Tochter des Friesen-Königs
Radbod
Schwennicke Detlev: Tafel 3
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"
GRIMOALD
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† erschlagen
St. Lambert zu Lüttich IV. 714
um 700 Hausmeier in Neustrien und Burgund
oo THEUDESINDA
†
Tochter von Radbod Fürst der Friesen
Grimoald, der zweite Sohn Pippins II. und Plektruds, ging mit Theutsinda, der Tochter des Friesen-Fürsten Radbod, eine der wenigen Ausländerehen der KAROLINGER ein. Die Annales Mettenses berichten die Heirat zum Jahre 711; dieses Ereignis könnte gut mit Pippins Sieg über die Friesen im Zusammenhang stehen, der ohne stichhaltige Gründe allgemein schon im Jahre 689 angenommen wird. Vermutlich besiegelte die Ehe Grimoalds mit Theutsinda die Unterwerfung der Friesen und kam so fast einer Geiselstellung gleich, die den Frieden verbürgen sollte. Jener Friese, der 714 Grimoald ermordete, könnte der Exponent einer friesischen Gruppe gewesen sein, die die Politik des Einvernehmens mit dem fränkischen Reich ablehnte.
Schieffer Rudolf: Seite 30
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"Die Karolinger"
Hier brachte Pippin
in zwei Kriegszügen 690 und 695 seine Übermacht zur Geltung und
erreichte nach der Einnahme von Utrecht einen Modus vivendi, der mit der
Zeit dazu führte, daß der Hausmeier
Grimoald der Jüngere Radbods Tochter
Theudesinde
heiratete, also die Aufnahme der friesischen Führung in die pippinidische
Familie anbahnte.
711
oo Grimoald II. Hausmeier
x um 680 †
April 714
Literatur:
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Konecny Silvia: Die Frauen des karolingischen
Königshauses. Die politische Bedeutung der Ehe und die Stellung der
Frau in der fränkischen Herrscherfamilie vom 7. bis zum 10. Jahrhundert.
Dissertation der Universität Wien 1976, Seite 51 - Offergeld
Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen
Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 302 - Schieffer
Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 199,
Seite 30 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue
Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel
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