Ältester Sohn des Grafen
Meginhard V. von Formbach und der Mathilde von Reinhausen,
Tochter von Graf Elli II.
GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 143
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33. Ulrich V.
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F. die Hausgenealogie unter g) macht ihn zum Sohne eines
Meginhard,
und zwar von 12, doch ist das (siehe 22) zeitlich nicht möglich, es
käme also 22 als Vater in Frage; vgl. auch 11 zu c 1050, wo dieser
als Großvater von 33 genannt wird; eV. c 1073 Graf Oudalrich gibt
alle seine Güter, sowohl diejenigen, die er schon nach Erbrecht besitzt
wie auch jene, die ihm von den Eltern noch als Erbe zufallen, hauptsächlich
Hohenwart (bei Maissau) in orientale parte, als elterlichen Erbteil, und
Chamba (am Kamp), das er von seiner Gattin hat, und das er ihr hiermit
wiedergibt, seiner Gattin Mathilde und den von ihr zu erwartenden
Söhnen, im Falle solche ausblieben und Mathilde ihn überlebe,
ihr zur beliebigen Verfügung, und comes Ekkebertus et puer Gebehardus
nepos eius; mit denselben Zeugen bestätigt er seiner Gattin Mathilde
auch
die Übergabe aller Güter, die er von seinem Bruder Hermann teils
schon eigentümlich geworden, teils später bei der Teilung des
Erbes in Bayern oder sonst wo noch erhalten solle, sowie die Investitur
mit genannten Ministerialen FRA II 51, 5 n 4
(1074) Udalricus comes de Ratelnperge
Gebehardus comes de Vorenbach MBR 9 n 12
1079 21/3 siehe 30
1083 8/9 Bischof Altmann von Passau weiht das Kloster
Göttweig in Anwesenheit des Vogtes, des Grafen
Oudalrich von Ratilenperge, und
dessen Bruder, des Grafen Hermann, ein FRA II 51, 7 n 5
(1095) Oudalricus comes de Windberga
siehe
38, IV.
(1095/97) kurze Zeit nach der Gründung des Klosters
Vornbach bedenkt
Oudalrich de Windperge,
Bruder des dominus Hermannus, dasselbe; da er mittlerweile stirbt, holt
seine Witwe
Mathilt mit seinem Sohn Conrad
und
seinem Bruder Hermann das Fehlende nach OÖ UB 1, 627 f n 2 f;
(1097) nach dem Tode des Oudalrich
gibt
seine Witwe ein Seelgerät nach Götting, udZ.
Ekkibertus
comes,
Gebehardus,
iunior
Ekkibertus FRA II 69, 184 n 43
+ 1097 Oudalricus comes
de Ratlinperg Annal. Reichersb. SS 17, 450.
Gemahlin:
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Mathilde, Tochter des Grafen Ratpoto IV. (+ 1080),
siehe Ratpotonen n 14; siehe oben c 1073, (1095/97), (1097);
c 1121 die Gräfin Mathilda gibt nach Göttweig
mit Hand ihrer Tochter Liutkarda
ein Seelgerät für ihren Gatten Oudalrich
und ihren Sohn Chounrad
FRA
II 69, 233 f n 92
IV. c 1125 Hohold (von Kamp), Ministerial der Gräfin
Mathilde FRA II 69, 445 f n 313;
+ c 1125 die Regensburger
Domvögtin (Liutgard) gibt nach Göttweig ein Seelgerät
für ihre Eltern, den Grafen Oudalrich
und seine Gattin FRA II 69, 340 f n 199.
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GENEALOGISCHES HANDBUCH ZUR BAIRISCH-ÖSTERREICHISCHEN
GESCHICHTE
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Dungern Prof. Dr. Otto: Seite 44
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26. Udalrich
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(1073) (Mb. III. 245/6, berichtigt im Linzer Diözesanarchiv V. S. 121. 32) Udalricus comes de Raterlinperge (Radelberg bei Göttweih, Nieder-Österreich). Sohn des Meginhard (OÖ. UB. I. 779: Aufschreibung des 12. Jahrhunderts) nahm er um 1075 mit seinem Bruder Hermann die Güterverteilung vor (fra. II./8. 239 = II/51. 5. 4). Dass er und sein Bruder Hermann der comes Udalricus, comes Hermannus sein soll, welcher in der Urkunde des Erzbischofs Udo von Trier 1071 als erster zeugt (Beyer, Mittelrhein. UB. I. 429. 371), ist wenig wahrscheinlich, weil gar keine Beziehungen nach Trier weisen; Dominus de Winderperge = Wimberg, Pf. Fürstenzell (OÖ.UB. I. 627. 2 = Mb. 4.13/4 er und sein Bruder nepotes des Grafen Tiemo); 9.IX.1083 Vogt von Göttweih (fra. II/8. 249/50). + 1097 MG. SS. 17. 450).
