Ludwig der
Ältere
Herr von Sigmaringen
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† 1092
Sohn des N.N. von Sigmaringen
Bruder des
1083 bezeugten Manegold von
Sigmaringen
Verwandter der Grafen von
Pfullendorf und Althausen-Sulmetingen
Lexikon des Mittelalters:
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Sigmaringen
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Stadt an der Donau (Baden-Württ.), Grafschaft
Auf einem steilen Felsen über der Donau entstand, 4 km von der
alemannischen Siedlung Sigmaringen (heute: Sigmaringendorf) entfernt,
das gleichnamige »castellum«, 1077 von RUDOLF von RHEINFELDEN
vergeblich belagert.
Die erstmals 1083 genannten Manegold
und Ludwig von
Sigmaringen werden dem Verwandtenkreis der Grafen von
Pfullendorf und Altshausen-Sulmetingen zugerechnet.
S. Lorenz
Lexikon des Mittelalters: Band IV
Spalte 2118
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Helfenstein, Grafen von
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Erste nachweisbare Mitglieder der sich nach der oberhalb von
Geislingen/Steige gelegenen Burg nennenden Familie waren Eberhard (Anfang 12.
Jahrhundert) und sein gleichnamiger Sohn (um 1140).
Ludwig von Helfenstein (1171-1200
nachgewiesen), der als Stammvater gilt, wird mit dem 1147 zusammen mit
seinem Vater Rudolf und
seinem Bruder Gottfried,
Bischof von Würzburg,
erwähnten Ludwig von
Spitzenberg (Burg
bei Geislingen/Steige) identifiziert.
I. Eberl
Schwennicke
Detlev:
Tafel 85
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XII"
LUDWIG VON SIGMARINGEN
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† 1092
1083
oo RICHINZA VON
SPITZENBERG, ERBIN von KIRCHEN, 1092- um 1110
†
Witwe von N. von
Fricklingen
Tochter von Graf Berthold I. von Zähringen
Herzog von Kärnten und Richwara
von Schwaben (BABENBERGER)
Bühler
Heinz: Seite 200,204
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"Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum
Schwaben"
Ungewiß ist, von welcher Burg der Mannesstamm der späteren HELFENSTEINER seinen Ausgang
nahm. Ungewiß ist, auf Grund welcher Rechtstitel sich Richinza nach den Burgen
Spitzenberg und Sigmaringen benennen konnte. Am nächsten liegt die
Annahme, daß eine der beiden Burgen ihrem zweiten Gemahl
gehörte, die andere ihr selbst als ererbtes Gut zustand. Offenbar
war sie ja schon 1092, zur Zeit des Vermächtnisses ihres Sohnes Werner, zum zweiten Male Witwe.
Einige Jahre später, 1083, begegnen in Heratskirch (bei Saulgau)
als Zeugen einer Urkunde für das Kloster Königseggwald die
Brüder Manegold und
Ludwig von Sigmaringen [41 Die notitia fundationis des
Klosters St. Georgen, ZGO 9, 1858 Seite 197.]. Sie könnten die
Inhaber der Burg Sigmaringen zur Zeit der Belagerung durch König RUDOLF 1077 gewesen sein. Der
Name Ludwig verdient
Beachtung. Findet er sich doch im Hause
HELFENSTEIN
mehrfach bis gegen Ende des 13. Jahrhunderts, so daß er geradezu
als ein Leitname der HELFENSTEINER
gelten kann. Es ist daher ziemlich sicher, daß Ludwig von Sigmaringen (1083)
ein Vorfahr der HELFENSTEINER
ist. Er müßte derselben Generation angehören wie Richinza von Spitzenberg-Sigmaringen.
Da wir diese als Tochter Bertholds
I. und der Richwara erschlossen
haben, müßte Ludwig
von Sigmaringen ihr zweiter Gemahl gewesen sein [42 Vgl. S. Locher,
Beiträge zur Geschichte des Stadt Sigmaringen, Mittheilungen des
Vereins für Geschichts- und Altertumskunde Hohenzollern I,
1867-1868 Seite 44.]. Er wäre vor 1092 gestorben; das
Vermächtnis Werners von
Kirchheim zeigt ja deutlich, daß Richinza zu dieser Zeit Witwe
war [43 Als das
Vermächtnis Werners
im Jahre 1116 vollzogen wurde, gab Werners Schwester Mathilde ihre Zustimmung. Sie
wird in Bertholds Chronik als "Mathild
de Spizzinberc" bezeichnet (Zwiefaltener Chronik a.a.O. Seite
214) und heißt im Zwiefalter Nekrolog "Mathilt I de Sigemaringin" (MG.
Necrol. I Seite 250) stammte also mit Sicherheit aus Richinzas 2. Ehe. Sie
muß im Jahre 1116 mindestens volljährig gewesen sein.
Vergleicht man das Alter ihrer Halb-Geschwister, so kann sie nicht
später als um 1090, aber auch 10 Jahre früher geboren sein.].
Richinza hatte also in
zweiter Ehe einen SIGMARINGER geheiratet.
Die Benennung nach Spitzenberg müßte sich dann auf ein Gut
beziehen, das sie selbst ererbt hat.
Die Herkunft der ältesten SIGMARINGER,
der Brüder Manegold
und Ludwig von 1083, ist
leider nicht geklärt. Sicher sind sie nah verwandt, wahrscheinlich
stammesgleich mit denen von
Pfullendorf. Darauf weisen die Besitznachbarschaft und die Namen
Ludwig und Ulrich, die sich in beiden
Familien finden. Die Herrschaft Sigmaringen scheint im wesentlichen aus
Gut der "UDALRICHE"
erwachsen zu sein. Als ein Vorfahr darf der "UDALRICHINGER" Marquard gelten,
der Graf in der Goldineshuntare war (993-1019). Er
müßte der Ur-Großvater der Brüder Manegold und Ludwig von 1083 gewesen sein,
und zwar am ehesten über ihre Mutter oder Großmutter. Der
Name Manegold weist in
die Sippe ALTHAUSEN-SULMETINGEN.
Wahrscheinlich war ein ALTHAUSENER
unter den Vorfahren des Brüderpaares von 1083 als deren Vater oder
Großvater.
oo 2. Richinza von Spitzenberg, Tochter von Berthold
I. von Zähringen
† um 1110
1. oo N.N. von Frickingen
†
Kinder:
Mathilde von Spitzenberg
†
oo Aribo von Geislingen
†
Ulrich von Sigmaringen Geistlicher
†
Ludwig von Sigmaringen-Spitzenberg
†
Manegold von Sigmaringen-Spitzenberg
†
Literatur:
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Bühler Heinz: Adel,
Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben Anton H. Konrad
Verlag 1997 Seite 200,202,205,374, 432/433,471,704,717,791,922,1004,
1008/1009 - Schwennicke,
Detlef: Europäische
Stammtafeln. Stammtafeln zur
Geschichte
der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel
57 -