Richardis
von
Österreich
Landgräfin von Steffling
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„Landgräfin von Walthersdorf"
1143 †
24.1.1196/1200
Begraben: Klosterneuburg dann
Heiligenkreuz
Einzige Tochter des Markgrafen
Heinrich II. Jasomirgott von
Österreich († 13.1.1177) aus
dem Hause der BABENBERGER
aus seiner 1.
Ehe
mit der Gertrud
von Supplinburg, Tochter vom Römischen Kaiser LOTHAR
III. VON SUPPLINBURG
(† 4.12.1137) und
der Römischen Kaiserin Richenza von Northeim
Stief-Schwester von
Herzog Heinrich XII. dem
Löwen von Bayern und Sachsen († 6.8. 1195), Markgraf Leopold V. von
Österreich († 31.12.1194), Herzog Heinrich I. dem Älteren von
Mödling († 11.9.1223), Königin Agnes von Ungarn († 13.1.1182)
Nichte von Vogt Adalbert von Passau († 9.11.1138), Markgraf Leopold IV. von Österreich († 18.10. 1141), Markgraf Heinrich Jasomirgott von
Österreich († 13.1.1177), Bischof Otto von Freising († 28.9.1158), Markgräfin Julitta (Judith)
von Montferrat († nach
1168), Herzogin Gertrud von
Böhmen († 5.8.1151), Herzogin Agnes von Polen-Schlesien († 25.1.1157), Ernst von Österreich († 23.1.1137), Erzbischof Konrad von Salzburg
(†
28.9.1168), Gräfin Elisabeth von Winzenburg († 20.5.1143),
Gräfin Uta von Hardegg, Herzog Friedrich II. dem
Einäugigen von Schwaben († 4./6.4.1147),
vom Deutschen König KONRAD
III. († 15.2.1152)
Groß-Nichte vom Deutschen
Gegen-König KONRAD
(III.) (†
27.7.1101), vom Römischen Kaiser HEINRICH
V. († 23.5.1125),
Cousine vom Römischen Kaiser FRIEDRICH
I. BARBAROSSA († 10.6.1190
ertrunken)
Enkelin von Markgraf Leopold III.
dem
Heiligen von Österreich († 15.11.1136) und
der Agnes von Waiblingen
Ur-Enkelin vom Römischen Kaiser
HEINRICH IV. († 7.8. 1106)
Schwennicke Detlev: Tafel 85
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"Europäische
Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1"
RICHARDIS
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* 1143, † 24.II.1200
Begraben: Klosterneuburg dann
Heiligenkreuz
oo HEINRICH V., LANDGRAF von
STEFFLING
(BABONEN)
† 1.V. um 1190
Thiele, Andreas:
Tafel 115
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"Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"
RICHARDIS
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†
oo HEINRICH V.
LANDGRAF von STEFFLING und GRAF im REGENKNIE;
VOGT von PRÜLL
† 1190
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR
MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 169
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21. HEINRICH V.
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F. siehe 13 unter Gemahlin; eV.
1173 siehe 13 und
c 1176 Heinricus comes de Stevingen
MB 5, 338 n 63
c 1185 Heinricus comes provincialis
Gemahlin:
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RICKARDIS
OÖ UB 1, 336;
IV.c 1190 Reichenhall Landtag: Heinricus
lantgravius de Rittenburch
MB 2, 357
† c 1190 1/5
Niedermünster: Heinricus
lantgravius Necr. 3, 278
Gemahlin:
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RICHARDIS,
Tochter des Herzogs Heinrich von Österreich,
c 1185 siehe oben;
als Witwe (1196 nach 31/10) nQ 8, 514 n 1007; Ensdorf
251 f n 160; QE 1, 215 f; MG DChr. 3, 719;
† 24/2
Klosterneuburg: Rihkardis
comitissa de Walthersdorf Necr.
5, 16;
Seckau (25/2): Reichgardis
lantgravia
Vorau (24/2):
Richardis
lantgravia Necr. 2, 407, 436.
