Oktar (Uptaros)                               König der Hunnen
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   430 bei einem Festmahl
 

Sohn des Hunnen-Königs Uldin; Bruder und Mit-König Rugilas
 

Günther Rigobert: Seite 85
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"Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion."

Um 430 starb der Hunnen-König Octar, ein Freund des Aetius.

Riehl Hans: Seite 145,149,167
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"Die Völkerwanderung. Der längste Marsch der Weltgeschichte."

Die Namen dieser Könige spielen eine untergeordnete Rolle. Balamber hieß wohl der erste; Hunimund war sein Sohn, gezeugt mit einer Goten-Prinzessin, der Enkelin des alten Ermanarich. Von Uldin wird uns berichtet und von Ottkar oder Oktar - sowie von dessen Bruder Rugila oder Ruas.
Neben Rugila herrschte, quasi als sein Statthalter im Westen, jener Ottkar oder Oktar, der einige Jahre vor seinem Bruder seiner Völlerei zum Opfer fiel.
Jener Mitregent des Rugila, der Ottkar, Oktar oder auch Uptar genannt wird, und der die hunnischen Interessen im Westen vertrat, war in offenbar lange und erbitterte Gefechte mit den Burgundern verwickelt gewesen.
An dem Bischofssitz hatte auch König Ottkar mit rund 10.000 seiner Hunnen das Lager aufgeschlagen. Die Stimmung in der Stadt muß ziemlich brisant gewesen sein. Die Hunnen, die sich in der Übermacht fühlten, ließen keine Gelegenheit aus, die Burgunder herauszufordern. Kaum daß diese aber das Sakrament der Taufe empfangen hatten, winkte ihnen schon der Lohn für die Bekehrung. Eines Abends feierten die Hunnen mit einem großen Gelage, wobei sich ihr König im Fressen und Saufen so hervortat, daß ihn ein Schlaganfall dahinraffte.

Schreiber Hermann: Seite 45,85,87,130,161,300
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"Die Hunnen. Attila probt den Weltuntergang."

Rugila jedenfalls starb 434, ohne Byzanz erobert zu haben, und auch von seinen Brüdern Oktar und Mundzuch hat man seither nichts mehr gehört. Nur ein junger Vetter Rugilas, ein Sohn des Fürsten Mundzuch, sollte bald von sich reden machen. Er hieß Attila.
Das Bild verwirrt sich weiter, wenn wir erfahren, daß Oktar und Rugila, die beiden verstorbenen Hunnen-Fürsten, noch zwei weitere Brüder hatten, nämlich Mundzuch und Oebarsius, von denen zumindest Oebarsius noch am leben war, als Rugila starb (man kennt seine Todesjahr: 448). Hier also wurden Prinzen einem Herrscher-Bruder vorgezogen, vielleicht sogar zweien, falls auch Mundzuch noch lebte.
Unter Oktar und Rugila noch einigermaßen lose, aber umso friedlicher miteinander verbunden, fühlen die einzelnen Stämme nach Rugilas Tod sehr bald die harte Hand des neuen Herrn.
Als eines Nachts der Hunnen-König Uptaros (= Oktar) so viel gegessen und getrunken hatte, daß er an diesem Übermaß starb, griffen die Burgunder das nunmehr führerlose Volk an und erkämpften einen großen Sieg.
Otkar und Rugila geboten, wie nachher Bleda und Attila, über verschiedene Hunnenstämme, die in verschiedenen Teilen Ezropas Krieg führten. Daß Rugila sich gegen Byzanz, also in den Südosten, wandte, wissen wir. Oktar in lateinischen Quellen Uptaros und ähnlich umschrieben, dehnte seine Raids dafür weiter nach Westen aus.
Das Hunnenvolk hat übrigens nicht zum erstenmal einen König auf diese Weise sterben sehen: Schon Oktar, Vaterbruder Attilas und Herrscher der Hunnen an der Seite Rugilas, war nach einer großen Siegesfeier oder auf ihrem Höhepunkt plötzlich gestorben.
 
 
 
 

Literatur:
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Günther Rigobert: Römische Kaiserinnen. Zwischen Liebe, Macht und Religion. Militzke Verlag Leipzig 2003 Seite 85 - Riehl Hans: Die Völkerwanderung. Der längste Marsch der Weltgeschichte. W. Ludwig Verlag 1988 Seite 145,149,167,168,204 - Schreiber Hermann: Die Hunnen. Attila probt den Weltuntergang. Econ Verlag Wien-Düsseldorf 1990 Seite 45,85,87,130,161,207,300 -