Gattin:
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Mathilde (fra. II/51. 5. 4), die Mann und Sohn
überlebte (fra. II/8. 35/6. 139) und Besitz am Kamp in Nieder-Österreich
hatte.
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Udalrich V. stellte
1070 eine Urkunde aus, durch welche er seiner Gemahlin Mathilde Alles
verschreibt, was er in Bayern und anderswo von seinem Bruder Hermann in
der elterlichen Erbteilung erhalten oder sonst noch zu hoffen hat.
Lechner Karl: Seite 77,89,137,337 A 21
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"Die Babenberger"
Im Jahre 1048 erhielt Kloster Niederaltaich in Erweiterung
seines Schenkungsgutes von 1045 3 Königshufen, die am Unterlauf der
"Schwarza" in orientalis pago gelegen, an das Eigengut des Grafen
Udalrich, Sohn des
Grafen Tiemo von Formbach-Ratelnberg angrenzen. Dass die
Formbacher und ihr Seitenzweig, die Grafen von Ratelnberg, auch weiter
im Westen begütert war, werden wir noch hören.
Die Söhne Meginhards
waren
Udalrich, Graf von Windberg (Landkreis
Vilshofen), der sich 1070/75 zuerst Graf von Ratelnberg (Radelberg) nennt
und mit Mathilde, der Witwe von Graf Friedrich von Tengling, verheiratet
war.
Es ist klar, dass die SIGHARDINGER und FORMBACH-RATELNBERGER
einen starken Rückhalt am König LOTHAR
fanden
und in der Mark besondere Bedeutung gewannen. Übrigens waren sie untereinander
eng verschwägert, seitdem Graf Ulrich von
Ratelnberg (+
1097) mit Mathilde, der Witwe Graf Friedrichs von Tengling,
des Ahnherrn der Burghausen-Schala-Peilstein, verheiratet war.
Über die Schlacht bei Mailberg geben uns nicht nur
die Chroniken Nachricht, sondern auch eine Tradition von ca. 1082/97, mit
der Graf Udalrich von Ratelnberg, der
Vogt von Göttweig, für seine ritterlichen Gefolgsleute, die in
der Schlacht bei Mauriberg (Mailberg) gefallen waren, eine Gutsschenkung
an Göttweig macht, die er später noch für das Seelenheil
seiner Kinder vermehrte. Seine Witwe Mathilde macht an Göttweig
eine Stiftung für Gatten und Sohn.
Moritz Joseph: Seite 83-87 (1803)
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"Kurze Geschichte der Grafen von Formbach, Lambach und
Pütten"
Graf Udalrich oder Ulrich II. von Ratelnberg; Mathilde,
seine Gemahlin
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1) Die 1. Erwähnung dieses Grafen
Udalrich II. geschieht
in der Urkunde vom Jahre 1072, wo sein Bruder Hermann, Graf von Windberg
durch eben diesen
Ulrich kenntlich
gemacht und von anderen Grafen dieses Namens unterschieden wird,
Ulrich
aber
selbst war nicht zugegen. Merkwürdiger für seine Geschichte ist
die ranshofische Urkunde vom Jahre 1073 oder 1074, denn da steht er gleich
nach dem Grafen Rapoto von Cham und vor dem Grafen
Eberhard von Formbach. Dabei aber ist unleugbar, dass er von dem
Herrn Herausgeber des 3. Bandes der bair. Monum. übersehen worden,
denn Hundius kann ihn in seinem Bruchstück eben dieser ranshofischen
Versammlung nicht erdichtet, sondern nur aus dem nämlichen Manuskript
geschöpft haben, wobei der Herr Herausgeber den ganzen ranshofischen
Codex abgeschrieben hat. Die hundische Lesart beweist auch der Herr Herausgeber
selbst, da er zwar den Grafen Ulrich,
nicht aber sein Residenzschloss und den Sitz seiner Grafschaft, nämlich
Ratelnberg übersehen hat. Es schrieb sich aber wirklich von Ratelnberg,
nicht Graf Rapoto, sondern eben dieser gegenwärtige Graf
Ulrich, wie eine alte bayerische Chronik bei seinem Tode im
Jahr 1097 bezeugt. Einen neuen Beweis für die Lesart des Hundius
gibt der Sohn des Grafen Ulrich, nämlich
Graf
Konrad II. an die Hand, welcher in einer Urkunde vom Jahre 1122
ausdrücklich von Ratelnberg als seinem Erbschlosse geschrieben wird.