Mayer
Manfred: Seite 45
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"Die Burggrafen von Regensburg"
Auf die Söhne Ottos
II. ging der väterliche Titel Landgraf von Steffling über.
Die Grafschaft um Kitzbühl und Kufstein war als
bischöflich-regensburgisches
Lehen in ihrem Besitz. Nach dem Aussterben der burggräflichen
Linie
scheinen sie den größten Teil der Allode derselben erhalten
zu haben, wenigstens erscheint Landgraf Heinrich
im
Besitz von Riedenburg. Heinrich
folgte
dem Vater in der Burggrafschaft,
erscheint auf den Landtagen, welche
die
Vormünder Herzog Ludwigs um 1185 nach
Wörnsmühle und
wohl
nicht viel später nach Reichenhall beriefen und ist bei
Geschäften
und Schenkungen an das Kloster Reichersberg beteiligt. Vermählt war
Landgraf
Heinrich mit Richardis,
der Schwester Herzog Leopolds V. von Österreich,
einer Enkelin Kaiser
LOTHARS
III. Dass Richardis
diesem Geschlecht angehörte, berichtete die Fundatio monasteri in
Walderbach. Zudem nennt sich
Richardis nach dem Gut
Waltersdorf, welches zugleich in ihrem Besitz
und in dem des Herzogs von Österreich erscheint; ferner
übergibt
sie ihre Güter in Österreich dem Herzog Heinrich von Medling.
Ihr Gemahl starb etwa um 1185. Wann sein Bruder Friedrich
gestorben ist, wird nicht gesagt. Er erscheint noch in einer Urkunde
vom
2. April 1184. Richardis
beweinte
mit ihren beiden Söhnen, Otto
und Friedrich,
ihren Gemahl.
Lechner, Karl: Seite
147,184,193,296
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"Die Babenberger. Markgrafen
und
Herzoge
von Österreich 976-1246"
Doch nur ein Jahr sollte die Hoffnung dauern, den Streit um Bayern
endgültig beigelegt zu haben, denn Gertrud
starb nach der Geburt einer Tochter
Richardis im Wochenbett. Sie wurde in
Klosterneuburg begraben.
Im 13. Jahrhundert überführte man ihre und ihrer Tochter Richardis Gebeine nach
Heiligenkreuz [20 Richardis war
mit dem Landgrafen von Stefling und
Riedenburg (Ober-Pfalz) verheiratet und starb als Witwe (mit dem
Titel „Landgräfin von
Walthersdorf") zwischen
1196 und 1200. Die
Übertragung der Gebeine geschah auf Veranlassung Herzog Friedrichs II. um 1240. Auch die Söhne Markgraf Liutpolds III.,
die Markgrafen Adalbert und Ernst sowie Herzog Heinrich der Ältere von
Mödling und seine Gattin Richza (Reiza) wurden damals von
Klosterneuburg nach Heiligenkreuz (Kapitelhaus) umgebettet. Vgl. P. P.
Niemetz, Die Grablege der Babenberger in der Abtei Heiligenkreuz (1974)
7, 18 f.]. Am 24. September 1143 starb auch die Mutter des Markgrafen,
die SALIERIN
Agnes,
und wurde gleichfalls in Klosterneuburg beigesetzt.
Endlich hat Liupold V. auch
die beiden Linien der Burggrafen von Regensburg (†
1181/85) und Landgrafen von Steffling († 1190/96) Besitz geerbt [67
Heinrich
III. Burggraf von
Regensburg
(† 1172/74)
war ja mit einer Tochter Markgraf
Liutpolds, Bertha
(†
ca. 1150) verheiratet.
Heinrich V., Landgraf von
Steffling († ca. 1190),
war mit Richardis, einer
Tochter Herzog Heinrichs Jasomirgott aus
seiner ersten Ehe mit Gertrud von
Braunschweig verheiratet. Tyroller, Genealogie, besonders 166
ff., Tafel 11.].
Noch im April des Jahres 1197 war Herzog
Friedrich in
Österreich. Hier schenkte er dem
Zisterzienser-Kloster
Walderbach in der Oberpfalz Besitz- und Gerichtsrechte in Gottsdorf und
Metzling bei Persenbeug, die nach dem Tode des Landgrafen Heinrich
von
Steffling-Riedenburg (†
um 1190)
an ihn gekommen waren. Die Schenkung
erfolgte auf Bitten der Witwe Heinrichs,
der Landgräfin
Richardis,
einer Tochter
Herzog
Heinrichs Jasomirgott aus
seiner ersten Ehe mit Gertrud
von Braunschweig [6 BUB I, Nr. 99.
Die Urkunde ist nur fragmentarisch in einer
deutschen Übersetzung aus der ersten Hälfte des 15.
