Sohn des Grafen
Adalolf von Boulogne; Enkel des
Grafen
Balduin II. von Flandern
Werner Karl Ferdinand: Seite 470
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"Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr
1000 (1.-8. Generation)"
VII. Generation
58-59
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Außer Arnulf,
Graf von Boulogne und Sohn von Adalolf, Graf von Boulogne,
muß ein weiterer ehelicher Sohn Adalolfs
angenommen werden,
der vor 962 starb. Wir erfahren von ihm durch Flodoard, Ann. 962
(ed. Lauer 152; die Anmerkung 2 des Herausgebers zu dieser Stelle ist durch
Mißverständnis und irrrige Voraussetzungen entwertet), wonach
Arnulf
I. von Flandern damals, 962, auf Vermittlung
König
Lothars, Frieden mit seinem gleichnamigen Neffen (Arnulf,
Sohn Adalofs von Boulogne) schloß. Über die Ursachen
der Feindschaft wird gesagt, idem comes, also Arnulf von Flandern,
habe den Bruder des Neffen
Arnulf der Untreue überführt
(bzw. verdächtigt) und töten lassen. Diese Interpretation der
Stelle und Identifizierung der Personen gibt auch Ganshof, La Flandre 28f.,
mit der naheliegenden Vermutung, daß bei jener Vermittlungsaktion
von 962 Arnulf, Sohn Adalolfs, die Grafschaft seines Vaters,
eben Boulogne und das Ternois (Gebiet von Therouanne) erhielt. Es ist bekannt,
daß die tiefere Ursache jener Kämpfe die Sorge Arnulfs
um die Nachfolge seines Enkels Arnulfs
II., eines kleinen Kindes, nach dem plötzlichen Tode Balduins
III., des vorgesehenen Nachfolgers und Mitregenten
Arnulfs I.,
war. Gehörten die dadurch entstehenden Unruhen, wie allgemein von
der Forschung angenommen wird, der Zeit nach dem sie auslösenden Tode
Balduins III. (962 I 1)an, dann ist auch der Tod des Bruders von
Arnulf von Boulogne im Jahre 962 selbst eingetreten. Flodoard berichtet
die erwähnte Friedenstiftung nach der Erwähnung eines Wunders
(ed. Lauer 151 und Anmerkung 10), das sich am 8. September zutrug, und
vor der Erwähnung der Erhebung Vulfaldas zum Bischof von Chartres,
die zwischen dem 8. Septemer und dem 14. Oktober 962 stattfand (ebd. 153,
und Anmerkung 4). Demnach dürfen wir als Todesdatum des Adalolf-Sohnes
N ansetzen 962 v IX, wobei jedoch am ehesten an das Frühjahr
962 zu denken sein wird, so, daß darauf, wie von Flodoard berichtet,
der eigentliche Zwist zwischen Arnulf I. und seinem gleichnamigen
Neffen entbrennt, der im Herbst beigelegt wird.