Begraben: Pamplona, Kathedrale
Jüngerer Sohn des Grafen
Theobald IV. der Große von Champagne aus seiner 3. Ehe mit
der Margarete von Dampierre-Bourbon,
Tochter von Graf Archambald VIII.
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 2069
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Heinrich III. ‚le Gros‘, Graf von Champagne und Brie,
König von Navarra
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* um 1249, + 22. Juli 1274
Pamplona
Begraben: Pamplona, Kathedrale
Heinrich III. erhielt
1263 von seinem älteren Bruder, Tedbald (Theobald)
V., die Grafschaft Rosnay übertragen, wurde 1265
mit Yolande von Bearn
verlobt und heiratete 1269 Blanche
von Artois, Nichte König Ludwigs
des Heiligen, deren Mitgift zum Ankauf der Kastellanei Beaufort
verwandt wurde.
Heinrich III., der
während des Tunis-Kreuzzuges für seinen Bruder das Königreich
Navarra verwaltete, wurde nach dessen Tod (+ 4. Dezember 1270) Graf
von Champagne und Brie, am 1. März 1271
König von Navarra.
Er reiste zweimal in die Champagne (1271: Lehnshuldigung
an den König von Frankreich; 1273);
Kinder:
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Tedbald (Theobald)
(früh durch Unfall verstorben),
Johanna (deren Heirat
mit König Philipp IV. 1284 den
Übergang der Champagne an die Krone vorbereitete),
ein unehelicher Sohn.
Ehlers Joachim: Seite 188
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"Die Kapetinger"
Ein neues Feld eröffnete sich schon im Sommer des folgenden Jahres durch den Tod König Heinrixchs I. von Navarra, Sohn TedbaldsV. von der Champagne. Sowohl Alfons X. von Kastilien als auch Jakob I. von Aragon bemühten sich um das Erbe und auch der englische König versuchte, seinen Sohn mit Heinrichs I. Erbtochter Johanna zu verheiraten.
Favier, Jean: Seite 201,256
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"Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515"
Theobalds Nachfolger,
Heinrich
III., heiratete eine Tochter
Ludwigs
des Heiligen, deren gemeinsame Tochter Johanna
Philipp dem Schönen die Champagne als Heiratsgut eintrug
[Richtigstellung: Die EhefrauHeinrichs
III. war Blanka von Artois.
Wäre Johannas Mutter eine Tochter
Ludwigs
des Heiligen, dann hätte
Philipp
IV. seine Cousine geheiratet (Verwandtschaft im 4. Grad/Inzucht).
Tatsächlich bestand Verwandtschaft im 6. Grad.].
Dabei fiel dem KAPETINGER durch
den Abtritt einer ganzen Generation ein beträchtliches Erbe in den
Schoß. 1284 konnte er die blutjunge Johanna
von Navarra, die Enkelin Theobalds
IV. von Navarra und der Champagne und - nach dem Tod seiner
beiden Söhne, Theobald V. und
Heinrich
III. 1270 bzw. 1274 - auch einzige Erbin, mit dem Thronfolger
Philipp
dem Schönen vermählen.
1269
oo 1. Blanka von Artois, Tochter des Grafen Robert
I.
um 1248-2.5.1302
Paris
Regentin in
Champagne-Navarra
Kinder:
Theobald
- 1273
Johanna I.
1271/72-2.4.1304
1284
oo Philipp IV. der Schöne König von
Frankreich
1268-29.11.1314
Literatur:
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Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer
GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 89,188,194,236 - Ehlers
Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987
Seite 168 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller
Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis
Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 199,203
- Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515.
Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 201,256 - Vones Ludwig:
Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen
- Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 Seite 119 -