Jahrhunderts
überliefert (vgl. dazu
Mitis, Studien 362 ff.). Richardis,
der hier auch der Titel herczogin
gegeben wird, war also eine Tante
Herzog Friedrichs I.,
eine
Halb-Schwester seines Vaters, Herzogs
Liupold V. Richardis, die
nach dem
Tode ihres Sohnes, Landgraf Otto II. (1196), nach
Österreich
übersiedelte, übernahm ihr mütterliches
Erbe Unterwaltersdorf und
Guntramsdorf und nannte sich „Landgräfin
von Waltersdorf".
Sie starb
vor 1200 und wurde
vorerst in
Klosterneuburg begraben, dann aber, vor
1240, mit ihrer Mutter Gertrud in das
Kapitelhaus von Heiligenkreuz
übertragen, das Herzog Friedrich
II. zu einer repräsentativen Grablege
der BABENBERGER ausgestalten
ließ. Hier ruht sie mit ihrer Mutter unter
einer gemeinsamen Grabplatte. Vgl. dazu jetzt Walter Koch, Zu den
Babenbergergräbern in Heiligenkreuz in: Babenberger-Forschungen (=
JbLKNÖ NF 42 1976).
].
Das Kapitelhaus in Heiligenkreuz
war vor 1240 mit dem
frühgotischen Kreuzgang fertiggestellt worden. Herzog Friedrich hatte es um diese
Zeit zu einer repräsentativen Fürsten-Grablege ausgestalten
lassen. Schon vorher waren Markgraf-Herzog
Liutpold IV., Herzog Liutpold V.,
Herzog Friedrich I. und Herzog Heinrich der Jüngere von
Mödling († 1236) dort bestattet worden. Herzog Friedrich hatte mit diesem
einen Vertrag geschlossen, wonach dessen
Eltern, Heinrich der
Ältere von Mödling und seine Frau Richza (Raizza), von Klosterneuburg,
wo sie
beigesetzt worden waren, nach Heiligenkreuz umgebettet werden sollten.
Nun nach der Ausgestaltung des Kapitelhauses ließ Herzog Friedrich noch weitere
Glieder seines Geschlechtes aus Klosterneuburg nach Heiligenkreuz
verlegen: die Söhne des Stifters, Adalbert und Ernst, die erste Gemahlin Herzog Heinrichs II. Jasomirgott,
Gertrud von
Braunschweig, und ihre Tochter, Landgräfin
Richarda, und Friedrichs Bruder Heinrich („der Grausame") und
dessen Gattin Agnes. Herzog Friedrich liegt in einem
Hochgrab, der Tumbadeckel zeigt in Hochrelief seine liegende Gestalt in
Waffenrüstung. Nicht mit Unrecht wurde aus der engen
Verwandtschaft mit dem Tumbarelief für König Ottokar II. in Prag
geschlossen, daß der Böhmen-König diese Platte seinem
Vorgänger anfertigen ließ.
oo Heinrich V. Landgraf von Steffling
† 1.5.1190
Kinder:
Otto VI.
Landgraf von Steffling
um 1160/65 † 31.10.1196
Heinrich VI. Domherr zu Bamberg
†
1218
Literatur:
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Bernhardi, Wilhelm:
Jahrbücher
der
Deutschen
Geschichte Konrad III., Verlag von Duncker & Humbolt Leipzig 1883 -
Lechner, Karl: Die
Babenberger.
Markgrafen
und
Herzoge
von Österreich 976-1246, Böhlau Verlag Köln 1985 Seite
147,193,296,351 A. 20;367 A. 67; 370 A. 6 - Mayr, Manfred: Geschichte der Burggrafen von
Regensburg,
Dissertation München 1883 Seite 45 - Schwennicke
Detlev: Europäische
Stammtafeln
Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main
1998 Tafel 85
- Thiele,
Andreas:
Erzählende
genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1, R. G.
Fischer Verlag Frankfurt/Main 1993 Tafel 115 - Wegener,
Wilhelm Dr.
jur.: Genealogische
Tafeln
zur mitteleuropäischen Geschichte, Heinz Reise-Verlag
Göttingen
1962-1969 Seite 169 - Weller Tobias: Die Heiratspolitik des
deutschen
Hochadels im 12. Jahrhundert. Rheinisches Archiv. Böhlau
Verlag
Köln
Weimar Wien 2004 Seite 378-380,393,606,804,829 -