Bilihild                                                      Gründerin von Altmünster in Mainz um 700
---------
    -
 

Tochter des N.N.
 

Werner Matthias: Seite 151,169
**************
"Adelsgeschichten"

Eine weitere Verwandtschaftsangabe schließlich findet sich in der Vita Bilhildis, die wie die jüngere Burchardsvita wohl gleichfalls der 1. Hälfte des 12. Jahrhundert entstammt. Ihr zufolge soll die heilige Bilhild, die im 1. Drittel des 8. Jahrhunderts das Altmünsterkloster in Mainz gegründet hatte, die Gattin des dux militum gentilis...vocabulo Hetan gewesen sein . Für diese Nachricht steht im Unterschied zu den Angaben der Passio Kiliani und der Vita Burchardi, die in hohem Maße als glaubwürdig gelten dürfen, eine sichere Beurteilung noch aus.
Prinz hat im Anschluß an patroziniengeschichtliche Beobachtungen von Ewig vermutet, dass Bilhilds Gründung Altmünster als Oerener Filiation entstand, und unter Hinweis auf Irminas Verwandtschaftsverbindungen zur Familie Hedens von einem "monastisch-genealogischen Dreieck Oeren - Würzburg - Altmünster" gesprochen. Schwierigkeiten ergeben sich jedoch insofern, als die Nachricht der Bilhild-Vita über eine Ehe Bilhilds mit Heden aus chronologischen Gründen nur auf Heden II. bezogen werden kann, verwandtschaftliche Beziehungen Hedens zu Irmina aber allenfalls über Hedens urkundlich bezeugte Gattin Theodrada zu erschließen wären.

Störmer Wilhelm: Seite 11-22
**************
"Zu Herkunft und Wirkungskreis der merowingerzeitlichen 'mainfränkischen' Herzöge"

Große Schwierigkeiten bereitet eine Verwandtschaftsangabe in der Vita Bilhildis, die wie die jüngere Burchardsvita dem frühen 12. Jahrhundert entstammt. Ihren Angaben zufolge soll die hl. Bilhildis die Gattin des dux militum gentilis ...vocabulo Hetan gewesen sein. Nach einer späten Überlieferung hat um 720 Bilihild das Hagen- oder Altenmünster zu Mainz gegründet; an der  Gründung war offenbar die Sippe Bilihilds, die der sogenannten HAGANONEN, beteiligt. Bischof Rigibert von Mainz (um 700) wird als ihr avunculus bezeichnet.
Die phantasievoll ausgeschmückte Vita Bilihildis datiert die heilige Klostergründerin in das 7. Jahrhundert. Man ist geneigt, die Hinweise der Vita beiseite zu schieben, doch hatte das Kloster tatsächlich in unmittelbarer Nähe von Würzburg Besitz. Wer nun der Gemahl Bilihilds gewesen sein soll, Heden I., der mit der Datierung der Bilhildis-Stiftung Altenmünster um 720 unvereinbar ist, oder Heden II., der mit Theodrada vermählt war, entzieht sich unserer Kenntnis. E. Ewig ist geneigt, der Nachricht von den Beziehungen der hl. Bilhildis einen historischen Kern zugrundezulegen, und vermutet, "daß Bilihild in einer nicht mehr ganz duerchschaubaren Weise mit dem Würzburger Herzogshaus oder dem mainländisch-thüringischen Adel versippt war.
 
 
 
 

  oo 2. Heden I.
                   -
 
 
 
 

Kinder:

  Sohn
         - jung
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Störmer Wilhelm: Zu Herkunft und Wirkungskreis der merowingerzeitlichen 'mainfränkischen' Herzöge in Festschrift für Eduard Hlawitschka zum 65. Geburtstag. Verlag Michael Lassleben Kallmünz Opf. 1993 Seite 11-21 - Werner Matthias: Adelsfamilien im Umkreis der frühen Karolinger. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1982 Seite 151,169 -
 
 
 
 
 


Copyright 2002 Karl-Heinz Schreiber - http://www.genealogie-mittelalter.de