Etienne I. von Champagne                         Graf von Sancerre (1152-1191)
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1130-   1191
         vor Akkon
 

Jüngerer Sohn des Grafen Theobald IV. der Große von Blois-Champagne und der Mathilde von Spongheim-Kärnten, Tochter von Graf Engelbert I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1253
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DONZY
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Bedeutende Adelsfamilie

Der ältere Sohn, Gottfried III., Sire de Gien (ca. 1120-1164), Schwiegersohn von Hugues le Manseau, scheint Cosne vom Grafen von Nevers zu Lehen erhalten zu haben, der aber gleichwohl 1157 Chatel-Censoir zerstören ließ. Gottfried III. versprach seine Tochter Alix zunächst Anseau de Trainel, einem Vasallen des Grafen von Champagne, vermählte sie dann jedoch mit dem Grafen von Sancerre, Etienne, dem er als Mitgift St-Aignan überließ, zum Schaden seines Sohnes Herve III. Der französische König Ludwig VII. intervenierte daraufhin und belagerte St-Aignan; Gottfried III. wurde dadurch genötigt, seinem Sohn St-Aignan abzutreten, den Anseau mit der von mütterlichen Seite ererbten Herrschaft Neuilly-St-Front (dep. Aisne) abzufinden und dem Grafen Etienne Chatillon-sur-Loing zu übertragen (um 1156).



Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 1348
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Sancerre
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Grafschaft und kleine Stadt in Mittelfrankreich, nordöstlich Berry, nahe der Loire, entstanden aus der kleinen Seigneurie von Chateaugordon, die vom Erzbischof von Bourges lehensabhängig war und auf eine 957 erwähnte ‚vicaria‘ zurückging. 1030 kam die Herrschaft durch Heirat an Odo II. von Blois-Champagne und seine Nachkommen. 1152, nach dem Tode Tedbalds IV., erbte sie dessen 3. Sohn Stephan (Etienne). Statt nach Chateaugordon hieß die Herrschaft nun nach 'Sancerre' (Sancerum, Sincerum); dieses Toponym war eine volkstümliche Doublette für St-Satur, das am Fuß des Berghügels von Sancerre befindliche Sanktuarium, das mittlerweile von der erhöht gelegenen Stadt und Burg und Stadt Sancerre, die seit 1157 manchmal auch willkürlich 'Sacrum Cesaris' hieß, unterschieden wurde. Wegen der Zugehörigkeit Stephans zum großen Grafenhaus der BLOIS-CHAMPAGNE galt die Seigneurie Sancerre von nun an als Grafschaft. Stephan brach 1171 zum Kreuzzug auf, verweigerte sich im Heiligen Land einer Heirat mit Sibylle von Anjou, der Erbin des Königreiches Jerusalem, nahm nach seiner Rückehr an allen Konstellationen gegen den jungen König Philipp Augustus teil und starb 1191 in Akkon. Sein Sohn Wilhelm I. (Guillaume) verstarb nach der verlustreichen Schlacht von Adrianopel 1218 in byzantinsicher Gefangenschaft.



Brandenburg Erich: Tafel 8 Seite 17
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII. 65 a. STEPHAN, Graf von Sancerre
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                   * ca. 1133, + 1191

Gemahlinnen: a) 1153 Ernesinde, Tochter Gottfrieds III. von Donzy
                                                 + ...

                   b) vor 1176 Mathilde



Etienne I. de Champagne lehnte 1171 Sibylle von Jerusalem als Braut ab.

Runciman Steven: Seite 695
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Im Jahre 1170 wies König Amalrich von Jerusalem seinen Gesandten an, er solle Stephan von der Champagne, den Graf von Sancerre, einladen, nach Palästina zu kommen, um die Prinzessin Sybille zu heiraten. Stephan nahm die Einladung an und landete im Sommer 1171 mit einem Gefolge von Rittern in Palästina. Aber was er in Palästina sah gefiel ihm nicht. Er brach die Eheverhandlungen unvermittelt ab und zog, nachdem er sein Gelübde an den Heiligen Stätten erfüllt hatte, mit seinen Gesellen nach Norden hinweg, in der Absicht, Konstantinopel zu besuchen. Auf der Reise durch Kilikien wurde er von Mleh von Armenien hinterrücks überfallen und seiner gesamten Habe beraubt.

Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Seite 155
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"Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498."

Gegen Ende seines Lebens stand der durch Krankheit nahezu regierungsunfähig gewordene Ludwig VII. weitgehend unter dem Einfluß der Königin und ihrer Brüder, des Erzbischofs Wilhelm von Reims und der Grafen Heinrich von Champagne, Tedbald von Blois-Chartres und Stephan von Sancarre. Mit ihnen gemeinsam dachte Adela eine faktische Regentschaft des Königreichs Frankreich durch das Haus CHAMPAGNE auch für ihren Sohn zu führen.
 
 
 
 

  oo Ermesinde (Marie, Alix) de Donzy, Tochter des Seigneur Godefroy III.
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Kinder:

  Wilhelm I.
  1173-   1207

  Jean
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  Etienne II. Seigneur de Saint-Brisson
        -   1252
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 8 Seite 17 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 155 - Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 153 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 695-696,698 -