Irmgard von Henneberg                Pfalzgräfin bei Rhein
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1157
15.7.1197 (24.10. T. Weller)

Begraben: Kloster Schönau 

Jüngere Tochter des Grafen Berthold I. von Henneberg (18.10.1159) und der Bertha von Putelendorf, Tochter von Pfalzgraf Friedrich IV. (26.6.1125) und der Agnes von Limburg
Schwester von Graf
Poppo VI. von Henneberg (14.6.1190), Pfalzgräfin Lukardis (Liutgard) von Sommerschenburg (22.11.1220)
Nichte von
Bischof Gebhard von Würzburg ( 17.3.1159), Bischof Günter von Speyer (16.8.1161), Gräfin Hildegard von Katzenelnbogen ( 24.2.), Graf Poppo IV. von Henneberg ( 1.9.1156), Bischof Otto II. von Speyer ( 1200), Pfalzgraf Heinrich von Sachsen ( 1126), Bischof Friedrich von Prag (31.1.1179)
Groß-Nichte von Herzog Walram III. dem Heiden von Limburg (16.7.1139), Gräfin Adelheid von Werl ( 6.2. vor 1146), Gräfin Matilde von la Roche
Schwägerin vom Römischen Kaiser FRIEDRICH I. BARBAROSSA (
10.6.1190 ertrunken)
Enkelin von
Graf Godebold II. von Henneberg (6.2.1144) und der Liutgard von Hohenberg

Schwennicke Detlev: Tafel 144
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XVI"

IRMGARD
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15.VII.1197

Begraben: Schönau bei Heidelberg

  oo KONRAD VON STAUFEN, 1156 PFALZGRAF von LOTHRINGEN
            
8.XI.1196

Begraben: Schönau
Thiele Andreas: Tafel 173
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte" Band I, Teilband 1 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I

IRMGARD
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    1197

 1159
  oo KONRAD I. PFALZGRAF bei RHEIN

            1195

Bruder BARBAROSSAS


Decker-Hauff Hansmartin: Band III Seite 352
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"Die Zeit der Staufer"

VIII. GENERATION

47 (35) KONRAD DER PFALZGRAF
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* um 1134-1136,
8.11.1195

Begraben: Zisterzienser-Kloster Schönau bei Heidelberg

jüngerer Halb-Bruder BARBAROSSAS
wird lothringischer Pfalzgraf 1156
er ist der eigentliche Schöpfer der staufischen Pfalz

  frühestens 1161
  II. oo IRMGARD VON HENNEBERG
         * um 1146/47,
1197

Begraben: Kloster Schönau

Tochter des Grafen Berthold I. von Henneberg und der Gräfin Bertha von Putelendorf (* um 1128), Tochter des Grafen Friedrich von Putelendorf (* um 1107), erst weltlich, dann geistlich, Bischof von Prag 1169-1179, Verwandter FRIEDRICHS I.

Sie war um 1159/60 noch sehr jugendlich und war als Braut des französischen Königs vorgesehen.

Kinder zweiter Ehe:

74 (Friedrich), 75 (Konrad), 76 (Agnes, Erbin der Pfalz) und wohl weitere Kinder


Brandenburg Erich: Tafel 11 Seite 23
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIV. 165b. KONRAD
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* ca. 1135,
1195 8. XI.

PFALZGRAF bei RHEIN 1156

Gemahlin:
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IRMGARD, Tochter des Grafen Berthold von Henneberg
   
1197


Schwennicke Detlev: Tafel 14
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

KONRAD
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* (1134/36),
8. XI 1195

Begraben: Kloster Schönau

1156 PFALZGRAF bei RHEIN
DOMVOGT von WORMS
VOGT von LORSCH

  I. oo N.N. VON SPONHEIM
              
(1159/60)

Begraben: Kloster Schönau

Tochter von Graf Gottfried I.

  II. oo IRMGARD VON HENNEBERG
               
1197

Begraben: Schönau

Tochter von Graf Bertold I. Burggraf von Würzburg


Schnith Karl Rudolf: Seite 276
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"Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern."

KONRAD
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* um 1134-1136
8.11.1195

Grabstätte: Zisterzienserabtei  Schönau (bei Heidelberg)

 Juni 1156 in Würzburg
  1. oo   (N.N.) VON SPONHEIM
           * um 1139/40,
um 1159/60

Grabstätte: Zisterzienserabtei Schönau (bei Heidelberg)

Eltern: Graf Gottfried von Sponheim und ?

  nach 1160
  2. oo IRMGARD VON HENNEBERG
           * um 1146/47,
1197

Grabstätte: Zisterzienserabtei Schönau (bei Heidelberg)

Eltern: Berthold, Graf von Henneberg ( 1157), und Bertha ( 1190), Tochter des Grafen Friedrich von Putelendorf (+ 1179, 1169-1179 Bischof von Prag)


Csendes Peter: Seite 142
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"Heinrich VI."

In einem Geflecht von politischem Geschäft und Taktik ist das Handeln der Pfalzgräfin Irmingard nicht nur von "romantischen Reiz", sondern das couragierte Vorgehen einer Frau, die das persönliche Glück ihrer Tochter keinen dynastischen Spekulationen aussetzen wollte. Sie nützte im November 1193 eine Abwesenheit ihres Gatten und ließ den WELFEN heimlich auf ihre Burg Stahleck in der Nähe von Bacharach am Rhein kommen, wo sofort die Trauung vorgenommen wurde.
Pfalzgraf Konrad stimmte nachträglich nach einigem Zögern der Verbindung zu und lehnte auch die Forderung des erzürnten Kaisers ab, die Ehe aufzulösen. Auffallend rasch gelang es, HEINRICH zu beschwichtigen, und Ende Januar 1194 finden wir den Pfalzgrafen Konrad und seinen Schwieger-Sohn am Kaiserhof. Der Herrscher nahm den jungen WELFEN in Gnaden auf.
 
