Jüngere Tochter des Herzogs
Johann Ohnefurcht von Burgund und der Margarete
von Bayern-Holland, Tochter von Herzog
Albrecht I.
Markale Jean: Seite 248
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„Isabeau de Bavarie“
Und doch war der Grundstein zu einer Annäherung zwischen
ANJOU
und BURGUND
gelegt worden: Man hatte
den ältesten Sohn von Ludwig II. und
Yolanda
mit einer der Töchter Johanns,
der kleinen
Katharina von Burgund,
vermählt und diese lebte in Angers am Hofe ihrer künftigen Schwiegereltern.
Die erste Aktion des Kurswechsels bestand darin dass
Yolanda
beschloß, die kleine
Katharina von Burgund
wieder ihrem Vater zurückzuschicken, womit sie zu verstehen gab, dass
das früher vereinbarte Heiratsprojekt aufgegeben worden war. Dies
war ein offener Affront gegen den Herzog von Burgund. Seit bald drei Jahren
hatte Katharina
bei ihrem Verlobten,
Graf
Ludwig von Guise, dem künftigen
Ludwig
III. von Anjou, im Hause ANJOU
gelebt und bereits den Titel einer Gräfin von Guise geführt.
Nun ließ sie der Herzog von Anjou am 20. November 1413 von Sire de
Loigny mit einem Gefolge von 120 Rittern feierlich bis nach Beauvais zurückführen.
Dort wurde sie mit großem Pomp den Händen der Edlen von Burgund
übergeben, die gekommen waren, um sie im Namen ihres Vaters in Empfang
zu nehmen. Weit weniger legal war dagegen, dass Ludwig
von Anjou und Yolanda von Aragon
die Mitgift an Geld und Sachwerten einbehielten, die Katharina
von Burgund mitgebracht hatte.
Literatur:
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Markale, Jean: Isabeau de Bavarie. Eugen Diederichs
Verlag München 1994 Seite 248 -