Werinheri                                        Graf  715-734
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Sohn des N.N ; eventuell Enkel des Bischofs Liutwin von Trier
 

Mitterauer Michael: Seite 67
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"Karolingische Markgrafen im Südosten."

Von Werinheri, dem Gründer von Kloster Hornbach, wird einhellig angenommen, daß er zu den WIDONEN zu zählen ist, "einer Familie, mit der sich wohl kaum ein anderes Adelsgeschlecht an Fülle der Macht und der Reichweite des Einflusses messen konnte".
Graf Warnar bezeugte 715 gemeinsam mit den Brüdern Graf Wido und Erzbischof Milo und dem Grafen Nantheri eine Urkunde für das Apostelkloster in Metz.
M. Chaume sieht im angeblichen Gründer von Hornbach einen Schwiegersohn Erzbischofs Liutwins und macht ihn zum Ahnherrn einerseits der Werinheri-Nantheri-Gruppe, andererseits der WIDONEN VON SPOLETO, indem er Lantpert, den widerrechtlichen Besitzer von Mettlach unter König Pippin als einen weiteren Sohn des älteren Nantheri einreiht. Es scheint auch darauf hinzudeuten, daß zwischen WIDONEN und WARINIDEN enge Verwandtschaft, wenn nicht sogar Stammesgleichheit bestanden hat.

Schreibmüller, Hermann: Seite 197
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"Die Ahnen Kaiser Konrads II. und Bischof Brunos von Würzburg, in Herbiopolis Jubilans. 1200 Jahre Bistum Würzburg."

Der Begründer des Klosters Hornbach war nach der Vita Pirmini in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts einWern(h)er [Nach wie vor halte ich diesen Wernher für den Stifter des Klosters Hornbach. Ich schätze die Glaubwürdigkeit der Vita Pirmini höher ein und sehe keinen Anlaß, dem von ihr als Stifter genannten Werner Klostergründung oder gar sein Leben abzusprechen. Allerdings halte ich ihn nicht für den Stammvater der späteren SALIER, vielmehr Landbert I., den Enkel Bischof Liutwins. Die von Fath angenommene Gleichheit des 814 gestorbenen Werner mit dem in der Vita Philippi Cellensis erwähnten Werner, der übertriebene Geltungsansprüche stellte, halte ich für erwiesen.], der erste gesicherte Träger dieses seit ihm lange Zeit vorherrschendne Lieblingsnamen in seiner Sippe. Dieser Wernher war aller Wahrscheinlichkeit nach ein Enkel Bischof Liutwins, ein Neffe Bischof Milos. Aber nicht er wurde der Ahnherr der späteren SALIER, wenn er auch als "progenitor" bezeichnet wird; dieses Wort kann auch erweiterten Sinn haben. Ahnherr wurde sein Bruder Lantbert (Lambert), der drei Söhne hatte: Wido, Stammvater der italienischen WIDONEN und LAMBERTINER, Hrodold mit einmaligem Namen und einmaliger Erwähnung und Wern(h)er, von dem die deutschen SALIER-Könige und -kaiser abstammen. Nicht geringe Schwierigkeiten bereitet es, die vielen Träger des Namens Werner auf Generationen zu verteilen, da die Quellen nur sehr sparsam das Verwandtschaftsverhältnis angeben.
Die Gründung des Klosters Hornbach (Gemünd) hängt eng mit dem heiligen Primin zusammen. Der "aus hohem fränkischen Geschlechte stammende" Wernher rief Pirmin zu sich in das ausgedehnte Waldland (Vogesen) des Bliesgaus, wie uns die ältere Lebensbeschreibung des Heiligen glaubhaft erzählt. Der "sehr mächtige" Grundherr zeigte Pirmin sein umfangreiches Eigengut und stellte ihm die Wahl eines Waldstückes frei.
 
 
 

  oo N.N.
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Kinder:

  Nantheri 734-767
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  Herloin 734
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  Rothari 734
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Literatur:
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Mitterauer Michael: Karolingische Markgrafen im Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123. Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963 Seite 67 - Schreibmüller, Hermann: Die Ahnen Kaiser Konrads II. und Bischof Brunos von Würzburg, in Herbiopolis Jubilans. 1200 Jahre Bistum Würzburg Festschrift zur Säkularfeier der Erhebung der Kiliansreliquien Würzburger Diözesangeschichtsblätter 14/15 1952 Seite 197 -