Regino: Seite 188,214
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"Chronik." in: Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte Band VII
 

Das Jahr 859.
 

Lothar übergab dem Abte Hucbert das Herzogthum zwischen dem Jura und dem Jupitersberg, weil er diesen damals für sehr treu hielt, denn er war durch seine Schwester Thietberga mit ihm verschwägert. Im J. d. g. M.
 

Das Jahr 866.

Um diese Zeit begann der Abt Hucbert, der Bruder der Königin Thietbirga, gegen den König Lothar sich aufzulehnen; er sammelte nämlich eine starke Schaar von Räubern, ging mit diesen auf Plünderung aus und nachdem er die Mannen Lothar's, welche die zunächst gelegenen Orte besaßen, getödtet oder verjagt hatte, vertheilte er ihre Aecker und Häuser unter seine Spießgesellen. Um diese Verwegenheit zu züchtigen, führte König Lothar einmal und abermals und zum dritten Male ein Heer wider ihn in's Feld und sandte auch häufig Kriegsschaaren unter andern Führern gegen ihn aus, aber er
vermochte durchaus dieser Frechheit kein Ende zu machen, weil die unzugänglichen Gegenden zwischen dem Jura und den penninischen Alpen den Aufständischen eine sehr sichere Zuflucht
gewährten, dem Könige und seinem Heere dagegen wegen der tief eingeschnittenen Thäler und steil abfallenden Berge sehr enge Straßen und schwierige Pässe. Dennoch wurde dieser meisterlose Hucbert zuletzt vom Grafen Konrad bei dem festen Platz, welcher Urba heißt, erschlagen. Im J. d. g. M.