Hermann II.                                               Markgraf von Verona (1073-1130)
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um 1070-7.10.1130
 

Einziger Sohn des Markgrafen Hermann I. von Verona und der Judith von Calw, Tochter von Graf Adalbert I.
 

HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER


Gewin Dr. J.P.J.: Seite 109
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23. Hermann
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Graf im Breisgau, der zuerst 1089 als Zeuge erscheint, beteiligte sich mit Berthold von Zähringen E. I. 21. an der Empörung gegen Kaiser HEINRICH IV., machte aber 1097 mit den meisten schwäbischen Großen Frieden mit dem Kaiser.
Hermann nannte sich Markgraf von Lintpurg nach einer alten Feste der ZÄHRINGER, begann aber bald den Namen Markgraf von Baden zu führen: Literatur Gisebrecht III. 681,854, und Heyck, Geschichte der Herzöge von Zähringen, Freiburg im Breisgau 1891.



Hermann II. folgte 1073/74 seinem Vater als Markgraf von Verona und Graf im Breisgau. Er erbte 1091 den Uf- und Pfinzgau mit Baden und nannte sich 1112 erstmals "Markgraf von Baden". 1127 wurde erstmals Hachberg als Besitz genannt. Er tauchte oft in kaiserlichen Urkunden als Zeuge auf, ist sonst aber wenig greifbar. Er wurde auch zeitweise "Markgraf von Limburg" genannt (im Breisgau) und war ein treuer Anhänger der SALISCHEN Kaiser. Er war auch Graf zu Forchheim/Ettlingen, erbte Backnang und stiftete dort ein Chorherrenstift für die Augustiner.

Heyck Dr. Eduard: Seite 147
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"Geschichte der Herzöge von Zähringen"

Auch das verdient besondere Beachtung, dass bei dieser zu Rendelshausen von zahlreichen Teilnehmern besuchten Zusammenkunft auch der Neffe Bertolds, Markgraf Hermann II., erschienen war, von dem keinerlei Spur einer Hinneigung zu den Gregorianern bekannt ist, der vielmehr nach den erhaltenen Urkunden im Jahre 1089 als Begleiter des Kaisers auftritt. Hermann wird nun schon hier zu 1087 gerade als Graf, also Breisgaugraf - denn der Tausch betraf Breisgauorte - bezeichnet. Es muß dahingestellt bleiben, ob er die Grafschaft im Breisgau, die er auch fortan ungestört innegehabt hat, seinem dorthin vor Jahren als Sieger zurückgekehrten Oheim Bertold zu verdanken oder ob sie ihm HEINRICH IV. inzwischen übertragen hatte, nachdem Werner von Straßburg ja schon 1079 gestorben war, oder ob schließlich Hermann II. ein Politiker war, der beider Parteien Gunst oder Liebeswerben ausgenutzt hatte, was letzteres in der Tat alles am leichtesten erklären würde.
 
 
 
 

  oo Judith
             -7.10.1121
 
 
 
 

Kinder:

  Hermann III.
          -16.1.1160

  Judith
        -

  oo Ulrich I. Herzog von Kärnten
             -7.4.1144
 
 
 
 
 
 
 


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