Richinza von Kärnten                    Herrin von Sigmaringen
----------------------------                  Herrin von Frickingen
  
um 1110 

Begraben: Kloster Allerheiligen

Jüngere Tochter des Herzogs Berthold I. des Bärtigen von Kärnten (5.11.1078) aus dem Hause ZÄHRINGEN aus seiner 1. Ehe mit der Richwara von Babenberg, Tochter von Herzog Hermann IV. von Schwaben ( 28.7.1038) und der Adelheid von Turin
Schwester von Markgraf Hermann I. von Baden (25.4. 1074), Bischof Gebhard von Konstanz (12.10.1110), Markgräfin Liutgard von Vohburg (9.7.1119), Herzog Berthold II. von Zähringen (12.4.1111)
Groß-Nichte
vom Römischen Kaiser HEINRICH III. (5.10.1056)
Enkelin von
Graf Berthold III. im Breisgau (15.7.1024) und der (Lütgard?) von Nellenburg
Ur-Enkelin
der Römischen Kaiserin Gisela von Schwaben ( 15.2.1043)
T. Weller lehnt eine Zugehörigkeit Richinzas zu den ZÄHRINGERN ab

Schwennicke Detlev: Tafel 57
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"Europäische Stammtafeln. Neue Folge Band XII"

LUDWIG VON SIGMARINGEN
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   1092

1083

  oo RICHINZA VON SPITZENBERG, ERBIN von KIRCHEN, 1092- um 1110
          

Witwe von N. von Fricklingen
Tochter von Graf Berthold I. von Zähringen Herzog von Kärnten und Richwara von Schwaben (BABENBERGER)


Weller Tobias: Seite 401
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"Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert"

Liutgard schließlich, die offenbar einzige Tochter Bertholds I. [53 BÜHLER, Richinza von Spitzenberg passim, glaubt in der im Mai 1092 mit ihrem damals schon erwachsenen Sohn Werner von Kirchen auftretenden Richinza (vgl. PARLOW, Zähringer, No. 128, 90) eine weitere Tochter Bertholds I. aus seiner Ehe mit Richwara erkennen zu können; seine in erster Linie besitzgeschichtlichen Argumente und vage Hinweise der Namenstradition sind jedoch für eine solche genealogische Zuordnung nicht tragfähig. Gleichwohl werden die Thesen BÜHLERS von den Europäischen Stammtafeln NF 1/2 (1999), Tafel 265, übernommen.], wird in der Tabula consanguinitatis' in Wibalds Briefbuch als Großmutter der DIEPOLDINGERIN Adela, der ersten Gemahlin BARBAROSSSAS, genannt.

Bühler Heinz: Seite 31,191-204
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"
Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben"

Die Zubenennung ist nur im Zwiefalter Nekrolog überliefert. Sie besagt nichts über Adelheids "von Mochental" Abstammung, die nirgends ausdrücklich bezeugt ist [31 H. Jänichen, Die schwäbische Verwandtschaft des Abtes Adalbert von Schaffhausen (Schaffhauser Beiträge, H 35), Seite 29f., hat erkannt, daß Mochental ursprünglich mit dem benachbarten Kirchen (bei Ehingen) zusammengehörte und daß beide Güter aus derselben Erbschaft stammen. - Werner "von Kirchen" (
vor 1116) hatte Kirchen von seiner Mutter Richinza von Spitzenberg. Diese war höchst wahrscheinlich eine Tochter Bertholds I. von Zähringen und seiner Gemahlin Richwara. Adelheid "von Mochental" ist generationsgleich mit Werner "von Kirchen". Sie muß also mit Richinza von Spitzenberg und somit ausch mit Berthold I. und Richwara eng verwandt gewesen sein, und zwar über ihre Mutter; vgl. Anm. 8.].
Werners Mutter war einige Jahre vor ihm verschieden (um 1110), und Werner hatte sie noch persönlich im Kloster Allerheiligen bestattet.
Richwara oder Reitz war somit die Ur-Großmutter der Herzogin Richinza von Böhmen. Beide Frauen, Ur-Großmutter und Ur-Enkelin, trugen den gleichen Namen; kann doch kein Zweifel bestehehen, daß Reitz und Richinza nur Koseformen des alten, vollklingenden Namens Richwara sind. Die Vermutung liegt nahe, auch Richinza von Spitzenberg, die ja mit Adelheid von Mochental verwandt gewesen sein muß, könnte - wegen ihres Namens - zu den Nachkommen Herzog Bertholds I. und der Richwara zählen. Berthold I. und Richwara könnten dann die Vorbesitzer der noch ungeteilten Herrschaft Mochental-Kirchen gewesens ein.




  1. oo N.N. von Frickingen
             
 

  2. oo Ludwig Herr von Sigmaringen
               
  1092
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe
  Werner von Kirchen Graf von Frickingen
      
1116

  Richinza von Kirchen
     
nach 1102

  oo Eberhard der Ältere von Metzingen
          
nach 1112

2. Ehe
 
Mathilde von Spitzenberg
     
nach 1116
 
  oo Aribo von Geislingen
          

 
  Ulrich von Sigmaringen Geistlicher
      
um 1110
 
  Ludwig von Sigmaringen-Spitzenberg
      
nach 1110
 
  Manegold von Sigmaringen-Spitzenberg
      
nach 1110
 

 

Literatur:
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Bühler Heinz: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben Anton H. Konrad Verlag 1997 Seite 31,191-204,205,206, 210,215,260,369,384/385,402,432/433,465,563,704,717,723,748,790,791,810,819,826,828,834,915,922,1004, 1008/1009,1073,1156 -
Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel 57 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des deutschen Hochadels im 12. Jahrhundert Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2002 Seite 401 -