Philipp                                                   Herzog von Orleans (1344-1375)
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1.7.1336-1.9.1375
 

4. Sohn des Königs Philipp VI. von Frankreich aus seiner 1. Ehe mit der Johanna der Hinkenden von Burgund, Tochter von Herzog Robert II.
 

Philipp war Herzog von Orleans, von Touraine, Graf von Valois und Beaumont-le-Roger und Pair von Frankreich. 1360/63 weilte er als Geisel in England. Da Philipp ohne legitime Erben starb, fiel das Herzogtum an die Krone zurück.

Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Seite 276-279,294
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"Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498."

In Johanns Heer befanden sich seine vier Söhne sowie sein Bruder, das heißt alle für die Thronfolge in Frage kommenden Mitglieder seiner engeren Familie. Die Pause wurde dazu genutzt, den Dauphin sowie dessen Brüder Ludwig und Johann aus der Gefahrenzone zu bringen. Einige Herren kamen daraufhin zu dem Schluß, es sei wohl besser, die Gesundheit ebenfalls gar nicht erst aufs Spiel zu setzen. Unter ihnen war Johanns Bruder Philipp von Orleans, der zusammen mit seinen Leuten das Schlachtfeld geräumt haben soll, ohne überhaupt in die Kämpfe eingegriffen zu haben.
Zum einen wurde der Adel generell bezichtigt, seiner im Grunde einzigen Aufgabe, nämlich zu kämpfen, nicht nachgekommen zu sein, ja mit den Engländern gemeinsame Sache gemacht zu haben, und zum anderen bürdete man die Hauptschuld an der Niederlage dem gerade einundzwanzigjhrigen Philipp von Orleans auf. Während die erste Variante der Schuldzuweisung offenbar weit verbreitet war und keiner Pflege bedurfte, scheint die zweite später besonders im Umkreis Karls V. kultiviert worden zu sein: Der Onkel Philipp wurde offenbar als schwarzes Schaf der Familie geopfert, um König und Thronfolger zu salvieren.
Die Ausstattung der jüngeren Königs-Söhne mit Apanagen (appanare = mit Brot versehen) war zwar keine Erfindung der VALOIS, allerdings nahm diese Tradition nunmehr besorgniserregende Ausmaße an: Johanns Bruder Philipp (+ 1375) bezog aus dem 1342 eigens für ihn geschaffenen Herzogtum Orleans mehr Einkünfte als der König aus den Regionen des langue d'oc.
 
 
 
 

18.1.1344
   oo Blanka von Frankreich, Tochter des Königs Karl IV.
   x  1.4.1328-7.2.1392

     Gräfin von Beaumont
 
 
 
 

Kinder:
Illegitim

  Ludwig Bischof von Poitiers (1391-1395)
         -   1395  Bischof von Beauvais (1394-1395)
         Jerusalem
 
 
 
 

Literatur:
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Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 254 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/ Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 251,267,271,276-279,282,287,294 -