Tochter des N.N.
Werner Matthias: Seite 151,169
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"Adelsgeschichten"
Eine weitere Verwandtschaftsangabe schließlich findet
sich in der Vita Bilhildis, die wie die jüngere Burchardsvita wohl
gleichfalls der 1. Hälfte des 12. Jahrhundert entstammt. Ihr zufolge
soll die
heilige Bilhild, die im 1.
Drittel des 8. Jahrhunderts das Altmünsterkloster in Mainz gegründet
hatte, die Gattin des dux militum gentilis...vocabulo
Hetan
gewesen sein . Für diese Nachricht steht im Unterschied zu den Angaben
der Passio Kiliani und der Vita Burchardi, die in hohem Maße als
glaubwürdig gelten dürfen, eine sichere Beurteilung noch aus.
Prinz hat im Anschluß an patroziniengeschichtliche
Beobachtungen von Ewig vermutet, dass Bilhilds
Gründung Altmünster als Oerener Filiation entstand, und
unter Hinweis auf Irminas Verwandtschaftsverbindungen zur Familie Hedens
von einem "monastisch-genealogischen Dreieck Oeren - Würzburg - Altmünster"
gesprochen. Schwierigkeiten ergeben sich jedoch insofern, als die Nachricht
der Bilhild-Vita über eine Ehe Bilhilds
mit Heden aus chronologischen Gründen nur auf Heden
II. bezogen werden kann, verwandtschaftliche Beziehungen Hedens
zu Irmina aber allenfalls über Hedens urkundlich bezeugte Gattin Theodrada
zu erschließen wären.
Störmer Wilhelm: Seite 11-22
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"Zu Herkunft und Wirkungskreis der merowingerzeitlichen
'mainfränkischen' Herzöge"
Große Schwierigkeiten bereitet eine Verwandtschaftsangabe
in der Vita Bilhildis, die wie die jüngere Burchardsvita dem frühen
12. Jahrhundert entstammt. Ihren Angaben zufolge soll die hl.
Bilhildis die Gattin des dux militum gentilis ...vocabulo
Hetan
gewesen sein. Nach einer späten Überlieferung hat um 720 Bilihild
das
Hagen- oder Altenmünster zu Mainz gegründet; an der Gründung
war offenbar die Sippe
Bilihilds, die
der sogenannten HAGANONEN, beteiligt. Bischof Rigibert von Mainz (um 700)
wird als ihr avunculus bezeichnet.
Die phantasievoll ausgeschmückte Vita Bilihildis
datiert die heilige Klostergründerin in das 7. Jahrhundert. Man ist
geneigt, die Hinweise der Vita beiseite zu schieben, doch hatte das Kloster
tatsächlich in unmittelbarer Nähe von Würzburg Besitz. Wer
nun der Gemahl Bilihilds
gewesen sein soll, Heden
I., der mit der Datierung der Bilhildis-Stiftung
Altenmünster um 720 unvereinbar ist, oder Heden II., der mit Theodrada
vermählt war, entzieht sich unserer Kenntnis. E. Ewig ist geneigt,
der Nachricht von den Beziehungen der hl. Bilhildis
einen historischen Kern zugrundezulegen, und vermutet, "daß Bilihild
in einer nicht mehr ganz duerchschaubaren Weise mit dem Würzburger
Herzogshaus oder dem mainländisch-thüringischen Adel versippt
war.
oo 2. Heden I.
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Kinder:
Sohn
- jung
Literatur:
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Störmer Wilhelm: Zu Herkunft und Wirkungskreis
der merowingerzeitlichen 'mainfränkischen' Herzöge in Festschrift
für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag. Verlag Michael Lassleben
Kallmünz Opf. 1993 Seite 11-21 - Werner Matthias: Adelsfamilien
im Umkreis der frühen Karolinger. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen
1982 Seite 151,169 -