Jüngerer Sohn des Grafen
Stephan II. von Blois-Chartres und der Adela
von England, Tochter von König
Wilhelm I. dem Eroberer
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 2082
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Heinrich von Blois, Abt von Glastonbury seit 1126
----------------------- Bischof von Winchester seit 1129
(durch seinen Oheim König Heinrich I.)
* wohl um 1095, + 1171
Sohn Graf Stephans von Blois und einer Tochter Wilhelms des Eroberers
Cluny, wo er erzogen wurde, blieb Heinrich von Blois
zeitlebens eng verbunden. Er war 1135 maßgeblich an der Erhebung
seines Bruders Stephan von Blois
auf den englischen Thron beteiligt, nahm fortan vielfach Einfluß
auf die Regierung und trat dabei entschieden für die Freiheit der
englischen Kirche ein. Ambitionen auf den Erzstuhl von Canterbury wurden
enttäuscht, doch ernannte Innozenz II. 1139 Heinrich von Blois
zum Legaten für England (bis 1143). Sein Plan, Winchester zum
Erzbistum erheben zu lassen, scheiterte. Während des Thronstreits
zwischen König Stephan und Kaiserin
Mathilde schloß sich Heinrich von Blois 1141 vorübergehend
der angevinischen Partei an. Seine
legatinischen Synoden befaßten sich mit politischen Problemen und
dem Schutz der Kirche. Die (nepotistische) Personalpolitik Heinrichs
von Blois rief bei den Zisterziensern Opposition hervor (Wilhelm, Erzbischof
von York; Heinrich Murdac). Er wirkte am Ausgleich zwischen König
Stephan und Heinrich von Anjou (Heinrich
II.) 1153 mit und versuchte im Streit mit Thomas Becket zu vermitteln.
XII. 27. HEINRICH, Mönch in Cluny, Bischof
von Winchester 1129
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* ca. 1095, + 1171 1. VII.