Ludwig der Jüngere                      Herr von Sigmaringen-Spitzenberg
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um 1110 

Jüngerer Sohn des Herrn Ludwig des Älteren von Sigmaringen ( 1092) und der Richinza von Spitzenberg, Tochter von Herzog Berthold I.des Bärtigen von Kärnten (5.11.1078) aus seiner 1. Ehe mit der Richwara von Babenberg
Bruder von
Mathilde von Spitzenberg ( nach 1116), Geistlichen Ulrich von Sigmaringen ( um 1110), Herrn Manegold von Sigmaringen-Spitzenberg ( nach 1110), Stief-Bruder von Graf Werner von Frickingen ( 1116) und Richinza von Kirchen (nach 1102)
Neffe von Markgraf
Hermann I. von Baden (25.4. 1074), Bischof Gebhard von Konstanz (12.10.1110), Markgräfin Liutgard von Vohburg (9.7.1119), Herzog Berthold II. von Zähringen (12.4.1111)
Enkel von
N.N. von Sigmaringen

Schwennicke Detlev: Tafel 57
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XII"

LUDWIG VON SIGMARINGEN-SPITZENBERG
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um 1110


Bühler Heinz: Seite 201-204
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"
Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum"

An jener früheren Stelle werden die näheren Umstände mitgeteilt, unter denen das Gut Riederich erworben wurde. Sie gestatteten, dieses Geschäft in die Regierungszeit des Abtes Bruno (1105-1120) zu datieren. Es muß also ab 1105, aber früher als die Schenkung in Walheim (um 1100), mithin um 1107 erfolgt sein. Die Schenkung der drei leiblichen Brüder Ulrich, Ludwig und Manegold von Sigmaringen in Tailfingen muß auf alle Fälle einige Jahre später erfolgt sein, als der Verkauf Riederich durch die "Richinsa vidua de Spitzenberg", sie könnte annähernd gleichzeitig mit der Schenkung Richinzas in Walheim oder auch später, nach dem Tode der Richinza, erfolgt sein.
Unter diesen Umständen darf man die drei Sigmaringer Brüder auf gar keinen Fall personengleich setzen mit Manegold und Ludwig von Sigmaringen des Jahres 1083. Die drei Sigmaringer Brüder, die in Tailfingen begütert waren, können sodann nur Söhne der Richinza aus ihrer zweiten Ehe mit Ludwig dem Älteren von Sigmaringen von 1083 sein. Die mehrfach erwähnte "Mathild de Spizzinberc" ist ihre leibliche Schwester.
Offenbar hatten die drei Brüder nach dem Tode ihres Vaters Ludwig (
vor 1092) die Herrschaft Sigmaringen geerbt. Nach Richinzas Tod ( ca. 1110) war ihnen auch die Herrschaft Spitzenberg zugefallen. Wahrscheinlich haben sie zudem noch ihre Schwester Mathilde beerbt, denn ihre Ehe mit Aribo von Wertingen scheint kinderlos geblieben zu sein.
Tailfingen war ein von der Herrschaft Sigmaringen weit entlegenes, völlig isoliertes, aber nicht unbedeutendes Gut. Die drei Sigmaringer Brüder verfügten dort über die Hälfte der Kirche und 4 Huben; wahrscheinlich war dies nicht einmal ihr gesamter dortiger Besitz.
 


 

 oo N.N.
       
 
   
 
 
 

Kinder:

  Rudolf Herr von Sigmaringen
     
nach 1147
 
 
 
 


Literatur:
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Bühler Heinz: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben Anton H. Konrad Verlag 1997 Seite 201-204,205,215,402, 432/433,563,704,717,820,922 -
Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel 57 -