Neffe von Herzog Robert Guicscard
Nach Bünemann Sohn einer Schwester von Herzog Robert
Guiscard
Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 207
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Conversano, Grafen
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Nach dem Zerfall der byzantinischen Herrschaft begegnen
als erster normannischer Graf ab 1068 Gottfried,
ein Neffe Herzog Robert Guiscard (Hauptorte sind Conversano, Brindisi
und Nardo). Ihm folgen seine Söhne Robert und Alexander,
der 1132 als einer der Beauftragten König
Rogers II. den Frieden mit Bari bekräftigt, sowie Tankred,
den Roger als einen der Führer
des apulischen Aufstandes 1133 absetzte.
Die Rebellion in Apulien (Frühjahr 1082), so scheint
es, griff dann erst recht um sich. Neben Hermann und Abälard
trat Gottfried von Conversano, ein weiterer Neffe des Herzogs, an
die Spitze des Aufstandes.
Die Stadt an der Via Appia zwischen Tarent und Brindisi
wurde von seinem Schwestersohn Gottfried von Conversano, einem seiner
Imtimfeinde, belagert. Als der Neffe vom Nahen des Onkels hörte, war
er aufs äußerste beunruhigt, sagt Malaterra. Gottfrieds
Leute gaben, "obgleich sie in der Mehrzahl waren, die Belagerung auf, und
alles floh und machte sich davon."
Der Herzog ist auch von seinen Neffen Robert von Loritello
und Gottfried von Conversano begleitet worden. Der Loritello
hielt es immer mit dem Onkel. Gottfried, bisher Guiskards unversöhnlicher
Widersacher, hatte Frieden mit dem Mächtigen gemacht.
Am Sterbelager des Guiskard soll sich ein repräsentativer
Kreis von Normannen eingefunden haben. Genannt werden die beiden Neffen
Robert
von Loritello und Gottfried von Conversano, Roberts
Schwiegersohn
Wilhelm von Grandmesnil sowie Odo der "gute Markgraf", der wahrscheinlich
ein Schwager Guiskards gewesen ist.
Der Chronist nennt außer Gocelinus Roberts Neffen
Abälard
und Gottfried von Conversano unter den Urhebern des Komplotts. Amatus
erwähnt Gottfried und dessen Bruder Robert
von Montescaglioso nicht. Bereits zwischen dem 1. September 1065
und dem 31. August 1066 waren die Rhomäer in Bari gelandet. Wie sich
die Zusammenarbeit der Byzantiner mit ihren normannischen Verbündeten
gestaltete, bleibt unklar. Nur Castellaneta, das Gottfried von Conversano
eroberte,
scheintr Maurikas übergeben worden zu sein.
Es ging vor allem um die Belagerung von Montepelosos
(Irsina) ostwärts Acerenza (1068). Die Stadt war der Herrschaft Gottfrieds
von Conversano unterworfen. Der Konflikt hatte eindeutig lehnsrechtliche
Ursachen. Der Neffe weigerte sich nämlich, für Montepeloso und
die zahlreichen übrigen Burgen und Städte, die ihm gehörten,
dem Herzog das servitium zu leisten.
Als Gottfried abwesend war, übergab sein
untreuer Vasall Robert Montepeloso. Gottfried von Conversano
gab nach dem Verlust von Montepelosos auf. Er versprach, in Zukunft für
alle seine Burgen und Städte "Dienst zu leisten (servitium exibere)",
das heißt, sich dem ungeliebten Onkel als Lehnsmann zu unterwerfen.
Gottfried
galt
als einer der mächtigsten Seigneurs in Apulien. Außer
dem von der Küste abgesetzten Conversano hielt er Polignano,
Monopoli
und Brindisi an der Adria. Mit der Kapitulation Gottfrieds von Conversano
brach
die Verschwörung zusammen. Gottfried von Conversano scheint
keine Besitzeinbußen erlitten zu haben. Für ihn und andere mächtige
Verschwörer war das Ende des Aufstandes keine bedingungslos Kapitulation.
Als Jordan von Capua sich beim Tod seines Vaters mit
Gregor
VII. gegen Robert verbündete, machte eine starke Gruppe
von Guiskards Großvasallen gemeinsame Sache mit dem Fürsten.
Es waren die alten Gegner aus den Familien HAUTEVILLE
und AMI, die sich aufs neue erhoben. An erster Stelle werden Graf Peter
II. und Gottfried von Conversano genannt. Auch die Brüder der
beiden Rädelsführer, Ami von Giovinazzo und Robert von Montescaglioso,
sind wieder dabei gewesen. Der Aufruhr ist offenbar 1078 ausgebrochen.
Dann folgten des Herzogs "hochmütige" Nefefn, die
Grafen
Robert von Montrescaglioso und Gottfried von Conversano, denen
der Onkel, "das Böse, das sie ihm angetan und seinen Zorn vergessend",
Gnade nicht verweigerte. Sie alle mußten den Sieger bei der Belagerung
Abälardas
in
Bari unterstützen.
Als leidenschaftliche Gegner sind zwei Brüderpaare
führend gewesen: Abälard und Hermann, die Söhne
Humfreds,
sowie Gottfried von Concersano und Robert von Montescaglioso,
die offenbar Söhne einer Schwester des Herzogs waren. Die zornigen
Neffen wollten sich dem herrischen Willen des Onkels nicht beugen. Wann
immer sich eine Gelegenheit bot, haben sie bis Anfang der 1080-er Jahre
gegen ihn aufgemuckt. Robert von Montescaglioso war im Juli 1080
gestorben. Erst als dem Guiskard im Jahre 1083 die Unterdrückung
des letzten Aufstandes gelang, fand Gottfried von Conversano sich
mit Roberts Überlegenheit ab und folgte ihm auf dem zweiten
Balkanfeldzug.
oo N.N.
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Kinder:
Robert
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Alexander
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Tankred
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Sybille
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oo 2. Robert II. Courtheuse Herzog der Normandie
1054- 1134
Literatur:
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Bünemann, Richard: Robert Guiskard 1015-1085.
Ein Normanne erobert Süditalien. Böhlau Verlag GmbH & Cie,
Köln 1997 Seite 131,134,155,160,171-173,177,179,245,248 -