Tochter der Rotlinda - ist eine Frau namens Berta belegt.
 
 
 
 

  29.3.945
  1. oo Elisiardus Graf
                 -   948

   950
  2.oo Bernhard Graf von Pavia
                 - nach 30.6.976
 
 
 
 

Kinder:

  Berta
         -

  oo GANDULFINGER
                -

  Bernhard Graf von Sospiro
         -

  Hubert Diakon
         - nach 1001
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 4 Seite 8,121 - Brunhofer, Ursula: Arduin von Ivrea. Untersuchungen zum letzten italienischen Königtum des Mittelalters. Arethousa Verlag Augsburg 1999 Seite 54,58,87,235,237, 370-373,377,382 - Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 118,127,175,217,232 - Liudprands von Cremona: Werke in: Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit. Band VIII Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1977 Seite 418 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 390 - Werner Karl Ferdinand: Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation) Band IV in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große Lebenswerk und Nachleben. Verlag L. Schwann Düsseldorf Seite 465 -