Volkwin IV.                                             Graf von Schwalenberg (11214/28-1249/50)
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    -   1249/50
 

Ältester Sohn des Grafen Heinrich I. von Schwalenberg
 

Andreas Thiele: Band I, Teilband 2 Tafel 399
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"Erzählende genealogische Stammatfeln"

Volkwin IV. folgte dem Vater als Graf von Schwalenberg und erbte nach dem Tode seines Onkels Hermann I. um 1224 die Grafschaft Waldeck. Er teilte 1228 mit seinem jüngeren Bruder Adolf I., trat ihm den Part Waldeck ab und blieb Graf von Schwalenberg, Vogt von Möllenbeck, Herford und Marienmünster. Er verbündete sich mit Erzbischof Siegfried II. von Mainz, hatte nach unklarer Überlieferung Anteil am Mord an Erzbischof Engelbert I. von Köln 1225 und wurde gebannt. Er war Gegner von dessen kraftvoller Politik im Raum Westfalen mit dem Ziel, die alte Herzogsgewalt wieder voll in Westfalen herzustellen. Volkwin hatte auf jeden Fall vom Mordanschlag gewußt, behielt trotzdem die Vogtei Herford als kurkölnisches Lehen und verlor nach jahrelangen Fehden an die Bischöfe von Paderborn bedeutende Rechte und Besitzungen, unter anderem die Vogteien Willebadessen und Rhoden, endgültig die Vogteien Gehrden und Flechtheim. Er gründete 1228 Stadt und Burg Schwalenberg neu, gründete als Sühnekloster Netze bei Arolsen und Burghagen, letzteres 1247 nach Falkenhagen verlegt. Er verlor auch die Vizevogtei Höxter-Corvey endgültig, was den Niedergang beschleunigte. In der Folgezeit erschließt sich die Geschichte Schwalenbergs nur aus Verpfändungs-, Schenkungs- und Verkaufsurkunden, was größte Verarmung aufzeigt.
 
 
 
 

  oo Ermengard von Schwarzburg-Blankenburg, Tochter des Grafen Heinrich II.
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Kinder:

  Volkwin V. Bischof von Minden (1275-1293)
          -4.5.1293

  Irmgard Äbtissin von Heerse
         -1.10.1314
 
  Kunigunde Äbtissin von Falkenhagen
         - nach 1.5.1305
 
  Mechthild Äbtissin von Möllenbeck
          -4.1. vor 1314

  Günther I. Erzbischof von Magdeburg (1277-1283)
         -27.5. nach 1310  Bischof von Paderborn (1308-1310)
 
  Widekind V. Graf von Schwalenberg (1249/50-1264)
          -28.9.1264

  Heinrich I. Graf von Sternberg
      - wohl 1279/82

  Adolf I.
         - vor 1305
 
  Albrecht I.
         - um 1315