Isabella von Aragon                         Königin von Frankreich
-------------------------
1243
28.1.1271
           Cosenza

Begraben: Saint-Denis
 

Tochter des Königs Jakob I. von Aragon aus dem Hause BARCELONA aus seiner 2. Ehe mit der Jolanda von Ungarn, Tochter von König Andreas II.
 

Th
iele, Andreas: Tafel 150
**************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa"

ISABELLA
----------------
   
1271 (Sturz vom Pferd)

  oo 1252
        PHILIPP III., König von Frankreich
             
1285


Isabella heiratete 1262 Philipp III. von Frankreich und gebar 1268 in Fontainebleau den späteren Philipp IV. den Schönen. Als sie mit ihrem Gemahl aus Tunesien zurückkehrte, stürzte sie bei Cosenza in Kalabrien in schwangerem Zustand vom Pferd und starb an den Folgen dieses Unfalls.

Herde Peter: Seite 39,87
***********
"Karl I. von Anjou"

Die Rebellen fanden offensichtlich in Aragon Unterstützung, und zwar weniger beim König Jakob I., dessen Tochter Isabella den französischen Thronfolger Philipp heiratete, als vielmehr bei den Infanten Peter und Jakob.
Mit dem neuen französischen König fuhr der ANGIOVINE dann nach Italien zurück. Philipps Frau Isabella von Aragon starb nach einem Sturz vom Pferd in Kalabrien; ihr gotisches Grabmal ist noch heute im Dom von Cosenza zu sehen.

Le Goff Jacques: Seite 265,500,651,826-827
**************
"Ludwig der Heilige"

Und bald muß für die junge Königin von Frankreich ein fünfter Sarg angefertigt werden: Die junge Gemahlin Philipps III., Isabella von Aragon, stürzt am 11. Januar 1271 bei der Durchquerung eines Hochwasser führenden Flusses in Kalabrien vom Pferd, erleidet infolges dieses Unfalls eine Totgeburt und stirbt am 30. Januar.
Die Schwertleiten von Ludwigs Brüdern Robert und Karl, die seines Sohnes und Nachfolgers Philipp wie auch Philipps Vermählung mit Isabella von Aragon wurden an Pfingstsonntagen gefeiert, die Ritterweihe des anderen Bruders, Alfons von Poitiers, an einem 24. Juni, dem mit Volksbräuchen gesegneten Johannistag.
Für Philipp war das Heiratsversprechen schon 1258 in eine Zusatzvereinbarung zum Vertrag von Corbeil, der den Streit zwischen Aragon und Frankreich regelte, aufgenommen worden: Er sollte Isabella, die Tochter des Königs von Aragon, bekommen. Diese hochpolitische Ehe wurde erst an Pfingsten 1262 in Clermont-en-Auvergne geschlossen, und Ludwig nutzte die Gelegenheit, Jakob I. von Aragon zu verpflichten, den neuerlichen Aufruhr der Stadt Marseile gegen seinen Bruder Karl von Anjou nicht zu unterstützen.
[Sicher erklärt der italienische Kontext die Eigentümlichkeit des Grabes, das für das "Fleisch" (die Eingeweide) der ersten Gemahlin Philipps III., Isabella von Aragon, in der Kathedrale von Cosenza in Kalabrien errichtet wurde. Die Schwiegertochter Ludwigs des Heiligen starb durch einen Unfall im Januar 1271, auf dem Rückweg vom Kreuzzug nach Tunis. Die Darstellung des zweifellos von einem französischen Künstler geschaffenen Grabmals, das Isabella und Philipp kniend rechts und links neben der stehenden Jungfrau Maria zeigt, ist schwer zu interpretieren.

Treffer Gerd: Seite 137
***********
"Die französischen Königinnen. Von Bertrada bis Marie Antoinette (8.-18. Jahrhundert)"

Mit dem König von Aragon hat Ludwig den Vertrag von Corbeil (11. Mai 1252) unterzeichnet, der unter anderem die Heirat einer aragonesischen Prinzessin, Isabella, mit Ludwig, dem Thronfolger vorsieht.
 
Ehlers Joachim: Seite 189
*************
"Die Kapetinger."

Nicht nur Abt Matthäus von St-Denis, auch der französische Thronfolger Philipp, durch seine Mutter Isabella von Aragon eine Neffe Peters III., und viele andere gewichtige Stimmen kritisierten diesen Mißbrauch des Kreuzzugsgedankens heftig.

Vones Ludwig: Seite 132
*************
"Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen."

Darüber hinaus trat Jakob I. im Juli 1258 die Provence mit Arles, Avignon und Marseille an Margarete von Frankreich und damit an die französische Krone ab, obwohl ihre jüngere, mit Karl von Anjou verheiratete Schwester Beatrix als eigentliche Erbin zu gelten hatte. Sein Preis war die Verlobung seiner Tochter Isabella mit dem französischen Thronerben Philipp.

Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Seite 192,200
********************************************
"Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498."

Demgegenüber trafen die heimkehrenden und erschöpften Kreuzfahrer noch auf ihrem Rückweg harte Schicksalsschläge, die zum Teil das Ergebnis der aus Nord-Afrika mitgeschleppten Erkrankungen waren - es starben alsbald Theobald II. von Navarra, Isabella von Aragon, die Gattin des neuen Königs, und schließlich noch Alfons von Poitiers.
Diesem Erfolg steht der große Autoritätsverlust gegenüber, den Philipp III. der französischen Monarchie dadurch zufügte, daß er das gute Einvernehmen mit Aragon aufgab, wie es noch sein Vater durch die Heirat Philipps mit Isabella bekräftigt hatte.

Favier, Jean: Seite 232,257
***********
"Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515."

Die Heimreise der völlig erschöpften Kreuzfahrer schlug in eine Katastrophe um. Theobald von Navarra starb auf Sizilien, die neue Königin von Frankreich, Isabella von Aragon, im kalabrischen Cosenza, Alfons von Poitiers in Savona.
Zur gleichen Zeit führte die Mittelmeerpolitik Karls von Anjou endgültig zum Bruch zwischen Frankreich und Aragon herbei. Allerdings war Isabella von Aragon auf der Heimreise von Tunis gestorben, und außerdem hatte der neue König Philipp III. nach dem Tod seiner Gemahlin durch seine Vermählung mit Maria von Brabant eine Partei hinter sich gebracht, die aus Feindschaft gegen das Haus PLANTAGENET die angevinischen Umtriebe im alten Königreich Arelat nach Kräften unterstützte.





 28.5.1262
    oo Philipp III. König von Frankreich
         3.4.1245
5.10.1285
 
 
 
     

Kinder:
1. Ehe

  Ludwig
  1267
1276 ermordet

  Angeblich auf Anstiften Marias von Brabant durch Gift beseitigt.

  Philipp IV. der Schöne
  1268
29.11.1314

  Robert
        
jung

  Karl I. Graf von Valois
  12.3.1270
16.12.1325
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 189 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 192,195,200,203 - Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 232,257 - Herde Peter: Karl I. von Anjou. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Mainz 1979 Seite 39,87,110 - Le Goff Jacques: Ludwig der Heilige, Klett-Cotta Stuttgart 2000 Seite 265,500,651,826-827 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 - Treffer Gerd: Die französischen Königinnen. Von Bertrada bis Marie Antoinette (8.-18. Jahrhundert) Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1996 Seite 140-141 - Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 132 -