EUROPÄISCHE STAMMTAFELN NEUE FOLGE BAND I.1 Tafel
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Die Familie des Markgrafen
Gero spielte von der Regierungszeit Kaiser
OTTOS I. an bis unter HEINRICH
II. bei der Gestaltung der Verhältnisse im Gebiet östlich
der Elbe-Saale-Linie eine entscheidende Rolle. Sie stellte im ganzen sechs
Markgrafen, die aber nicht alle hervorragende Persönlichkeiten waren.
Ausgangsbasis ihrer Stellung im Kolonialland waren Grafschaften im Gebiet
von Schwaben-, Harz- und Nordthüringgau. Als Stützpunkte
im Slawenlande waren die großräumigen Schenkungen der Könige
gedacht. Das Erbgut der Familie ging zum größten Teil an ihre
Klosterstiftungen über. Insgesamt wurden fünf Klöster von
ihnen erbaut und dotiert: Gröningen, Frohse, Gernrode,
Alsleben und Nienburg.
Das Ansehen der Familie beruhte nicht allein auf ihrer
faktischen Machtstellung, sondern war auch herkunftsmäßig verankert.
Durch mehr als ein Mitglied waren sie mit der HESSI-Sippe und den BILLUNGERN
verschwägert. Auch die Grafen von Stade gehörten zu ihrem Sippenanhang,
vielleicht auch die Grafen von Walbeck.
Trillmich Werner: Seite 76
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"Kaiser Konrad II. und seine Zeit"
Der Sippe Geros
erging es ganz ähnlich. Ihre
Allodien,
die den Rückhalt des großen Markgrafen gebildet hatten, häuften
sich am Harz bei Halberstadt, Quedlinburg und Aschersleben.
Als Hausklöster verfügte sie über Westergröningen
an der Bode, Frose bei Aschersleben und die 959 von
Gero
gestiftete, besonders reich dotierte Frauenabtei Gernrode.
Markgräfliche Amtsgewalt erlangten GerosNeffen
nur in der Lausitz. Ihre heimische Basis bildete seitdem vornehmlich Grundherrschaften
im Nordthüringgau um das 975 gegründete Kloster Nienburg.
Ihr Amtsbereich erstreckte sich in einem schmalen Streifen von der unteren
Saale über Eilenburg an der Mulde, Belgern und die Burgen am Fläming
bis in den dünn besiedelten Spreewald. Familienzwistigkeiten trieben
manchen Verwandten ins Lager des polnischen Herzogs, der 1002 an die Elbe
vorstieß, so dass Belgern und Lebusa ständig umkämpfte
Vorposten wurden, die sich nur mühsam behaupten ließen.