Weller Tobias: Seite 44-46
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"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert"

Verheiratet war Pfalzgraf Konrad mit Irmgard, einer Tochter Bertholds I. von Henneberg ( 1159/60) [197 Vgl. MASCHKE, Staufer 31; DECKER-HAUFF, Haus, No. 47,352. - Zu Konrads angeblichen Ehen mit einer Sponheimer Grafen-Tochter sowie mit einer Irmgard von Leiningen und den aus diesen Verbindungen vermeintlich hervorgegangenen Kindern vgl. unten Seite 220-224ff.]. Diese Eheschließung erfolgte offenbar im Zusammenhang mit dem Erwerb der Vogtei über die alte Reichsabtei Lorsch. Die Vogtei war um 1140 als mütterliches Erbe an Poppo IV. von Henneberg [198 Vgl. zu ihm WAGNER, Entwurf, No. IV/1, 45f.], den Bruder Bertholds I., gekommen [199 Vgl. WERLE, Vögte 56f. Als Vogt von Lorsch ist Poppo IV. bezeugt in Cod. Lauresham. 1, Chronik, c. 144, 427 zu 1140; ebd., c. 153,435 zu 1148.]. Als Poppo 1156 ohne direkte Nachkommen starb [200 Vgl. die dem HENNEBERGER mißgünstige Lorscher Klosterüberlieferung (Cod. Lauesham. 1, Chronik, c. 155a, 437).], ging seine Hinterlassenschaft, wozu neben der Lorscher Vogtei auch die des Hochstiftes Würzburg sowie das Würzburger Burggrafenamt gehörten, an Berthold I., der jedoch selbst schon nach wenigen Jahren - angeblich auf einer Pilgerfahrt ins Heilige Land - verschied [201 Im Unterschied zu Poppo IV. ist Berthold I. im Lorscher Codex nicht ausdrücklich unter der Amtsbezeichnung advocatus erwähnt. Diesen Umstand führt WAGNER, Genealogie 435f., jedoch überzeugend auf die Kürze seiner Amtszeit und die zu dieser Zeit dürftige Lorscher Überlieferung zurück.]. Zwar hatte Berthold I. einen Sohn, doch war dieser Poppo VI. ( 1190) damals noch minderjährig, so daß statt seiner Pfalzgraf Konrad, der Schwieger-Sohn des HENNEBERGERS, als Bewerber um die Lorscher Vogtei auftrat.
Über den Zeitpunkt der Vermählung schweigen die Quellen. Es läßt sich somit nicht sicher sagen, ob er die Verbindung mit der Henneberger Grafen-Tochter bereits zu Lebzeiten des Brautvaters einging. Die Ehe wird jedoch schwerlich vor der Übernahme der Pfalzgrafschaft durch Konrad im Herbst 1156 geschlossen worden sein, denn die Brautwahl scheint vornehmlich von seiner territorialpolitischen Intertessenlage als Inhaber dieser Fürstenwürde bestimmt. So brachte Irmgard ihrem Gemahl neben der Lorscher Vogtei wohl noch weitere Besitzungen zu, die relativ entlegen vom Kernraum des hennebergischen Herrschaftsbereichs zwischen Rhön und Thüringer Wald lagen, für Pfalzgraf Konrad aber sher wertvoll waren, nämlich Burg Lindenfels im Odenwald (ötlich Bensheim) sowie Speyerer Kirchenlehen (zum Beispiel Burg Staffort). Auch die Vogtei über das Kloster Gottesaue (bei Durlach) und Besitz um Pforzheim sind anscheinend damals an den staufischen Pfalzgrafen gekommen, ebenso wie diverse hennebergische Güter im Untermain-Gebiet. Auf welche Weise diese Besitzungen an Konrad fielen, als Mitgift Irmgards ooder über den Erbweg nach Bertholds I. Tod, ist nicht mehr auszumachen.
Konrad starb nach knapp vierzigjähriger Regierung in der rheinischen Pfalzgrafschaft am 8. November 1195; seine Gemahlin Irmgard verschied wenig später am 24. Oktober 1197 [215 Vgl. WAGNER, Genealogie 442f., der allerdfings das Todesjahr 1197 irrtümlicherweise auf eine von ihm postulierte Irmgard von Leiningen - angeblich die dritte Ehefrau Pfalzgraf Konrads - bezieht (siehe unten Seite 222). Zum Todestag vgl. Necr. s. Mich. Bamb. post. zu 9 K Nov., 577.]. Aus ihrer Verbindung ging eine Tochter Agnes (
  1204) hervor, die die Pfalzgrafenwürde ihrem welfischen Gemahl Heinrich von Braunschweig ( 1227) zubrachte.


 
 

 1159
  oo 2. Konrad von Staufen, Pfalzgraf bei Rhein
          1136/40
26.7.1195
 
 
 
 

Kinder:
2. Ehe

  Agnes von Staufen
  1181
9.5.1204

 1194
  oo Heinrich I. Herzog von Braunschweig
      um 1160/73
28.4.1227
 
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 11 Seite 23 - Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993 Seite 142 - Decker-Hauf Hansmartin: Die Zeit der Staufer. Geschichte - Kunst - Kultur. Katalog der Ausstellung Stuttgart 1977 Band III Seite 352 - Schaab Meinrad: Geschichte der Kurpfalz Verlag W. Kohlhammer 1988 Band 1 Seite 60 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 276 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 14 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XVI, Bayern und Franken, Verlag von J.A. Stargardt Marburg 1984 Tafel 194 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G. Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert Seite 44-46,180,182-184,190, 220-223,283,319,721,798 -