Volkwin II.                                                Graf von Schwalenberg (1137-1177/78)
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    -   1177/78
 

Sohn des Grafen Widekind I. von Schwalenberg und der Lutrud von Itter, Tochter von Graf Folkmar
 

Andreas Thiele: Band I, Teilband 2 Tafel 398
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"Erzählende genealogische Stammatfeln"

Volkwin II. folgte 1137 dem Vater als Graf von Schwalenberg, erwarb die Vogteien Willebadessen, Flechtdorf und auch Arolsen und sicherte diese Stiftung der Großmutter Gepa von Itter um 1131. Er befehdete die Grafen von Arnsberg, die bedeutende Rechte an Schwalenberg verloren hatten. Er war jahrelang treuer Parteigänger Heinrichs des Löwen als dessen Vasall und nahm an etlichen Feldzügen teil. Er wurde später dessen Gegner wie die meisten westfälischen Grafen wegen dessen Machtplänen, verlor wegen ständiger Übergriffe die Vizevogtei Höxter-Corvey und stiftete 1144 das Kloster Aulisburg-Haina. Er gewann über die Mutter den Raum Korbach-Arolsen dazu und führte viele Fehden gegen die geistlichen Herrschaften, besonders Paderborn, Köln und Corvey, seine Lehensherren.
 
Karl Jordan: Seite 112
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"Heinrich der Löwe"

Mußte schon diese Tatsache zu Spannungen mit Herzog Heinrich führen, als er selbst nach dem Erwerb der Winzenburger Erbschaft aktiv in diesen Raum eingriff, so machte das aggressive Vorgehen der beiden Brüder Volkwin und Widukind von Schwalenberg gegenüber dem Kloster Corvey Maßnahmen des Herzogs erforderlich. Gerade das Vorgehen Heinrichs gegen die beiden Brüder läßt erkennen, in welcher Form hier der Herzog seine Oberhoheit durchsetzte. Seit dem Ende der 40-er Jahre finden wir in den Briefen Abt Wibalds von Corvey immer wieder bewegte Klagen über die schweren Übergriffe, die sich die beiden Brüder dem Kloster und seinen Besitzungen gegenüber zuschulden kommen ließen, ohne daß der Abt mit Hilfe des Bischofs von Paderborn eine Änderung erreichen konnte. Als sie im Jahre 1152 den dem Kloster Corvey gehörenden Ort Höxter überfielen, die Befestigungen des Ortes zerstörten und von den reichen Bürgern ein Lösegeld erpreßten, lud sie FRIEDRICH I. auf Klagen Wibalds vor sein Gericht und forderte gleichzeitig Herzog Heinrich auf, die beiden Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen und ihnen gegenüber volle Gerechtigkeit walten zu lassen. Über den Fortgang dieses Verfahrens ist allerdings nichts bekannt; ob wirklich Gerichtstermine stattgefunden haben, bleibt fraglich.
 
 
 
 

  1. oo Luitgard von Ziegenhain-Waldeck, Tochter des Grafen Poppo I.
                -
        Erbin von Waldeck
 

  2. oo N.N.
                  -
 
 
 
 
 
Kinder:
2. Ehe

  Heinrich I.
         - vor 21.9.1214

  Widekind III.
          -   1190
 
  Tochter
         -
 
  oo Werner I. Graf von Battenberg-Wittgenstein
               -
 
  Hermann I.
          - um 1224
 
  Volkwin III. Pfarrer zu Busdorf
  um 1170- nach 1243