Das Alter dieses
Grafen Ulrich II.
lässt aus der berühmten ranshofischen Urkunde ebenfalls ziemlich
genau bestimmen. Er war älter als Graf
Eberhard von Formbach, doch aber auch jünger als Graf
Ekbert I. Das erste schließe ich aus der Ordnung der Zeugen
in der ranshofischen Urkunde; das zweite aus dem, weil er dem Graf
Ekbert I. in der Advokatie von Formbach weichen musste, die allzeit
dem ältesten aus dem männlichen Geschlecht des Grafen
Thiemo I. vorbehalten war.
2) In der Teilung des Wasserzolls bei Schärding
ums Jahr 1090 folgen Graf Ulrich II.
und sein Bruder, Graf Hermann, gleich nach ihren Basen, der Frau
Tuta und der Frau
Himiltrud; sie stehen zwar ihren Vettern, Graf
Ekbert I. und Graf
Heinrich II. vor, allein nur deswegen, weil ihr Vater, Graf
Meginhart älter als Thiemo
II. war, obgleich sie selbst jünger als ihre Vettern, Graf
Ekbert I. und Graf
Heinrich II., waren. Graf Ulrich II.
gab nicht nur seinen Teil des Zolls in Schärdingen nach Formbach,
sondern machte auch noch andere wichtige Schenkungen dahin; deswegen wird
er nach dem Grafen
Ekbert I. in den 2 ersten Bestätigungsurkunden vom Jahre 1136
und 1139 auch in der Bestätigungsbulle vom Jahre 1179 als ein Hauptmitstifter
des Klosters Formbach gerechnet. Hauptsächlich aber rührt von
ihm her die Inkorporation der Kirche Eholfing als einer Filiale der Hauptpfarrkirche
St. Martin in Formbach samt dem Zehnt, der ehemals von seinem Ahnherrn,
dem Grafen Thiemo
I., dazu eingetauscht worden war, weiter der freie Holzschlag,
die Mastung und Meierung und alle andere Nutzungen des beim Formbach gelegenen
Forstes, wie sie in allen kaiserlichen und päpstlichen Bestätigungen
ausgedrückt und dem Grafen Ulrich II.
samt seinem Bruder Hermann I. zugeschrieben werden.
3) Einmal machte Graf
Ulrich II. auch einen Delegator des Grafen Ekberti, da dieser
die Hofstatt Inching nach Formbach vermachte, welche Delegation er auch
im Beisein des alten
Grafen
Ekbert I. und dessen Söhne ins Werk richtete. Dies lege ich
so aus, dass die beiden Vettern mit gutem Verständnis an der Stiftung
arbeiteten. Graf Ulrich II.
starb im Jahre 1097 und wurde von einem alten bayerischen
Geschichtsschreiber, Graf von Ratelnberg genannt. Seine Gemahlin, die ihm
nur einen einzigen Sohn,
Konrad II. gebar, hieß Mathilde. Diese bestätigte
und erneuerte nach dem Tode ihres Gemahls, wahrscheinlich noch im Jahre
1097 oder im nachfolgenden Jahr die Schenkung der Kirche zu Eholfing nach
Formbach, welche ihr Gemahl nicht mehr zur vollkommenen Delegation bringen
konnte, weil er unvermutet vom Tode überrascht wurde. Wie lange die
Frau Mathilde ihren Gemahl überlebt hat, ist so genau nicht
bekannt; dies allein kann man sagen, dass sie im Jahre 1122 nicht mehr
gelebt haben muss, weil von ihr in einer Urkunde eben dieses Jahres, die
über obiges Eholfing ausgestellt war, keine Meldung mehr erfolgte.
1072
oo 2. Mathilde von Vohburg-Cham, Tochter des Grafen
Rapoto IV.
- 1125
Kinder:
Konrad II.
-18.8.1121/22
Liutgard
-16.1.1157
oo Friedrich II. Domvogt von Regensburg
-29.10.1120